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Neuer Arminia-Trainer im Check
Wëllkomm und Grüezi, Jeff Saibene

Jeff Saibene, seit März 2017 Trainer von Arminia Bielefeld. (Foto: dpa)
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Bielefeld – „Jeff...wer?“ Vermutlich war das die häufigste Frage im schwarzweißblauen Umfeld, als die ersten Gerüchte um einen Wechsel des luxemburgisch-schweizerischen Trainers auf die Alm die Runde machten. Am Sonntag gab der DSC die Verpflichtung des 48jährigen bekannt, am Montag wurde er vorgestellt. Jan-Hendrik Grotevent hat recherchiert – und ist optimistisch.

Jeff Saibene wurde am 13. September 1968 in Luxemburg geboren. Nachdem sich als Spieler bei Standard Liège nicht durchsetzen konnte, spielte er zehn Jahre in der Schweiz beim FC Aarau, beim BSC Old Boys Basel und beim FC Locarno. 64mal trug Saibene das Trikot der luxemburgischen Nationalmannschaft. Als Trainer war er für den luxemburgischen Fußballverband und vor allem für Schweizer Vereine tätig. Er schaffte in der Saison 2006/2007 den Klassenerhalt mit dem FC Thun, dem „ewigen Abstiegskandidaten“ der Schweizer Super Leauge.

Mit dem FC St. Gallen stieg er 2011 aus der ersten Liga ab, schaffte aber den direkten Wiederaufstieg und qualifizierte sich mit dem ostschweizer Traditionsclub für die Europa League. Im Spätsommer 2015 war Saibene kurzzeitig zusammen mit seinem Landsmann Jeff Strasser als Trainer bei Borussia Mönchengladbach im Gespräch. Zuletzt war er wieder für den FC Thun tätig, verkündete dort aber schon im Januar 2017 seinen Abschied zum Saisonende.

Saibenes Trainerphilosophie

Taktisch bevorzugte Jess Saibene eine 4-4-2-Formation, wobei er aber durchaus – abhängig vom Gegner – flexibel spielen ließ. Der humorvolle und freundliche Trainer, dem gerade bei seinem Dienstantritt in St.Gallen nachgesagt wurde, „zu nett“ für den Job zu sein, setzt im Umgang mit den Spielern auf eine konsequente Menschenführung. „Aber unterschätzt mich nicht, ich kann knallhart sein.“, sagt Saibene zum Thuner Tagblatt. Er sei konsequent bei Entscheidungen. „Ich habe null Problem damit, Entscheidungen zu treffen und einem Spieler zu sagen, dass er nicht spielt. Die Frage ist, wie ich es vermittle.“. Dabei setzt er auf eine offene Ansprache und schreckt auch vor einem gelegentlichen Straftraining nicht zurück. Es sei seine Philosophie, bevorzugt mit einsatzwilligen, engagierten, „hungrigen“ (O-Ton) Spielern zu arbeiten. Seine bisherigen Spieler respektierten ihn für seine Führung. Die Fans in Thun sind mehr als zufrieden mit ihm. In St. Gallen rechnet die Anhängerschaft ihm seinen Durchmarsch in die Europa League bis heute hoch an.

Der richtige Mann?

Jeff Saibene scheint zu wissen, was er tut und wirkt in Interviews sehr selbstbewußt. Abstiegskampf kann er, daß hat er beim FC Thun unter Beweis gestellt. In St. Gallen hat er gezeigt, dass er auch im Fall des Abstiegs langfristig eine Perspektive für eine Rückkehr Arminias geben kann. Zudem arbeitete er beim FC Thun unter vor allem finanziell eingeschränkten Rahmenbedingungen. Welche Spielphilosophie, welches taktische Konzept oder welches Spielsystem Saibene bei Arminia zu etablieren gedenkt, sei erstmal außen vor gelassen.

Sowohl in St.Gallen als auch in Thun hat Jeff Saibene aus eigener Motivation heraus bei Null angefangen. Eine solche Komplettformatierung kann auch Arminias Mannschaft gut tun. Ein Trainer, der hungrige Spieler sehen will, bedeutet für jeden der ostwestfälischen Kicker, eben diesen Hunger zu zeigen. Der konsequente Führungsstil von Jeff Saibene kann sich dabei in all den Punkten konstruktiv erweisen, die in letzter Zeit am Auftreten des DSC kritisiert wurden - das kopflose, unsichere Auftreten eben so wie eine „Anti-Haltung“ der Spieler, die das Umfeld so oft gesehen haben will.

Mit seiner Vorstellung von Motivation setzt Saibene genau bei diesen Baustellen an. Er selbst sagte noch im Januar über den FC Thun zum Blick: „Ich brenne und will unbedingt den Ligaerhalt schaffen.“ Da bringt er die richtige Einstellung mit für die schwierige Misson Klassenerhalt beim „ostwestfälischen FC Thun“ – Parallelen gibt es ja genug. Für die Mannschaft gilt jetzt, was Jeff Saibene selbst einmal sagte: „Mit einer positiven Einstellung kann jeder Spieler zum Held werden“. Und die Truppe hat am letzten Freitag gegen Kaiserslautern gezeigt, dass sie dazu durchaus bereit ist.


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Heidenheim3455:451055
6Holstein3460:51949
7Bielefeld3452:50249
8Regensburg3455:54149
9St. Pauli3446:53-749

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