23. September 2011 15:51 Uhr

: Zugausfall auch bei der RB 44

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Drei Worte: "Zug fällt aus". 

Von Michael Klein

Nachdem seit dem Ende der Sommerferien vermehrt Züge der Nordwestbahn auf der Linie RB 45 ("Der Coesfelder") ausgefallen sind, kam es nun auch auf der Linie RB 44 ("Der Oberhausener") zu Problemen. Zudem sei das Platzangebot bei dem RE 14 ("Der Borkener") sehr beengt. Das Unternehmen entschuldigt dies mit Personalsorgen.

Nachdem in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien Hunderte Schulkinder und Pendler aus Dorsten wegen ausgefallener Züge auf der Strecke der RB 45 ("Der Coesfelder") mehrfach zu spät zur Schule oder zur Arbeit gekommen sind, waren nun auch die Fahrgäste der RB 44 ("Der Oberhausener") betroffen. Der Dorstener Thomas Bulla beschwert sich in einem Leserbrief, dass der Zug von Dorsten Richtung Oberhausen in den vergangenen Tagen mindestens zweimal ausgefallen sei. "Meine Frau fährt mit diesem Zug immer zur Arbeit", schreibt er. Doch sowohl am Donnerstag vergangener Woche als auch am Mittwoch hätte sie mit den anderen Fahrgästen vergebens auf dem Bahnsteig auf den Zug der Nordwestbahn gewartet.Erbost über das Verkehrsunternehmen ist auch der Dorstener Uwe Shallal, der als Pendler den RE 14 ("Der Borkener") zwischen Dorsten und Essen benutzt. "Zum Feierabend ist der Zug um 17.31 Uhr von Essen nach Dorsten so überfüllt, dass ich selten die Möglichkeit habe, dort zuzusteigen", schreibt er uns.Denn auf dieser Strecke werde seit mehreren Wochen regelmäßig nur noch ein Triebwagen eingesetzt."Und das, obwohl in der Vergangenheit selbst bei zwei Triebwagen kaum ein Sitzplatz frei war." Abgesehen von der "dicken Luft", die in den Abteilen sprichwörtlich herrsche, sei der Zustand auch gefährlich: "Wenn man bedenkt, was passieren kann, wenn da jemand mal die Notbremse ziehen muss."Sehr dünne PersonaldeckeKathrin Hofmann, Pressesprecherin der Nordwestbahn, erklärt: "Damit sind unsere derzeitigen Problemfälle exemplarisch aufgeführt." Auf Grund der sehr dünnen Personaldecke, noch weiter angespannt durch Urlaub und Krankheit, konnte das Unternehmen "keinen Ersatz stellen" - und musste somit den "Oberhausener" ausfallen lassen. Zweites Problem seien die neuen Fahrzeuge, die viel häufiger in die Werkstatt müssten als geplant. "Deswegen stehen auf der Strecke von und nach Essen derzeit nicht alle Triebwagen zur Verfügung."Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als Auftraggeber führt derzeit Gespräche mit der Nordwestbahn. "Es muss zumindest gesichert sein, dass bei Zugausfall Busse als Ersatzverkehr eingesetzt werden", so VRR-Pressesprecherin Sabine Tkatzik. Ansonsten sei vertraglich geregelt: "Bei Zugausfall bekommt die Nordwestbahn kein Geld von uns und bei technischen Schwierigkeiten reduzieren wir die Zahlungen an das Unternehmen." Mit dem Personalmangel hätten derzeit aber alle Anbieter auf dem Markt zu kämpfen.
Quelle: Dorstener Zeitung


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