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Arminia Bielefeld
„Wat willste da noch reißen“

(Foto: Grotevent)
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Bielefeld – Die Serie ist gerissen. Nach drei Siegen in Folge verlor Arminia Bielefeld das erste Spiel in 2019 mit 1:3 gegen den 1.FC Magdeburg. Die Betrachtung eines Knock-Outs.

So kann es gehen: Noch vor zwei Wochen im Heimspiel gegen den Hamburger SV spielte der Matchverlauf den Blauen in die Karten. Beim Auftritt gegen Magdeburg profitierte der Gegner von den Sollbruchstellen der Begegnung. Julian Börner wird des Feldes verwiesen. Mit der nächsten Ballberührung fällt das 0:1. Das 0:2 fällt, mental ungünstig, fast mit dem Pausenpfiff. Und der Elfmeter zum 1:3 kurz vor Schluss macht endgültig den Deckel drauf.

Selbst gerissen

Arminia begann stark. Die Mannnschaft zeigte den ballsicheren Kombinationsfußball und den Kampfeswillen, der in diesem Jahr bisher für eine makellose Bilanz gesorgt hatte. Nachdem der FCM mit der ersten richtigen Torchance des Spiels die Latte traf, kamen die Gäste mehr und mehr auf. Es ist bedauerlich, dass Arminia den Stiefel der ersten Minuten nicht weiterspielte – es sah doch eigentlich ganz erfolgversprechend aus.

Ebenso spielentscheidend wie symptomatisch die Szenen in der 33. Spielminute: Eine klare Magdeburger Abseitsstellung wird übersehen. Julian Börner geht zu ungestüm in einen Zweikampf und wird als letzter Mann des Feldes verwiesen. Der folgende Freistoß sitzt, das Spiel bekommt so „seine Richtung“, wie Magdeburgs Trainer Michael Oenning nach dem Spiel richtig feststellte.

Dieser „Doppelschlag“ zeigte Wirkung. Arminia spielte bis zur Halbzeit kopflos, stand in der Abwehr unsortiert und brachte kaum einen strukturierten Angriff in Richtung des FCM-Strafraums. Das 0:2 ist dann der nächste ebenso folgerichtige wie heftige Nackenschlag.

Jetzt kann Fan sich natürlich den Mund in Fetzen reden, ob die 33. Minute eine Dummheit von Börner, eine Selbstschwächung oder Folge eines Spielverlaufes war, den Arminia durchaus anders hätte gestalten können. Unterm Strich bleibt: Arminia taumelte.

„Wat willste da noch reißen?“

Zum Auftritt in der zweiten Halbzeit ist Arminia kein Vorwurf zu machen. Die Mannschaft, in Unterzahl und mit zwei Toren im Rückstand, tat, was sie konnte. Stephan Salger, der für Patrick Weihrauch in die Partie kam und nach Börners Platzverweis dessen Position in der Innenverteidigung einnahm, stabilisierte die Defensive deutlich. Manuel Prietl und Florian Hartherz machten endlose Kilometer. Fabian Klos rackerte und rackerte. Vor allem, und das bleibt als positive Erkenntnis des Spiels, gab die Mannschaft nicht auf – erst nach dem 1:3 kurz vor Ende, dem endgültigen Knock-Out.

Natürlich – oder besser: leider – muss die Leistung der Unparteiischen wieder einmal erwähnt werden. Da ist die bereits erwähnte Fehlentscheidung vor der Roten Karte. Da sind einige schwer nachvollziehbare Spielrichtungsänderungen. Da ist nicht einmal mit Nachspielzeit geahndetes Zeitspiel. Es ist schade, wenn jemand, der eigentlich nicht auffallen sollte, die spielentscheidende Szene durch eine Fehlentscheidung einleitet und auch sonst nicht mit einer souveränen Spielleitung überzeugt. Etwas, das Arminia in dieser Saison zum wiederholten Male erleben muss.

„Genickbruch in der ersten Halbzeit, Hühnerhaufen im Spiel, Aufholjagd zu spät, blinder Schiedsrichter – Wat willste da noch reißen?“, lautete ein lakonisches Fazit auf der Südtribüne der Alm.

Tja- wat reißte da noch? Nix mehr. Außer einen Haken dran machen, vergessen und in Köpenick wieder konzentriert zur Sache gehen.

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8Regensburg2638:38037
9Bochum2637:39-234
10Bielefeld2638:41-334
11Aue2633:35-232
12Darmstadt2637:45-832

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