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Schwarz-weiß-blaue Krise
Und nun, Arminia?

Bielefelds Trainer Jeff Saibene blickt auf das Spielfeld. (Foto: dpa)
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Bielefeld – Arminia Bielefeld steckt in einer handfesten Krise. Seit September gewannen die Bielefelder kein Spiel mehr. Einzig ein Unentschieden in Ingolstadt sprang heraus, sonst gab es sechs Niederlagen in der Liga und eine im Pokal. Die Gründe dafür wurden vielfach diskutiert, jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Deshalb hier einmal vier Vorschläge, wie der DSC sich bis zur Winterpause wieder fangen kann.

1. Ein festes System. Pep Guardiola hat während des Spiels sehr erfolgreich drei bis vier Mal das System gewechselt. Dafür braucht es aber eine Menge Selbstvertrauen in der Mannschaft. Das fehlt den Arminen momentan komplett. Deshalb bringt es wenig, immer wieder zwischen den Systemen hin- und herzuwechseln. Erst Dreierkette, dann Viererkette, erst ein Stürmer, dann zwei. Taktische Varianz ist schön und gut, aber es braucht jetzt ein System, in dem sich die Spieler am meisten wohlfühlen. Das sorgt für mehr Selbstvertrauen und womöglich für mehr gelungene Aktionen.

2. Ein fester Stamm. In schwierigen Zeiten braucht eine Mannschaft ihre Führungsspieler umso mehr. Und davon hat Arminia genug: Stefan Ortega, Julian Börner, Tom Schütz und Fabian Klos. In jedem Mannschaftsteil einen. Zwar sind diese vier Spieler derzeit auch nicht auf dem Höhepunkt ihres Könnens, aber trotzdem sind sie wichtig. Aber sie brauchen auch Stabilität um sich herum. Denn sie müssen sich immer wieder auf neue Spieler einstellen. Mal spielt Clauss rechts, dann Weihrauch, dann Edmundsson, dann Brunner. Viele Abläufe passen dann auch einfach nicht und es passieren Fehler. Und so verliert der DSC die Spiele. Daher wäre es trotz schlechter Leistungen vielleicht besser, nur wenige Wechsel vorzunehmen über mehrere Spiele.

3. Ein reinigendes Gewitter. Das soll nicht heißen, dass die Umkleide sich in zwei Lager trennt. Sicher gibt es genug Gespräche, in denen Dinge auch klar angesprochen werden. Wenn die Spieler jedoch reihenweise sagen, die Stimmung in der Mannschaft sei sehr gut, dann klingt das etwas komisch. Denn bei so einer Negativserie kann die Stimmung nicht so gut sein. Ein offenes Streitgespräch wäre womöglich hier die Variante, etwas zu ändern. Oft wirken einige Spieler sehr lethargisch auf dem Feld. Mit etwas Wut im Bauch fällt das womöglich weg. Natürlich weiß nur das Team selbst, was hinter den Kulissen passiert. Der Eindruck nach außen ist aber nicht der Beste.

4. Ein Zeichen der Fans. Die Fans können am wenigsten für die Krise. Die Süd feuert wie immer lautstark an und es reisen auch viele Fans zu Auswärtsspielen. Gegen Duisburg waren aber nicht mal 15.000 Zuschauer auf der Alm. Ist auch verständlich, denn es ist kalt und der Fußball ist schlecht. Aber wäre jetzt nicht der beste Zeitpunkt, die Mannschaft nach vorn zu treiben? Ein Heimspiel, bei dem über 20.000 Menschen die Alm zum Hexenkessel werden lassen, die Mannschaft 90 Minuten anfeuern? Ich denke, viele Spieler würden statt Angst und Lethargie mehr Feuer und Wille auf dem Platz zeigen. Vielleicht könnte das (Heim-)Auswärtsspiel in Paderborn schon ein solches Spiel sein, allein schon aufgrund der Rivalität. Aber gerade das Heimspiel danach gegen Sandhausen hätte wahrscheinlich eine größeren Effekt, weil solche Spiele meist weniger Zuschauer im Stadion gucken.

Vier Möglichkeiten, die der Arminia helfen könnten. Ein Allheilmittel gibt es nicht und auch diese Varianten müssen keinen Erfolg bringen. Dennoch lohnt es sich, sie als Anregung zu sehen und zur Diskussion zu stellen. Denn die einfachste Variante, der Krise entgegenzutreten, kommt immer näher: Die Trainerentlassung. Jeff Saibene hat sicherlich auch Schuld an der Krise, aber langfristig würde es dem Verein schaden. Die fußballerische Entwicklung unter Saibene ist unverkennbar und er passt menschlich einfach sehr gut nach Ostwestfalen. Deshalb sollte die Trainerentlassung die letzte Patrone sein. Sollte sich der Verein dafür entscheiden, dann muss es aber vor der Winterpause passieren. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Fall noch abgewendet werden kann.

Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Heidenheim3455:451055
6Holstein3460:51949
7Bielefeld3452:50249
8Regensburg3455:54149
9St. Pauli3446:53-749

 


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34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Heidenheim3455:451055
6Holstein3460:51949
7Bielefeld3452:50249
8Regensburg3455:54149
9St. Pauli3446:53-749

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