17. Januar 2012 18:30 Uhr

: Extra: Verwandte von Titanic-Opfer überleben Unglück

Rom - Zwei der überlebenden Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia» schlottern die Knie nach ihrer Rettung ganz besonders. Zu sehr wurden Valentina Capuano, 30, und ihr Bruder an das Schicksal ihres Großonkels erinnert. Er starb vor knapp hundert Jahren beim Untergang der Titanic.

«Es war, also ob sich diese Geschichte wiederholt», sagte Capuano. «Es war furchtbar. Ich bin immer noch erschüttert. Der Gedanke daran, was passiert ist, bleibt schmerzhaft. Ich habe Herzklopfen und bin sehr aufgeregt.»

Die Geschwister Capuano befanden sich mit zwei Freunden an Bord der «Costa Concordia», als der Luxuskreuzer am Freitag nahe der Insel Giglio auf Felsen lief, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag. Nach ihrer Rettung erinnerten sie sich wieder an die Geschichten, die ihre Großmutter Maria immer erzählt hatte. Deren Bruder Giovanni war im Alter von 25 Jahren auf der Suche nach Arbeit nach London ausgewandert. Dort fand er einen Job als Kellner auf der Titanic und war eines der mehr als 1500 Todesopfer.



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Kardinäle gegen Öffnung der Kirche für Geschiedene

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Widerstand gegen Sonderstatus für Ostukraine

Kiew/Moskau - Gegen den überraschend beschlossenen Sonderstatus für die Ostukraine wächst der Widerstand in Kiew. Ministerpräsident Arseni Jazenjuk sagte bei einer Kabinettssitzung, seine Regierung werde die selbst ernannten «Volksrepubliken» Donezk und Lugansk nicht anerkennen.

Schotten fiebern Abstimmung über Unabhängigkeit entgegen

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Acht Jahre nach Militärputsch Wahlen auf Fidschi-Inseln

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Hintergrund: Die russische Sojus

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Studie: Kommunen planen höhere Steuern und Gebühren

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