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DFB-Pokal
Arminia Bielefeld unterliegt MSV Duisburg: Keine Zeit für Helden

(Foto: Grotevent)
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Bielefeld – Das Pokalspiel gegen Duisburg war die Chance für die Spieler von Arminia Bielefeld, wieder zu Helden zu werden, sich den Frust von der Seele zu spielen und auch der in letzter Zeit arg enttäuschten Anhängerschaft etwas zu geben. Die Chance wurde auf schlimme Weise liegen gelassen. Es ist nicht die Zeit für Helden. Weder während des Pokalabends noch in Zukunft.

Was hätte sein können? Ein Flutlichtabend im Pokal, kein Schielen nach Tabellen, Punkten und Krisen. Eine befreit aufspielende Mannschaft, die erstmal nichts zu verlieren hat – Einnahmen durch den Pokal tun im Spiel nichts zur Sache. Sie hätten tapfer fighten, ins Spiel kommen, Tore schießen, gewinnen, den ganzen Ballast der vorherigen Pflichtspielniederlagen abwerfen, mit der erleichterten Anhängerschaft „Der DSC ist wieder da“ singen und die nächsten Aufgaben mit ordentlichem Schwung angehen können.

Und die Blauen gingen auch mit viel Schwung ins Spiel. Die Angriffe waren spielerisch nicht bis ins letzte Detail elegant, aber Wille und Zug waren drin. Dann kommt in der Defensive ein Zuordnungsproblem, das 0:1 fällt und das Team ist völlig verunsichert. Die Spieler sind völlig ohne Konzept, rennen „naiv“ (Jeff Saibene) in zwei Konter, die erste dicke Chance des Spiels haben sie in der 68. Minute, als Prince Osei Owusu das Gestänge trifft. Am Ende singt der Gästeblock „Der MSV ist wieder da“. Die Arminen stellen sich der Südtribüne, erst zögerlich, dann kommen sie an den Zaun. Um sich zu entschuldigen, wie Fabian Klos später zu Protokoll gab.

Sang- und klanglos

Allein für sich betrachtet, trifft die Floskel „sang- und klanglos verloren“ auf das Pokalspiel zu. Diese Redeweise ist eine Umschreibung für „kläglich, unauffällig, ohne großes Aufsehen“. Kläglich waren die Angriffsbemühungen der Blauen. Unauffällig war jeder einzelne Spieler. Und das Pokal-Aus vollzog sich ohne großes Aufsehen. Duisburg geht in Führung und knippst die verunsicherten Blauen durch zwei weitere Konter aus. Und fertig. Die zweite Halbzeit hätten sich die Aktiven komplett sparen können.

Die Ursachen der bisherigen Durststrecke sind mehrfach umrissen worden, auch hier: Fehler in der Defensive, kreative Mängel im Spiel nach vorne, vielleicht die häufige Rotation, vielleicht die Systemwechsel. Seit Mittwoch Abend, als Arminia nach Rückstand den Faden verlor und drei Tore vom nicht unbedingt für Offensiv-Feuerwerke berühmten MSV kassierte, ist klar: Auch in den Köpfen der Spieler ist die Krise angekommen.

Übrigens gilt das nicht für den Anhang. Natürlich brachte das Publikum seinen Unmut zum Ausdruck und natürlich war auch jede Menge Zynismus unterwegs, etwa als die Zuschauer in das „Oh, wie ist das schön“ der mitgereisten Duisburger einstimmte. Während der zweiten Hälfte feuerte die Südtribüne die unterlegene Arminia weiter tapfer mit Sang und Klang an.

Was muss jetzt passieren?

Die Phrase „Sang- und klanglos“ kommt aus dem Bestatterwesen. Sie bezeichnet eine stille, anonyme Beisetzung ohne Gesänge eines Requiems - „Sang“ - und ohne das Läuten einer Totenglocke - „Klang“. Es ist nun an Arminia, diesen metaphorischen Abgang zu verhindern. Jeff Saibene sagte auf der Pressekonferenz: „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als eine Reaktion zu zeigen“.

Es war am Mittwoch Abend keine Zeit für Helden. Weil es keine Helden gab. Es ist auch in der unmittelbaren Zukunft keine Zeit für Helden. Wieder Jeff Saibene auf der Pressekonferenz: „Wir brauchen „Typen, Männer auf dem Platz“ - zu ergänzen: „Köpfe“. Spieler, die den Ballast abwerfen. Spieler, die tapfer fighten, ins Spiel kommen, Tore schießen und dann mit der erleichterten Anhängerschaft „Der DSC ist wieder da“ singen und die nächsten Aufgaben mit ordentlichem Schwung angehen können. Und dann, erst dann, wieder Helden werden.

Gegen den FC St. Pauli gibt es am Sonntag die nächste Gelegenheit.

 


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34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Heidenheim3455:451055
6Holstein3460:51949
7Bielefeld3452:50249
8Regensburg3455:54149
9St. Pauli3446:53-749

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