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Ein Foto von Dominik Brunner auf seinem Grab. Er wurde im vergangenen Herbst von Jugendlichen zu Tode geprügelt, als er sich schützend vor vier Schüler stellte (Archivbild).

Plädoyers im Brunner-Prozess

24. August 2010 09:54 Uhr

München (dpa) Im Prozess um den gewaltsamen Tod von Dominik Brunner wollen Staatsanwaltschaft und Verteidigung heute ihre Plädoyers halten. Die Angeklagten Markus S. (19) und Sebastian L. (18) müssen sich seit Juli wegen Mordes vor dem Landgericht München I verantworten.

Brunner war am 12. September 2009 nach Schlägen und Tritten der mutmaßlichen Täter gestorben. Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft Rache dafür, dass sich der 50-Jährige am S-Bahnhof Solln schützend vor vier Schüler gestellt hatte, von denen die Angeklagten Geld wollten.

Insgesamt wurden an elf Prozesstagen mehr als 50 Zeugen und mehrere Sachverständige gehört. Brunner starb demnach nicht direkt an seinen Verletzungen durch die Tritte und Schläge, sondern an einer Herzerkrankung. Der Manager schlug - zur Abwehr eines möglichen Angriffs - als Erster zu.

Trotzdem sah die Staatsanwaltschaft in der Tat Mord: Wer gegen den Kopf eines Opfers trete, müsse mit dessen Tod rechnen. Mindestens Markus S. soll Brunner gegen den Kopf getreten haben, als der Manager schon verletzt am Boden lag.


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