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Florian Dellbrügge kommentiert
Die BVB-Kolumne 124: Von Machtwörtern, Giftpfeilen und Schnellschüssen

Dortmund – Ja, nein, vielleicht und dann plötzlich auf gar keinen Fall: Die Äußerungen im Fall Lewandowski findet Florian Dellbrügge reichlich widersprüchlich. Und auch sonst hat ihm die Außendarstellung des BVB schon mal besser gefallen. Trotzdem gibt's keinen Grund, Panik zu schieben, die neuen Spieler kommen schon noch!

Ein Machtwort. Was ist das eigentlich? Seit Luthers Zeiten verstehen wir unter einem Machtwort eine Aussage einer Person in führender Position, um eine Entscheidung herbeizuführen.

Richtig gedeutet würde das heißen, Hans-Joachim Watzke sagt "Ne Robert, du gehst dieses Jahr nicht mit dem Mario mit, du hast noch einen gültigen Vertrag hier bei uns", und es wäre klar, der Wechsel findet frühestens im kommenden Jahr statt.

Unverständliche Außendarstellung

Hätten wir damit eine Entscheidung herbeigeführt? Nein, denn Robert - dem es in Dortmund so gar nicht mehr gefällt - und seine Berater möchten sich damit nicht zufrieden geben. Also sagt Herr Watzke "Aber ins Ausland, lieber Robert, ins Ausland darfst du wechseln". Nur um Tage später zu sagen "Ne, also ins Ausland geht’s jetzt auch nicht mehr für dich, wir benötigen ja Planungssicherheit".

So verständlich und richtig ich es finde, dass der BVB nun (scheinbar) ein für alle Mal seinen, laut "Kicker"-Beurteilung, Weltklasse-Stürmer in Ketten legt und einen Wechsel für dieses Jahr untersagt, umso unverständlicher finde ich derzeit die Außendarstellung des Vereins.

Nicht auf Giftpfeile reagieren

Nein, vielleicht, also ne wirklich nicht, gar nicht. Meiner Meinung nach hätte man es durchaus bei einer Aussage belassen können. Man muss nicht auf jeden dahin geschriebenen Mist reagieren. Reicht es nicht, wenn sich die Berater des Herrn Lewandowski zu jedem einzelnen Artikel via Twitter echauffieren?

Auch auf die Giftpfeile des Herrn Holzhäuser aus Leverkusen zu den Themen de Bruyne und Sokratis hätte man nicht zwangsläufig reagieren müssen.

Ebenso die Aussagen unseres Präsidenten, man könne in hohem Maße investieren und die Liga werde sich wundern, empfand ich doch als zumindest merkwürdig. Nun weiß ich nicht, wie bei Transfers unter Managern, Sportdirektoren und weiß Gott wem noch verhandelt wird, ich kann mir aber zumindest vorstellen, sich mit solchen Aussagen nicht zwangsläufig in bessere Verhandlungspositionen zu bringen.

Schnellschüsse sind nicht Vereinspolitik

Und vor allem macht man damit einen Teil der Fans verrückt. Es scheint, als würde einige relativ bald psychologische Betreuung benötigen, wenn der BVB nicht alsbald einen Spielerkauf tätigt. So manch einer vergisst zu schnell, was diesen Verein in den letzten Jahren ausgemacht hat. Panikreaktionen oder Schnellschüsse gehörten da meines Wissens nicht zu.

Darum würde ich mir wünschen, sich die ein- oder andere Aussage lieber zweimal zu überlegen und wenn angebracht auch einfach mal nichts zu bestimmten Themen zu sagen.

Glücklicherweise ist die Sommerpause in diesem Jahr recht kurz, also wird der Kader bald stehen, die Vorbereitung starten und schon recht früh geht es mit den Pflichtspielen los. Spätestens dann, sollte der Sport wieder in den Vordergrund rücken.


Der Autor: Florian Dellbrügge

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