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Nach dem Sieg gegen Darmstadt
Arminia Bielefeld: „Dreckig“ oder „souverän“?

(Foto: Grotevent)
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Bielefeld – Bei einem Spiel wie dem 1:0-Heimsieg von Arminia Bielefeld über Darmstadt 98 wird gern mal von „Grasfresserei“ und „dreckigen Sieg“ gesprochen. Alternativ könnte die Berichterstattung aber auch „nichts zugelassen“ und „Chancen effektiv genutzt“ lauten. Was trifft denn nun zu?

Trübes Wetter mit fiesem Regen an diesem Sonntag Nachmittag. Entsprechend schnelles Geläuf. Dass es kein Tici-Taca-Festival werden würde, war daher beim Anstoß schon zu ahnen. Dennoch versuchten beide Mannschaften, schnelle, flache Pässe zu spielen.

Das gelang beiden unterm Strich auch recht gut. Lediglich in der Schlussphase, als die Lilien den langen Hafer auspackten – und auspacken mussten – und Arminia lange Konterbälle spielen wollte, kam kaum noch Spielfluss zustande.

Das Kampfspiel, das sich von Anfang an entwickelte, lieferte beste Voraussetzungen für einen „dreckigen Sieg“. Hier ist festzuhalten, dass der DSC den Kampf um einiges mehr annahm als die Gäste und somit „dreckig“ siegte.

Allerdings ist auch festzuhalten, dass die einzigen effektiven Spielzüge – oder böse formuliert: die einzigen Angriffe, die nach Fußball aussahen – auf Seiten der Blauen lagen. Sei es die Torchance von Andreas Voglsammer nach 20 Minuten oder auch der Siegtreffer von Fabian Klos. Beide Szenen wurden mit Übersicht über die rechte Seite herausgespielt.

Taktisch: Souverän

Setzt man wieder den bösen Blick auf, kann man natürlich anmerken, dass der letzte Pass in die Spitze zu selten kam. Hier ist aber Darmstadt 98 zugute zu halten, dass die Mannschaft hinten geordnet stand und konzentriert auftrat. In weiten Teilen galt das auch für die schwarzweißblaue Defensive, hier aber war es doch eher der Kampf. Die Führung wurde in jedem Fall dreckig verteidigt.

Rein taktisch gibt es nichts zu rütteln: Das war souverän. Vor allem in der ersten Halbzeit stand Arminia gut. Die Blauen agierten ruhig, mit viel Ballbesitz, aus einer sichern, halbhohen Verteidigung heraus. Der Rückzug in die eigene Hälfte im zweiten Durchgang ist taktisch nachvollziehbar. 

Die Blauen wollten den Gast, der bisher wenig nach vorne anbot, mit der Führung im Rücken herauslocken. Dass diese Art zu spielen nicht wenige Tribünenbesucher nervös machte, gut, das mussten die Blauen in Kauf nehmen. Lediglich zwischen der 60. und 70. Minute wirkte das Spiel des DSC etwas unsicher. Da spielte dann doch das Glück mit. Und in der Schlussphase den Dreier zu retten, zur Eckfahne statt in den Strafraum zu gehen, Freistöße kurz zu spielen, auch das gehört dazu.

In der Zusammenfassung war es ein intensives, aber kein schönes Spiel. Arminia hat gekämpft, Arminia hat Gras gefressen. Aber Arminia hat ihre wenigen Chancen effektiv genutzt. Das alleine macht noch keine Souveränität. Die taktische Disziplin schon. Und auch das Bewusstsein, sich wieder auf die eigene Effektivität und das eigene Glück verlassen zu können.

Und das sind nicht nur an sich schöne Erkenntnisse. Sie wiegen auch die Dreckfresserei auf. Souverän gewonnen!

 


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27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8Regensburg2638:38037
9Bochum2637:39-234
10Bielefeld2638:41-334
11Aue2633:35-232
12Darmstadt2637:45-832

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