Arminia Bielefeld auf Twitter & Facebook

Unser Service... Alle Arminia-Artikel exklusiv auf Facebook

Vor der Saison
Abgänge und Zugänge bei Arminia Bielefeld: Der Kadercheck

Arminia Bielefeld 2018/2019. (Foto: dpa)
1

Bielefeld – In etwas mehr als anderthalb Wochen geht sie wieder los: die 2. Bundesliga. Grund genug, sich die bisherige Transferbilanz von Arminia Bielefeld etwas genauer anzuschauen. Was bedeuten die Abgänge? Wie präsentieren sie sich die Neuzugänge? Wie sieht's aus mit der Startelf-Tauglichkeit? Fabian Beckmann schaut hin. 

Die Abgänge:

Auf Seiten der Abgänge stechen zwei Spieler besonders heraus. Konstantin Kerschbaumer konnte nach starken Leistungen nach seiner Leihe nicht gehalten werden. Die Ablöseforderungen von Brentford waren zu hoch. Besonders bitter: Er wird kommende Saison beim Ligakonkurrenten FC Ingolstadt spielen. Ein zweiter Abgang hingegen war besonders überraschend: Henri Weigelt wechselt zum AZ Alkmaar in die Eredivisie in die Niederlande. Der 20-Jährige hat dort die Möglichkeit, Europa League zu spielen. Aus Spielersicht also ein absolut nachvollziehbarer Wechsel. Aus Sicht der Arminia bitter, weil er als Eigengewächs letzte Saison an einem Stammplatz kratzte. Allerdings soll der Club mit knapp 1,2 Millionen Euro Ablöse entschädigt worden sein.

Der sportliche Stellenwert der restlichen Abgänge ist jedoch weniger hoch. Florian Dick war zwar Stammspieler, aber inzwischen auch über seinen Zenit hinaus. Menschlich und als Führungsspieler trotzdem ein Verlust. Er schließt sich wie Christoph Hemlein dem 1. FC Kaiserslautern an. Hemlein selbst kam hauptsächlich von der Bank und hatte in der letzten Saison wenig Einfluss auf die Offensive. Aufgrund seines Einsatzwillens aber immer beliebt in Bielefeld.

Weniger beliebt machte sich Nils Teixeira. Als Konkurrent für Dick erst vor einem Jahr nach Bielefeld gewechselt, konnte der Rechtsverteidiger nie überzeugen. Sein Vertrag wurde aufgelöst. Ihm trauert so wirklich keiner nach, vor allem nach den Aussagen seiner Frau auf Instagram. Ihn zieht es zum AEL Limassol nach Zypern. Ohne neues Ziel hingegen ist Publikumsliebling David Ulm. Der Mittelfeldspieler blieb in der letzten Saison schon ohne Einsatz. Verhielt sich aber im loyal und wird von den Fans daher immer noch gefeiert. Aber auch hier ist kein sportlicher Verlust zu erkennen. 

Dazu wurde noch Ersatztorwart Nikolai Rehnen an Fortuna Köln ausgeliehen. Dort soll der 20-Jährige Spielpraxis sammeln, denn hinter Stefan Ortega kommt er so schnell nicht zum Einsatz. Roberto Massimo wird noch nicht als Abgang betrachtet, da er trotz seines feststehenden Wechsels zum VfB Stuttgart in dieser Saison an die Arminia ausgeliehen ist.

Fazit: Mit den Abgängen von Kerschbaumer und Weigelt kommt ein Qualitätsverlust daher. Die anderen Abgänge sind eher menschliche als sportliche Verluste. Arminia hat es also gut geschafft, den Kader auszudünnen. Bis auf Kerschbaumer wurde kein Stammspieler abgegeben. Der Kern der erfolgreichen Mannschaft aus der vorherigen Saison bleibt also bestehen.

Die Zugänge:

Hier gilt das Motto: Jugend forscht. Fünf Spieler unter 25 wurden geholt. Jeff Saibene betont immer wieder, wie gerne er mit jungen und hungrigen Spielern zusammenarbeitet. So gesehen sollten ihm die Neuzugänge gefallen. Dazu zählt vor allem Prince Osei Owusu. Der Mittelstürmer kam ablösefrei von Hoffenheim II. Der 21-Jährige stieg schon Wochen vor dem Trainingsauftakt in sein individuelles Training ein. Machte bisher auch einen guten Eindruck, vor allem da er trotz seiner 1,90m sehr schnell ist. Er wird Druck auf Klos und Voglsammer machen wollen. Allerdings wird er wohl etwas Zeit zur Akklimatisierung in der zweiten Liga brauchen, da bisher nur Regionalliga gespielt hat.

