Bundesregierung macht bei Karstadt-Einigung Druck
28. August 2010 14:50 Uhr
Düsseldorf (dpa) Wenige Tage vor Ablauf der Frist für die Karstadt-Einigung macht die Bundesregierung Druck auf die Beteiligten, schließt aber eine Beteiligung des Staates weiter aus.
«Vermieter und Mieter müssen jetzt ihre Hausaufgaben machen und sich einigen. Das ist deren Verantwortung», sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) der «WirtschaftsWoche». Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und das Vermieterkonsortium Highstreet dürften nicht weiter die Nerven der Mitarbeiter strapazieren, sondern müssten zu einem «soliden Deal» kommen. «Der Staat kann und wird nicht Teil dieses Deals sein», betonte Brüderle.
Nach Informationen des Magazins erwägt der neue nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD), bei den beteiligten Banken zu intervenieren. Investor Berggruen hatte mehrfach die Politik um Vermittlung gebeten.
Im Ringen um die Karstadt-Rettung hat Berggruen bereits Anfang Juni einen Kaufvertrag für die insolvente Warenhauskette unterzeichnet. Damit der Kaufvertrag gültig wird, muss er sich jedoch bis zum Donnerstag kommender Woche mit dem Vermieterkonsortium Highstreet über die von ihm geforderten Mietsenkungen für die Warenhäuser geeinigt haben. Hinter dem Konsortium stehen unter anderem die US-Investmentbank Goldman Sachs und die Deutsche Bank.
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