Tröger nur Berater des Gewichtheber-Weltverbandes
09. Februar 2012 17:40 Uhr
Hamburg (dpa) Das frühere IOC-Mitglied Walther Tröger wird dem internationalen Gewichtheberverband (IWF) im Anti-Doping-Kampf nur als Berater zur Verfügung stehen.
«Das operative Geschäft muss der Verband selbst leisten. Ich kann das in meiner persönlichen Situation nicht mehr», sagte der 83 Jahre alte Spitzenfunktionär der Nachrichtenagentur dpa. Der Weltverband und sein Präsident Tamas Ajan hatten Tröger am Rande der WM 2011 in Paris um tatkräftige Unterstützung bei der Neuordnung des Anti-Doping-Kampfes gebeten. Zuvor war die aus sechs Mitgliedern bestehende alte IWF-Kontrollkommission komplett zurückgetreten.
«Als Vermittler und Berater stehe ich Präsident Ajan jederzeit zur Verfügung», sagte Tröger. Er stellte damit klar, dass er nicht, wie ursprünglich von Ajan angedacht, Leiter einer unabhängigen Kontrollinstanz im Vorgehen gegen Doping sein werde. Der Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sieht den Verband im Kampf gegen die Leistungsmanipulation auf einem guten Weg, schränkt aber ein: «Selbstverständlich kann noch einiges verbessert werden. Auch im operativen Geschäft gibt es Verbesserungs- und Verstärkungsmöglichkeiten.» Details wollte er nicht nennen.
Tröger steht in regelmäßigem Austausch mit dem Präsidenten des deutschen Verbandes (BVDG), Claus Umbach, und dem BVDG-Anti-Doping-Beauftragten Christian Baumgartner. «Erst vor wenigen Tagen habe ich ausführliche Gespräche mit beiden geführt, deren Ergebnisse ich in meine Beratung für Tamas Ajan einbeziehen werde», erklärte Tröger.
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