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Kurt Klühspies (vorn) 1979 beim Fallwurf auf ein gegnerisches Tor. Foto: Karl Scnörrer

Großwallstadts Handball-Held Kurt Klühspies wird 60

04. Februar 2012 07:22 Uhr

Großwallstadt (dpa) Der «Mister Handball» des TV Großwallstadt wird 60: Während die deutsche Nationalmannschaft ihr Olympia-Aus verkraften muss, erinnert der Name Kurt Klühspies an den WM-Triumph von 1978.

«Da ich noch ein Drittel meines Lebens vor mir habe, ist Gesundheit das Wichtigste», sagte der frühere Rückraumspieler vor seinem Ehrentag am Samstag. In 456 Pflichtspielen erzielte Klühspies 1532 Tore für die Mainfranken, feierte 1979 und 1980 den Gewinn des Europapokals der Landesmeister und 1984 des IHF-Pokals. Der 1,96 Meter große gebürtige Würzburger spielte 102 Mal für Deutschland. 1980 beendet er aus Enttäuschung über den Olympia-Boykott von Moskau seine internationale Karriere, 1984 hörte er auch in der Bundesliga auf.

«Höhepunkte waren der WM-Titel 1978, der erste Europapokal mit Großwallstadt 1979 und die erste Meisterschaft 1978 - letzter Spieltag gegen Gummersbach mit Heiner Brand», sagte Klühspies in einem «kicker»-Interview. Als Tiefpunkte bezeichnete er den Olympia-Boykott «als Goldfavorit» und den tragischen Unfall seines Mitspielers Joachim Deckarm 1979.

Sorgen macht sich Klühspies um die DHB-Auswahl nach dem frühen EM-Aus. «Bei Olympia hast du Einschaltquoten, kannst du deinen Sport publik machen. Jetzt ist mindestens ein halbes Jahr verloren bis zur Qualifikation für die WM 2013.» Der Vorzeigesportler des TV Großwallstadt und Hobby-Golfer wohnt mit seiner Ehefrau Elke und den Kindern Tim und Jenny in Erlenbach. Bis 2014 will er noch als Key-Account-Manager bei Adidas arbeiten.


Triumph

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