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Da geht noch was
Jonathan Clauss: Warten auf Zidane-Pässe für Arminia

Arminia Bielefeld - SV Sandhausen, 16. Spieltag in der Schüco-Arena. Bielefelds Jonathan Clauss (r) im Kampf um den Ball mit Emanuel Taffertshofer (l) aus Sandhausen (Foto: dpa)
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Bielefeld – Beim 1:1 in Berlin konnte Arminia Bielefeld zuletzt vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugen. Auffälligster Spieler in den Reihen des DSC war Rechtsverteidiger Jonathan Clauss. Mit Blick auf die Entwicklung des Franzosen ist festzustellen: Da kommt noch mehr.

Jonathan Clauss kam kurz vor Schluss des Sommer-Transferfenster zu Arminia Bielefeld. Gerade hatte sich Rechtsverteidiger Cedric Brunner verletzt, es sah nach einem längeren Ausfall des Schweizers aus. Doch Clauss wurde nicht nur als Back-Up geholt. Jeff Saibene, der ein Faible für offensive Außenverteidiger hatte, sah mehr im gebürtigen Straßburger. Dennoch stellte sich das schwarzweißblaue Umfeld die Frage, ob Clauss, der bisher nicht höher als im Abstiegskampf der französischen Ligue 2 gespielt hatte, mit dem Tempo und der Athletik der Zweiten Liga mithalten könne.

Gute Anlagen brachte Clauss in jedem Fall mit: Dribbelstärke, Antrittsschnelligkeit, Flanken und das Auge für den Nebenmann. Im Interview mit „Amateur Sportif“ [link: ] bezeichnet er selbst den „Zidane-Pass“ als seine Stärke: „einfach sauber, effektiv“. Hier räumt er auch ein, dass ihn die kämpferische Spielweise in der zweithöchsten deutschen Liga, das Tempo und die Zweikampfintensität schon überrascht hätten, ebenso das „totale Engagement, wo nichts dem Zufall überlassen wird“ und das entsprechend harte Training.

Und so dauerte es auch seine Zeit, bis Clauss in die Spielweise hinein wuchs. In den ersten seiner bis heute 17 Einsätze für Arminia pendelte er zwischen Genie und Wahnsinn – da war die präzise Flanke auf Torschütze Voglsammer beim Spiel gegen Regensburg, da war aus heiterem Himmel ein 25-Meter-Heber an die Querlatte in Darmstadt. Aber da waren auch ein paar durchgebrochene Linksaußen dann und wann, da war der Knock-Out der Spvgg. Greuther Fürth, den Clauss am gegnerischen Strafraum einleitete.

Die äußeren Umstände haben das Vorankommen von Jonathan Clauss nicht einfacher gemacht. Arminia hat in dieser Spielzeit bekanntlich nicht unbedingt eine sattelfeste Defensive. Und das taktische Hin und Her in der Schlussphase der „Ära Saibene“, in der Clauss in den 3-5-2-Formationen variabel eingesetzt wurde, dürfte auch nicht zur Festigung beigetragen haben. So wirkte Clauss in einigen Einsätzen ebenso konzeptlos wie viele seiner Nebenmänner.

Mehr als nur ein Back-Up

Die positive Entwicklung des Jonathan Clauss wir aber immer deutlicher. Seine Zweikampfstärke hat deutlich zugelegt. Auch seine Schnelligkeit spielt er mehr und mehr aus. Er selbst sagt, dass er seine Defensivqualitäten verbessern will, um so vollständig wie möglich zu werden. Er teste seine Grenzen aus, um die Messlatte jedes Mal wieder höher zu legen [link: ].

Mittlerweile ist Jonathan Clauss mehr als nur ein Back-Up. Der Elsässer ist zu einer ernsthaften Alternative auf der Rechtsverteidigerposition geworden. Seine Entwicklung fand im Spiel bei Union Berlin, seinem stärksten Auftritt bei Arminia bisher, einen vorläufigen Höhepunkt. Und bei Clauss' bisheriger Entwicklung dürfen die Fans durchaus gespannt sein, was noch für „Zidane-Pässe“ - oder Flanken – noch von ihm kommen.

Die Formkurve des Jonathan Clauss zeigt nach oben, ebenso wie die des gesamten Teams. Oder, wie Clauss es auf seinem offiziellen Facebook-Profil so herrlich schreibt: „Auf ghet's Arminia!“

 


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Tabelle

27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8Regensburg2638:38037
9Bochum2637:39-234
10Bielefeld2638:41-334
11Aue2633:35-232
12Darmstadt2637:45-832

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