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Niederlage im DFB-Pokal
Arminia ernüchtert: MSV Duisburg kommt gnadenlos effektiv zum 3:0-Sieg

Der Torschütze John Verhoek (r) aus Duisburg feiert seinen Treffer zum 0:1 mit seinen Teamkollegen. (Foto: dpa)
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Bielefeld – Es gibt ja so Abende, die man einfach vergessen kann. Arminia Bielefeld erlebte so einen am Mittwochabend. Gegen Zweitliga-Kellerkind MSV Duisburg kassierte die Arminia eine richtig böse Pokal-Niederlage. Das Achtelfinale findet nach der 0:3-Niederlage ohne Bielefelder Beteiligung statt.

Vier Zweitliga-Niederlagen in Folge haben bei Arminia Bielefeld Spuren hinterlassen. Und zwar tiefe. Wer daran noch zweifelte, durfte sich schon nach der ersten Hälfte widerlegt sehen. Da lag Bielefeld nämlich mit 0:3 hinten - eine (zu) schwere Hypothek für die zweite Hälfte. 

Trotz aller Bemühungen reichte es nicht mehr für eine Aufholjagd. Arminia kassierte nach vier Niederlagen in der 2. Liga die fünfte Niederlage eben im Pokal. Das Achtelfinale findet folgerichtig ohne Bielefelder Beteiligung statt. 

Aber der Reihe nach. Drei Wechsel gab es im Bielefelder Team im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Aue - Clauss, Börner und Christiansen rückten in die Mannschaft. Und die Fans auf der Alm sahen zumindest erste gute Ansätze in der Frühphase des Spiels. Edmundsson war nach drei Minuten mal so frei, aus der Distanz abzuschließen. Das war harmlos, aber immerhin ein Lebenszeichen. 

Etwas gefährlicher war da schon der Freistoß von Hartherz. Aus dem Halbfeld vor das Tor gezogen, leicht abgefälscht zur Ecke - aber die versandete dann irgendwie... harmlos. Das war es aber schon.

Der MSV wirkte grifffer, insgesamt etwas aggressiver. Die Gäste machten auch keinen großen Stress, als Lukas Fröde im Bielefelder Strafraum etwas unsanft angegangen wurde. Kein Elfmeter, nein, dafür war es auch zu wenig. Aber Duisburg machte es ja besser. 

Freistoß von Engin, in der Mitte stand Verhoek perfekt und weil das so gut passte, war der Ball drin. 0:1 nach 12 Minuten. Viel schlimmer konnte es aus Bielefelder Sicht kaum kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt jedenfalls. 

Leichte Chancen hatte die Aminia ja durchaus. Nach dem 0:1 bekam das Team von Jeff Saibene endlich etwas mehr Zugriff auf das Spiel. Und kam dann auch zu Szenen. Beispiel? Hereingabe von rechts beförderte Gerrit Nauber gerade noch vor Fabian Klos aus dem Strafraum. Das war eine Schrecksekunde für die Gäste. Und Bielefeld setzte nach: Hartherz mit toller Flanke, aber Massimo zögerte einfach zu lange mit dem Abschluss. Statt den Ball volley zu nehmen, versuchte er es mit Ballkontrolle. Und dann war es zu spät.

Das Problem: Das war es schon wieder mit der BIelefelder Herrlichkeit. Nach 37 Minuten steuerte der MSV schon auf das eigentlich sichere 2:0 zu - jedenfalls startete er einen Konter mit vier "Roten" gegen einen "Blauen". Aber weil der MSV diese Szene wirklich grauenvoll schlecht ausspielte, endete das glimpflich. Aber nur für kurz. 

Nach 39 Minuten bekam Fabian Schnellhardt einfach zu viel Platz an der Strafraumgrenze - und traf zum 2:0! Edmundssons Freistoß auf der Gegenseite war dann eine Minute später viel zu schwach. 

Apropos schwach: Dass Duisburg noch kurz vor der Pause das 3:0 erzielte, war sowohl in Entstehung wie Vollendung fast peinlich. So locker durfte Oliverira Souza da die Abwehr der Gastgeber austanzen - und treffen. Ein Nackenschlag nur Sekunden vor der Pause. 

 

Jeff Saibene reagierte zur Pause, brachte Owusu für Massimo. Und natürlich war Bielefeld nun etwas wacher. Das zahlte sich schon nach zwei Minuten (fast) aus. Fabian Klos scheiterte per Kopf aus Kurzdistanz am glänzende reagierenden Torwart Mesenhöler. Das war knapper als alles zuvor. Aber eben kein Tor. Dabei wäre ein schnelles Tor so wichtig gewesen. Es hätte noch einmal neuen Mut gemacht. 

Die bessere Phase der Gastgeber war stattdessen aus Sicht der Arminia leider zu schnell wieder beendet. Es folgte eine eher lange Leerlauf-Phase ohne große Szenen. Die nächste berichtenswerte Szene stammte dann schon aus der 64. Minute. Da scheiterte Duisburgs Tashchy (kam nach 56 Minuten für den Torschützen Verhoek) - und machte eben nicht das 4:0 für die Gäste. 

Aber dann! Nach 68 Minuten knallte es laut durchs Stadion. Owusu bekam im Strafraum den Ball, drehte sich schnell und donnerte den Ball an die Latte. Aber wie das so ist an diesen Tagen: Drin war er nicht, stattdessen sprang der Ball wieder ins Feld. Das wäre vielleicht doch noch der Start für eine richtig aggressive Schlussphase geworden. 

Die letzten Weckrufe der Bielelder Fans unter den 19.143 Zuschauern brachten auch kein Leben mehr ins Spiel der Arminia. Immerhin verzichtete das wahrlich geprüfte Publikum zu diesem Zeitpunkt auf Pfiffe gegen das eigene Team - auch nicht selbstverständlich in dieser Phase. Erst als die Duisburger Fans den alten Gassenhauer "Oh, wie ist das schön" anstimmten, schlug die Stimmung auf den Rängen etwas um. 

Duisburg schaukelte die Partie bis zum Abpfiff mehr oder weniger locker runter. Arminias wenige Versuche waren am Ende untauglich und aus den vorhandenen Chancen machten die Gastgeber eben keine Tore. Edmundsson setzte nach 84 Minuten noch einen Distanzschuss an - aber auch der flatterte weit am Tor vorbei. Insgesamt war das zu wenig und zu einfallslos. 

Am Sonntag kommt der FC St. Pauli. Da wird es dann um wichtige Punkte in der 2. Bundesliga gehen.


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Tabelle

17. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
11Dresden1620:23-322
12Aue1620:21-118
13Bielefeld1721:26-518
14Darmstadt1619:25-618
15Duisburg1715:30-1513

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