Da kann Rechtsverteidiger Cedric Brunner deutlich mehr aufweisen. Er gewann zuletzt mit dem FC Zürich den Pokal in der Schweiz. Der 24 Jahre alte Schweizer war schon in Zürich Stammspieler und wird die Erwartung auch in der deutschen zweiten Liga haben. Aufgrund des Mangels an Rechtsverteidigern sollte ihm das gelingen.

Erstligaerfahrung hat auch Jóan Símun Edmundsson. Der spielte bereits 50 Spiele in Dänemarks erster Liga für Odense BK. Der Rechtsaußen schoss dabei zehn Tore und bereitete fünf weitere vor. Besonders am Wechsel von ihm: Er ist der erste Spieler der Faröer Inseln, der im deutschen Profifußball spielt. Der 26-Jährige macht es also seinem Trainer Saibene nach, der ebenfalls als erster Trainer seines Landes (Luxemburg) in den deutschen Profiligen arbeitet. Dabei hilft ihm auch, dass er Nationalspieler seines Landes ist. Aber die Konkurrenz auf seiner Position ist auch nicht zu unterschätzen.

Ähnlich sieht es bei Max Christiansen aus. Der zentrale Mittelfeldspieler kommt aus Ingolstadt, hat aber mit Schütz und Prietl deutlich mehr Konkurrenz auf seiner Position. Machte bisher aber auch einen guten Eindruck und wird sicherlich seine Einsatzzeiten bekommen. Hat auch schon Erstligaerfahrung mit Ingolstadt (30 Spiele).

Ein weiterer Neuzugang auf seiner Position ist Nils Seufert. Er kommt vom Absteiger Kaiserslautern und ist wie Christiansen 21 Jahre alt. Auch er wird um eine der beiden Positionen in der Zentrale kämpfen. Hier wird der Konkurrenzkampf mit am größten. Deshalb könnte sich schnell einer der beiden Zugänge auf der Tribüne wiederfinden.

Stichwort Konkurrenzkampf. Die Zentrale im Mittelfeld ist gut besetzt, aber im Sturm wird dies noch deutlicher. Dazu trägt auch der bekannteste Neue bei: Sven Schipplock. Dessen Vertrag beim HSV ist ausgelaufen und daher war er ablösefrei zu haben. Er hat 149 Bundesligaspiele absolviert und 19 Tore geschossen. Also jemand mit großer Erstligaerfahrung. Er wird sicher den Anspruch haben, von Anfang an zu spielen. Dies wird spannend zu sehen sein, weil das natürlich auch Klos, Voglsammer, Owusu und Brandy wollen. Hier wird es Saibene wohl auch immer mindestens einen Härtefall dabei haben.

Außerdem wurde als Ersatz für Nikolai Rehnen noch Philipp Klewin aus Erfurt geholt. Er wird voraussichtlich die Nr. 2 hinter Ortega werden. Für den 24 Jahre alten Torwart ist also nicht viel Spielzeit zu erwarten. 

Fazit: Auf dem Papier lesen sich die Neuzugänge wirklich. Erfahrene Spieler wie Brunner, Schipplock oder Edmundsson werden gepaart mit jungen Talenten wie Christiansen, Seufert oder Owusu. Sie steuern alle viel zum Konkurrenzkampf bei. Zum Beispiel sind die Offensive und die Mittelfeldzentrale nun tief besetzt. Das lässt viele Hoffnungen für die Saison zu. Allerdings wird sich der ein oder andere Neuzugang auch auf der Tribüne wiederfinden. Da der Club aber bisher keine Ablöse zahlen musste, fällt das Fazit Stand heute sehr positiv aus.

 


Lade Forenbeiträge...
Zurück zur Übersichtsseite

Nächstes Liga-Spiel

2. Bundesliga, 32. Spieltag
Arminia Bielefeld - SC Paderborn
Freitag, 3. Mai, 18.30 Uhr
Zweitliga-Spielplan | Arminia-Spielplan
Kader | Forum

Weitere Arminia-Termine

  -  

 

Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Heidenheim3455:451055
6Holstein3460:51949
7Bielefeld3452:50249
8Regensburg3455:54149
9St. Pauli3446:53-749

Arminia