23. Februar 2011 11:15 Uhr

: Hilfe für Kranke in Uganda

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Die "Aktion Kleiner Prinz" und die SCSU unterstützen ein Gesundheitsprojekt im Westen Ugandas. Schwerpunkte dieses Vorhabens sind Erkennung und Bekämpfung der Malaria sowie HIV/Aids-Prophylaxe.Foto:  

Warendorf - Einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten setzt die "Aktion Kleiner Prinz" inzwischen in Afrika, Über ein Projekt, durch das in Namibia in den Slums Kinder betreut werden, ist jüngst berichtet worden. In Goma (Demokratische Republik Kongo) steht eine Kinderkrankenstation, die dem Bethesda Hospital angegliedert werden soll, kurz vor ihrer Vollendung. Planung, Durchführung und Verwendung der Mittel wurden und werden von der örtlichen Baptistengemeine verantwortet.

Dr. med. Berndt Otte aus Wipperfürth betreut das Projekt durch Besuche vor Ort. Im Westen Ugandas wirkt Elvira Pöhland verantwortlich für die Organisation: Soma Child Support Uganda (SCSU). Die Zusammenarbeit mit Pöhland hat 2009 in kleinem Maßstab dadurch begonnen, dass die "Aktion Kleiner Prinz" die Anschaffung von Moskitonetzen und Antimalariamedikamenten im Wert von 10 000 Euro finanziert hat. Nun wird die "Aktion Kleiner Prinz" mit SCSU ein nachhaltiges Gesundheitsprojekt im Dorf Nyamirima im Westen Ugandas in Angriff nehmen. Schwerpunkte dieses Vorhabens sind Erkennung und Bekämpfung der Malaria, HIV/Aids Prophylaxe und Tests, Schwangerschaftsvor- und -nachsorge sowie Familienplanung. Diese Hilfe gilt einer bitterarmen ländlichen Bevölkerung ,die durch Analphabetismus, fehlende Bildung, und frühe Schwangerschaften "geschlagen ist" (Mädchen bekommen häufig mit 14 Jahren ihr erstes Kind, mit 20 müssen oft schon drei oder vier Kinder versorgen). Ein staatliches Gesundheitswesen existiert nur in Ansätzen, schreibt die Aktion Kleiner Prinz. Medikamente und andere Hilfsmittel verschwinden aus den öffentlichen Krankenhäusern und werden, wie Pöhland berichtet, von Krankenhausschwestern in kleinen Privatapotheken verkauft oder in sogenannten Privatkliniken von im Glücksfall ausgebildeten Menschen eingesetzt. Ein Glück, dass Pöhland sich bei ihrer Arbeit auf dörfliche Gesundheitsteams stützen kann, die sich zusammensetzen aus den ganz normalen Familien des Dorfes und z. B. geholfen haben bei der Ausgabe der Moskitonetze und der Medikamente Diese im Rahmen ihres Dorfes sozial engagierten Menschen sollen durch SCSU u.a. auch für die Durchführung von Tests und Familienplanungsmaßnahmen ausgebildet werden, betont die "Aktion Kleiner Prinz". Dass auch die Arbeit mit diesen Teams nicht unbedingt immer unproblematisch ist, zeigt eine Passage aus dem Bericht, den Pöhland jüngst der "Aktion Kleiner Prinz" zugeschickt hat. Darin heißt es: "Rutoma war das erste Dorf im Subcounty, das mit Moskitonetzen und Antimalariamedikamenten versorgt wurde. Leider hat uns das VHT (englische Abkürzung für das Gesundheitsteam) nie einen Bericht übergeben und nur nach mehr Arznei gefragt. Wir werden vorerst von einer Zusammenarbeit mit diesem VHT Rutoma absehen." Die "Aktion Kleiner Prinz" schätzt sich glücklich, eine solche Vertrauensperson vor Ort zu haben. Was leistet die "Aktion Kleiner Prinz" nun konkret in Nyamirima? Es werden finanziert: Der Bau eines Brunnens mit einer Handpumpe, denn gutes Wasser ist Voraussetzung jeder Gesundheitsvorsorge, Testsubstanzen und -Geräte, der Transport der Schwangeren zu einer ärztlichen Schwangerschaftsvor- und - nachsorge, Lehrmaterial zur Familienplanung und Mittel zur Verhütung und ein Gerät zur Erkennung von Diabetes. "Wir fühlen uns besser und haben wieder Hoffnung, über unsere Zukunft nachzudenken. Ich würde ihnen gerne Fotos von lächelnden Kindern schicken, und alle sagen Danke", schreibt Dr. Bose, Direktor des Hospitals in Goma, in einem bewegenden Brief. Der Vorstand der "Aktion Kleiner Prinz" fühlt sich durch solche Signale in seiner Arbeit z ermutigt und hofft auf weitere Unterstützung durch Mitgliedschaften und durch Sach- und Geldspenden.
Quelle: Westfälische Nachrichten


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