Gesundheit
Schnelle Hilfe bei Sportverletzungen

Eine Wurzel, über die man stolpert oder ein Fehltritt, der beim Laufen für einen Sturz sorgt Sportverletzungen sind alles andere als selten. Oftmals sind die Gründe für solch ein Unglück aber nicht nur Pech.

Auch übertriebener Ehrgeiz, ein schlechter Trainingszustand oder ungenügendes Aufwärmen können Ursachen sein. Zu hastig wird in den Sport eingestiegen, oftmals direkt nach der Arbeit sich aufs Laufband oder Fahrrad geschwungen. Besser ist es jedoch, sich bewusst auf die sportliche Betätigung vorzubereiten und die Aktivität in Ruhe anzugehen. Passiert dann doch mal ein Unglück, sollte nicht nach dem Motto "Das wird schon wieder" verfahren werden - denn selbst bei kleinen Verletzungen kann sich die Heilung extrem verlängern, wenn man dem Körper nicht entsprechende Ruhe gönnt. Die PECH-Regel Nach Sportverletzungen ist eine Akutbehandlung obligatorisch. Ansonsten kann es schneller als gedacht zu Komplikationen sowie einer Verzögerung der Heilung kommen. Die erste Hilfe nach einer Sportverletzung ist dabei ganz einfach: Pause, Eis, Compression und Hochlagern - die PECH-Regel. Pause Nach einer Sportverletzung rentiert es sich nicht, einfach die Zähne zusammen zu beißen und weiterzumachen. Ganz im Gegenteil: Oftmals drohen so nur Verschlimmerungen der bereits vorhandenen Beschwerden. In der Folge ist zudem mit einer deutlich verzögerten Heilungsphase zu rechnen. Stattdessen sollten die betroffenen und verletzten Körperteile erst dann wieder belastet werden, wenn auch im Ruhezustand kein Schmerz mehr besteht. Es lohnt sich auch, auf andere Sportarten umzusteigen, welche die verletzten Körperstellen nicht belasten. Fahrradfahren und Schwimmen bieten hier gute Alternativen. Denn eine frühzeitige Aktivierung der Körperregionen durch erhöhte Durchblutung, aber ohne starke Belastung kann den Heilungsprozess insgesamt sogar beschleunigen. Eis Besonders wichtig ist es, direkt nach der Verletzung die betroffene Stelle zu kühlen. Dies bewirkt eine Verengung der Blutgefäße, sodass automatisch weniger Flüssigkeit in das Gewebe geraten kann - so bleibt die Schwellung gering. Auch kann durch eine schnelle Kühlung die Entzündungsreaktion stark gehemmt werden. Blutergüsse breiten sich so nicht aus, und auch der Schmerz bleibt leichter zu ertragen. Wichtig ist es hier, dass zwar so oft wie möglich gekühlt wird, die Kühlungsphase selbst allerdings stets nur maximal zehn Minuten andauert. Dauert die Kühlung länger, kann es zu einer reflektorischen Weitung der Gefäße kommen, einer Mehrdurchblutung. Neben Eisspray und Eiswürfeln helfen auch schmerlindernde Cremes mit einem kühlenden Effekt dabei, leichte Verletzungen sofort zu behandeln. Bei leichten Zerrungen sowie Prellungen empfiehlt sich außerdem das klassische Voltaren Schmerzgel, welches rezeptfrei bei Mycare.de erhältlich ist. Compression Da bei jeder Verletzung kleinere Blutgefäße schlichtweg zerreißen, entsteht oftmals ein unschöner Bluterguss oder auch "Blauer Fleck". Ein starkes Anschwellen kann hier vermieden werden, wenn entsprechender Druck von außen zugeführt wird. Optimal ist ein elastischer Bindeverband, welcher unter leichter Spannung um die Verletzung herumgewickelt wird. So kann auch der Schmerz gelindert werden. In der Akutphase sollte der leichte Druckverband am besten direkt mit Kühlungsgels kombiniert werden. Hochlagern Werden verletzte Körperstellen hoch gelagert, wo kann dies ebenfalls zu einer Verringerung von Schwellungen und Blutungen beitragen. Denn austretende Flüssigkeiten können so direkt über die Lymphbahnen wieder aufgenommen und innerhalb des Körpers abtransportiert werden. Die verletzten Körperregionen sollten wenn möglich eben, aber über der eigenen Herzhöhe gelagert werden.