Spiegelburgs Tränen beim deutschen Stab-Rekord
15. Januar 2012 18:43 Uhr
Leverkusen (dpa) Die deutschen Stabhochspringer haben vor der Hallenweltmeisterschaft ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Die Leverkusenerin Silke Spiegelburg verbesserte den deutschen Hallen-Rekord um einen Zentimeter auf 4,77 Meter.
Ihr Disziplinkollege Karsten Dilla (Uerdingen/Dormagen) hatte bei den Nordrhein-Meisterschaften in ihrer Heimatstadt mit 5,72 Metern als erster Deutscher die Norm für die Hallen-WM in Istanbul (9. bis 11. März) geschafft.
Für Spiegelburg wie Dilla war es zugleich eine persönliche Hallen-Bestmarke. «Ich bin vollkommen überwältigt und überrascht», sagte die Rekordhalterin, die vor allem angetreten war, um die Norm (4,52 Meter) für die Hallen-WM in Istanbul vom 9. bis 11. März zu springen. Nach dem Rekordsprung gleich im ersten Versuch vergoss die 25-Jährige Freudentränen: Sie übertraf dabei auch ihre persönliche Bestleistung im Freien von 4,75 Meter.
Bei 4,40 Metern war die von Leszek Klima trainierte Athletin eingestiegen. Als sie über 4,65 Meter erst im dritten Versuch über die Latte geflogen war, atmetet sie tief durch - krönte aber ihr Saisondebüt gleich mit dem Rekord. «Ich brauche jetzt erst einmal einen Tag, um das zu realisieren», jubelte Spiegelburg.
Den deutschen Freiluft-Rekord hält Martina Strutz: Die Athletin vom Hagenower SV war bei der WM im August in Daegu 4,80 Meter gesprungen und hatte die Silbermedaille gewonnen. Spiegelburg belegte in Südkorea nur einen enttäuschenden neunten Platz.
Schon gewusst, dass ...
... Melissa Henderson aus Belize die langsamste Marathon-Läuferin in der WM-Geschichte ist? Die Langstreckenläuferin kam bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2007 in Osaka als 57. und letzte über die 42,195 Kilometer ins Ziel.
Henderson benötigte 3:52:35 Stunden; keine andere Starterin war bei einer WM jemals langsamer.