Mobil spielen: Bizarre Träume und Monsterjagden
10. Januar 2012 10:33 Uhr von Von Benjamin Krüger, dpa
Berlin (dpa/tmn) Zombies auf einem Kreuzfahrtschiff und eine Mördersuche im Fünfsternehotel: Neue mobile Spiele liefern spannende Unterhaltung für durchzockte Winternächte. Mit «Crush 3D» und Karten- sowie Brettspielen in 3D gibt es aber auch Familienfreundliches.
Sony-Fans müssen sich noch bis zum 22. Februar gedulden: Dann erscheint mit der Playstation Vita der Nachfolger der PSP. Der Spielenachschub für die ältere Konsole ist derweil komplett zum Erliegen gekommen, neue Titel gibt es Anfang 2012 nur für den Nintendo 3DS und Smartphones oder Tablets.
Darunter ist zum Beispiel «Resident Evil: Revelations», der neueste Teil der populären Horrorserie. Diesmal versetzt Entwickler Capcom mutige Zombiejäger in verschneite Berglandschaften und auf ein Kreuzfahrtschiff. Alle Level und Szenarien werden wie gewohnt von Untoten und allerhand Monstern bevölkert. Die Handlung rund um die rücksichtslose Umbrella Corporation und den von ihr entwickelten todbringenden Virus spielt zwischen Teil vier und fünf der langlebigen Serie, zu den spielbaren Charakteren gehören neben alten Bekannten wie Jill Valentine und Chris Redfield auch ein paar neue Gesichter.
Der Horror findet auf dem 3DS natürlich in drei Dimensionen statt, was für einige Schockmomente sorgen sollte. In Kinderhände gehört das Spiel deshalb nicht. Bei «Resident Evil: Revelations» findet zum ersten Mal ein neues Zubehör für den 3DS Verwendung: Das Circle Pad Pro umschließt den Handheld und bereichert ihn um zwei weitere Knöpfe und ein zusätzliches Schiebepad. Damit ist dieselbe Zwei-Stick-Steuerung möglich, die Spieler von den großen Konsolen kennen - Pflicht ist die Erweiterung zum Spielen von «Revelations» aber nicht. Für das Set mit «Resident Evil: Revelations» und Circle Pad werden rund 60 Euro fällig. Ohne Zubehör kostet das Spiel etwa 45 Euro.
Weitaus beschaulicher und familienfreundlicher ist «Crush 3D» von Sega. Das Rätsel-Jump'n'Run macht sich die 3D-Fähigkeit des 3DS auf kreative Weise zunutze. Durch den rechtzeitigen Wechsel zwischen den Dimensionen werden vermeintlich unüberwindliche Hindernisse passierbar. Eine Plattform, die in 3D-Ansicht noch in weiter Ferne lag, liegt so auf einmal flach vor dem Spieler. So muss stets die Übersicht bewahrt und die Umgebung geschickt ausgenutzt werden.
Die Handlung von «Crush 3D» erinnert auf den ersten Blick ein wenig an den Film «Inception»: Held Danny ist nach einem misslungenen Experiment in seinem Unterbewusstsein gefangen und versucht verzweifelt, aus den eigenen Traumwelten zu entkommen. Mehr als 50 Level voller Dimensionswechsel sind dafür zu bewältigen. Ab dem 13. Januar soll das ungewöhnliche Rätselspiel für etwa 42 Euro in den Läden stehen.
Auch iPad und iPhone werden zu Jahresbeginn mit neuem Spielefutter versorgt: Die erfolgreiche US-Serie «Law & Order» bekommt eine Adventure-Umsetzung. Bei «Law & Order: Legacies» dürfen Fans selbst in die Ermittlungen einsteigen, werden dabei aber von den bekannten Gesichtern der Serie unterstützt. In der ersten von insgesamt sieben kommenden Episoden untersuchen Rey Curtis und Olivia Benson den Mord an einem Zimmermädchen in einem Fünfsternehotel.
Der Spieler begleitet alle Schritte der Ermittlungen, von der Spurensuche über die Täterjagd bis hin zur finalen Verhandlung im Gerichtssaal. «Law & Order» verläuft nicht linear - ob der Mörder gefunden und verurteilt wird oder doch ungeschoren davon kommt, liegt in der Hand des Spielers. Die Verbrecherjagd erscheint bei Telltale Games und ist auf Englisch und für 2,39 Euro pro Folge im App Store erhältlich.
Spieler ohne Zeit für langwierige Entwicklungen werden bei der «3D Game Collection» von Purple Hills fündig. Wie der Titel verrät, handelt es sich dabei um eine Spielesammlung, die gleich 55 Titel auf einem 3DS-Modul vereint. Dazu gehören klassische Karten- und Brettspiele, aber auch Logikspielereien wie Sudoku oder Minesweeper. Das Ganze wird wie auf dem 3DS üblich in 3D serviert - der Nutzen einer zusätzlichen Dimension dürfte sich bei Spielen wie Solitaire aber in Grenzen halten. Der bunte Spielereigen erscheint am 31. Januar und ist für rund 28 Euro zu haben.
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