Arminia Bielefeld auf Twitter & Facebook

Unser Service... Alle Arminia-Artikel exklusiv auf Facebook

Ein (vorläufiges) Fazit
Ein Jahr Jeff Saibene – Richtiger Mann am fast richtigen Ort

Jeff Saibene. (Foto: dpa)
1

Bielefeld – Am 20. März 2017 übernahm Jeff Saibene eine absteigende Arminia. 52 Punkte später ist der DSC Fünfter der Zweiten Liga. Jan-Hendrik Grotevent blickt auf das Jahr zurück – und auf die Möglichkeiten und Grenzen einer gemeinsamen Zukunft.  

In Bielefeld gehört Saibene schon jetzt zu den erfolgreicheren Trainern der Vereinsgeschichte. Zur Verdeutlichung ein Blick zurück auf die letzten zehn Jahre des DSC: In drei Spielklassen hatten die Blauen insgesamt zehn Trainer, die Interimslösungen Jörg Berger, Detlev Dammeier und Carsten Rump nicht mitgezählt. Von den zehn Trainern waren nur Michael Frontzeck (53 Spiele), Norbert Meier (97) und Stefan Krämer (103) in mehr Pflichtspielen an der Seitenlinie als Jeff Saibene schon jetzt (37).

Auch die Punkteausbeute spricht für den Luxemburger. 52 Punkte spielten die Blauen bisher unter seiner Regie ein. Lediglich Krämer und Meier haben höhere Ausbeuten (186 bzw. 156 Punkte). Auch in der relativen Punkteausbeute – den Punkten pro Spiel – sind Krämer (1,81 Punkte pro Spiel) und Meier (1,61) die einzigen, die noch vor Saibene (1,41) stehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Krämer und Meier die Dritte Liga in ihrer Vita haben, in der die Punkteausbeute des DSC grundsätzlich höher war als in der Zweiten Liga und außerdem eine deutlich längere Amtszeit hatten.

Jeff Saibene ist also schon jetzt der am viertlängsten amtierende und der dritterfolgreichste Cheftrainer von Arminia Bielefeld in den letzten zehn Jahren. Eine zumindest für Saibene persönlich folgerichtige Entwicklung, wenn man seine Zeit in der Schweiz mit berücksichtigt.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr

Mag es bei Stefan Krämer die Begeisterungsfähigkeit und die Spielfreude, bei Norbert Meier das Konzentrieren und auch das Understatement gewesen sein – bei Jeff Saibene ist es das taktische Kalkül und das effektive Arbeiten mit der Mannschaft. Etwa drei Wochen brauchte der Luxemburger vor Jahresfrist, um eine taktisch und mental eher hilflose Arminia auf Linie zu bringen – und zwar auf seine Linie. In kurzer Zeit setzte er seine eigenen Vorstellungen von Strategie und Spielweise durch. Der Erfolg ist bekannt, Arminia hielt die Klasse. In der aktuellen Saison spielt Arminia einen ansehnlichen Fußball, mit 38 Punkten stehen die Blauen auf Platz Fünf.

Zur Arbeit des Jeff Saibene gehört auch der Mut zum Risiko, gerade wenn es um eingefahrene Strukturen geht. Über das „benching“ von Fabian Klos zu Beginn der Saison wurde heftig und emotionale diskutiert, ebenso über die Nichtberücksichtigung einzelner Spieler als disziplinarische Maßnahme. Gegenwärtig wird darüber debattiert, dass Publikumslieblinge wie Florian Dick und Christoph Hemlein wohl keine Perspektive mehr bei Arminia haben. Die Ergebnisse gaben Jeff Saibene recht – um alte Strukturen zu optimieren, ist es notwendig, diese aufzubrechen und neue Strukturen zu entwickeln.

Darüber hinaus führte der Luxemburger den DSC zu mentaler Stärke. Die Mannschaft weiß, dass sie mit den eigenen Fähigkeiten überzeugen und punkten kann. Das zeigen etwa die beiden Spiele gegen Nürnberg. Und fast noch mehr zeigen das Spiele, in denen die Mannschaft das vergaß, wie das 0:4 gegen Duisburg oder die letzten beiden Spiele vor der Winterpause.

Jeff Saibene trifft den Nerv der Spieler. Er weiß sie einzusetzen und zu motivieren, wenn nötig, auch zu disziplinieren. Und er hat den Elan, die Mannschaft weiter zu entwickeln.

Vertrauensvorschuss bei den Fans

Das Klischee besagt, dass Ostwestfalen etwas länger bräuchten, um mit etwas oder jemandem warm zu werden. Bei den sportlichen Übungsleitern ihres bekanntesten Fußballclubs ist das nicht anders. Und auch hier sticht Jeff Saibene positiv heraus. Er schaffte es in Rekordzeit, die Stur-Hartnäckig-Kämpferischen von sich zu überzeugen. In den sozialen Medien finden sich Sympathiebekundungen, Anerkennung seiner Arbeit und vor allem eins: Vertrauen. Selbst bei den eben genannten unpopulären Entscheidung ist oft „Jeff weiß, was er tut.“ zu lesen.

Die Entwicklung, die Jeff Saibene sportlich angestoßen hat, sorgt für Hoffnungen und vermittelt den Fans mehr Zuversicht, als sie in den letzten Jahren hatten. Und das will etwas heißen in Ostwestfalen-Lippe.

Weiter auf Seite 2

 


Lade Forenbeiträge...
Zurück zur Übersichtsseite

Nächstes Liga-Spiel

2. Bundesliga, 7. Spieltag
Darmstadt 98 - Arminia Bielefeld
Dienstag, 25. September, 18.30 Uhr
Zweitliga-Spielplan | Arminia-Spielplan
Kader | Forum

Weitere Arminia-Termine

  Derzeit keine Termine  

 

Tabelle

7. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8Dresden69:729
9Holstein69:819
10Bielefeld69:909
11St. Pauli610:13-39
12Heidenheim69:728

Arminia