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Florian Dellbrügge kommentiert
Die BVB-Kolumne 116: Ein Gedankenspiel: HSV statt BVB?

Dortmund – Rückblende, 19. April 2008: der BVB verliert das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern. Thomas Doll tritt im Sommer zurück, Jürgen Klopp wird neuer Trainer. Florian Dellbrügge denkt zurück und sinniert über die Frage, ob der BVB jetzt auch im CL-Halbfinale stünde, wenn er das Pokalfinale damals gewonnen hätte.

"Scheiße, dass war für die nächsten Jahre die letzte Möglichkeit einen Titel zu holen", denke ich mir am Abend des 19. April 2008. Der Ballspielverein verlor gerade unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung gegen die Bayern. Der DFB-Pokal wurde in völlig falsche Hände gegeben und die völlig falschen Leute schrien, tanzten und betranken sich vor Freude.

"Das wollte ich doch machen. Warum die? Die sammeln Meisterschaft um Meisterschaft, Pokal um Pokal und dann haben die auch noch Glück? Da ist er, der Bayerndusel von dem wir immer sprechen. So ein Kacktor wie das von Luca Toni kann doch nur der FC Bayern machen. Das kann doch alles nicht sein..."

Gerüchte um Klopp

Der BVB wollte doch zeigen, dass er noch lebt. Wie egal war mir, dass man über 120 Minuten mithalten konnte, ja phasenweise die bessere Mannschaft war. "Wenn der Schuss von Kringe doch mal reingegangen wäre, wie hat der Kahn den überhaupt zu fassen bekommen?"

Schon vergessen hatte ich in diesem Moment die Gerüchte des Nachmittags. Erste Meldungen schossen hervor, dass der BVB sich mit Jürgen Klopp auf eine Zusammenarbeit ab dem Sommer geeinigt hat. Schnell wurde dementiert und noch schneller stand an diesem Tag das Finale in Berlin an.

Wie wir mittlerweile wissen, trat der damalige Coach Thomas Doll am Ende dieser verkorksten Saison zurück, Jürgen Klopp wurde tatsächlich neuer Trainer und führte den BVB in neue Höhen.

Was wäre beim Pokalsieg gewesen?

Aufgrund einer WDR-Dokumentation über unseren Trainer am vergangenen Freitag habe ich mir einige Fragen gestellt:

Was wäre gewesen, wenn man den Pokal an diesem 19. April 2008 gewonnen hätte? Hätte die Vereinsführung das Rücktrittsangebot Dolls damals auch im Erfolgsfalle angenommen? Was wäre gewesen, wenn Klopp rasiert und im Anzug in Hamburg angeheuert hätte oder wenn der FC Bayern nicht den aus ihrer Sicht falschen Jürgen verpflichtet hätten. Wo würden die Dortmunder Jungs heute stehen?

Okay, einige Kinder in Dortmund würden von ihren Eltern glücklicherweise nicht als Sprungbrett in die Medien benutzt und nicht nach brasilianischen Innenverteidigern benannt.

HSV statt BVB?

Wäre die ganze Geschichte abgesehen davon aber auch so positiv verlaufen, wie sie positiver nicht hätte sein können? Könnte an Dortmunder Stelle auch der Hamburger Sportverein mit diesem Trainer so eine Entwicklung genommen haben und unter den Halbfinalisten des bedeutungsvollsten Vereinswettbewerb der Welt stehen?

Ich bin froh, keine Antworten auf diese Fragen finden zu müssen. Froh, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist.


Der Autor: Florian Dellbrügge

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