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Neuhaus – Neubesen? Gedanken zum Trainerwechsel in Bielefeld

Vorstellung von Uwe Neuhaus in Bielefeld (Foto: dpa)
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Bielefeld – Gerade einmal zweieinhalb Stunden war Arminia Bielefeld ohne Trainer. Uwe Neuhaus ist der Nachfolger von Jeff Saibene auf der Alm. „Neue Besen kehren gut“, heißt es ja. Wie gut kehrt der „Neubesen Neuhaus“? Und wie weit kann er kehren? Jan- Hendrik Grotevent überlegt.

Folgende Herausforderungen gibt es bei Arminia Bielefeld: Zuletzt litt die generelle Marschroute unter einer scheinbaren Konzeptlosigkeit. Das Personal rotierte fast kontinuierlich. Verschiedene Systeme wurden probiert, keins brachte einen Fingerzeig in Richtung besserer Ergebnisse. Dann die Spielweise, pauschal zusammengefasst: Hinten Fehler, vorne zu wenig Kreativität und Durchschlagskraft. Und dann die Mentalität: Die Spieler hatten Kopfblockade und blieben hinter den eigenen Möglichkeiten. Ob hier in der jüngeren Vergangenheit Führungsprobleme bestanden haben, wird gemunkelt, ist aber spekulativ.

Neuhaus...?

Hinsichtlich der Kontinuität in Kader und System sagte Ralf Minge, als er Uwe Neuhaus zu Dynamo Dresden holte, dieser habe „mehrfach nachgewiesen, dass er eine Mannschaft durch fleißige, verlässliche und akribische Arbeit entwickeln und zu Erfolg führen kann“. Tatsächlich hat Uwe Neuhaus bewiesen, dass er eigene Pläne und Vorstellungen hat, die er dann auch konsequent umsetzt. Sowohl Union Berlin als auch Dynamo Dresden übernahm Neuhaus als Drittligisten und machte beide zu stabilen Zweitligamannschaften. Die Bundesliga-Ambitionen des FCU gründen sich im wesentlichen auf die Arbeit von Neuhaus.

Bei Spielsystemen ist er flexibel, bevorzugt aber ein offensives 4-3-3. Das schnelle Spiel, dass Dresden und Union Berlin unter Uwe Neuhaus auf den Rasen legten, ist auch in Bielefeld in Erinnerung. Über Spielsysteme sagt Neuhaus selbst, dass das System das wichtigste sei, mit der eine Mannschaft erfolgreich ist. Die nächste Aufstellung der Blauen wird vor diesem Hintergrund sehr spannend.

Es komme darauf an, sagt Uwe Neuhaus, wie gut es einer Mannschaft gelingt, ihr Potenzial auf den Platz zu bringen. So wird er auch das Potenzial der einzelnen Bielefelder Kicker analysieren und entsprechend aufstellen. Trotz der mageren Wochen darf Fan nicht vergessen: So wenig ist das nicht. Konsequente Arbeit habe den Respekt der der Spieler zur Folge, dadurch gebe es Lerneffekte. So gesehen stehen die Chancen gut, dass er individuelle Fehler abstellen, kreative Spielsysteme erarbeiten und auch die Mannschaft führen kann.

Denn dass er mit Spielern umgehen kann, hat Uwe Neuhaus ebenfalls unter Beweis gestellt. Er bindet Spieler in Entscheidungsprozesse mit ein und weiß um die Bedeutung von „Charakteren“ im Team. So holte er etwa Andreas „Lumpi“ Lambertz nach Dresden.

Neubesen!

Uwe Neuhaus wird sich seinen Plan für Arminia überlegen, wenn er nicht schon einen hat. Vieles deutet ja darauf hin, dass Sondierungen zwischen ihm und der Geschäftsführungen schon vor den zweienhalb Stunden am Montag Nachmittag passierten. Ein neuer Plan wird den Blauen gut tun, und sei es auch nur der Reiz und die Herausforderung des Neuen. Doch mit seiner Art zu arbeiten, seiner Kontinuität, seiner Akribie, ist Uwe Neuhaus ein vielversprechender neuer Besen.

Dass Uwe Neuhaus „Typen“ einbindet und die Spieler ernst nimmt, ist ebenfalls positiv zu sehen. Gerade, wenn es im Kopf der Balltreter nicht stimmt. Und auch, wenn es innerhalb der Mannschaft Reibereien geben sollte. Das Potenzial der Einzelspieler und der Mannschaft wieder abrufen – Das liest sich wie eine erschreckend simple Lösung für die Probleme der letzten Wochen. Aber es ist korrekt – das muss das Ziel sein, kurz-, mittel- und langfristig.

Uwe Neuhaus setzt auf kontinuierlich Arbeit. Seine Erfahrung, gerade in der Zweiten Liga, gibt ihm ebenso recht wie die Erfolge seiner bisherigen Stationen und auch seine Verweildauer dort. Sieben Jahre blieb er bei Union Berlin. Das zeigt, dass vielleicht auch mal in Bielefeld ein langfristiges Engagement mit Perspektive möglich ist – obwohl man das in Ostwestfalen ja nie allzu laut sagen sollte.

Aber Neuhaus sagte einmal zu SPOX, dass er Traditionsvereine liebe. Er habe „Lust auf Clubs, die richtig leben.“.

Na, da ist er in Bielefeld auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

 

 


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34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Heidenheim3455:451055
6Holstein3460:51949
7Bielefeld3452:50249
8Regensburg3455:54149
9St. Pauli3446:53-749

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