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Silke Hahlbrock (l) und ihre Hamburger Match-Race-Crew sind das bestes deutsche Team. Foto: Carsten Rehder

Nach Hai-Alarm: DSV-Flotte gerät ins Schlingern

08. Dezember 2011 15:24 Uhr

Fremantle (dpa) Die Flotte des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) ist am sechsten Wettfahrttag der WM vor Perth vom Erfolgskurs abgekommen. Bis auf das Hamburger Match-Race-Team um Silke Hahlbrock patzten alle DSV-Crews, nachdem die Organisatoren am Vortag vor Haien gewarnt hatten.

«Wir haben eine Hai-Meldung von einem Fischer aus der Region bekommen und nehmen sie absolut ernst», berichtete Regattadirektor John Longley. Ein weißer Hai soll im WM-Revier vor Westaustraliens Küste gesehen worden sein.

Die Sicherheitsmaßnahmen der Organisatoren führten zu einer Regeländerung. Longley: «Wir haben die Kursüberwachung verstärkt und die Wettsegelbestimmungen geändert.» Gekenterte Segler dürfen Hilfe von außen annehmen, um möglichst schnell zurück ins Boot zu gelangen. Normalerweise wird das mit einer Disqualifikation geahndet, aufgrund der Umstände ist die Hilfe von außen aber bis auf weiteres erlaubt.

Sportlich lief es für die deutschen Teams schlecht. Die Kielerin Moana Delle rutschte auf Platz 14 zurück und muss nun um den Einzug in das Medaillenfinale der besten zehn RS:X-Surferinnen kämpfen. Laser-Radial-Steuerfrau Lisa Fasselt aus Brandenburg liegt gar nur noch auf Rang 18. Und Finn Dinghi-Steuermann Jan Kurfeld fiel auf Platz 30 zurück. Nur die 470er-Segler Ferdinand Gerz/Patrick Follmann festigten trotz Rang 23 als Sechste ihren Top-Ten-Platz.

Für deutschen WM-Glanz sorgt bisher das Hahlbrock-Team, das die Match-Race-Vorrunde mit zehn Siegen auf Platz fünf beendete und locker in die nächste Runde einzog. Die Titelkämpfe mit insgesamt zehn olympischen Disziplinen enden am 18. Dezember.


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