Borussia Dortmund bei Facebook

Unser Service... Alle BVB-Artikel exklusiv auf Facebook

Florian Dellbrügge kommentiert
Die BVB-Kolumne 138: Eine ärgerliche Woche

Der BVB hat eine turbulente Woche hinter sich: Erst die Niederlage in Neapel, der Ausraster von Jürgen Klopp und zuletzt ein etwas unbefriedigendes Remis in Nürnberg mit einer durchrotierten Elf. BVB-Kolumnisten Florian Dellbrügge lässt die BVB-Woche Revue passieren.

Die vergangene Fußball Woche war sicher nicht die Beste der Vereinsgeschichte, Niederlage in Neapel sowie ein ärgerliches, weil total unnötiges Unentschieden im Frankenland. Ich habe daraus so meine Schlüsse gezogen. Und weil ich in der tollen Lage bin, meine Gedanken an dieser Stelle zu teilen, lest doch einfach selbst:

Die Niederlage in Neapel.

Bis zum Mittwochabend war ich noch absolut nicht in Champions League Stimmung. Die Niederlage in Wembley schwingt mir im Kopf immer noch nach. Das Gefühl der Vorfreude auf Borussia international kam erst in Schwung als ich vorm Fernseher saß und die Hymne der Champions League gespielt wurde. In einem recht bekannten sozialen Netzwerk schrieb ein Freund von mir, dass die von Tony Britten kreierte Melodie so etwas wie Nationalhymne des Fußball-Fans sei. Ich muss sagen, ganz unrecht hat der damit nicht.

Doch zum Spiel selber. Ich glaube, es ist Borussia Dortmund durchaus erlaubt, auch international einen schlechten Tag zu erwischen. Ein bekannter Satz von Andreas Brehme trifft es hier ganz gut. Neapel ist unfassbar heimstark, spielt unter Rafa Benitez unfassbar stark gegen den Ball und ist eine Mannschaft, die schlicht und ergreifend richtig gut ist. Unsere Jungs sind zudem nicht wie noch 11/12 in Marseille oder Piräus einfach ins offene Messer gelaufen, sondern haben bis zum Schluss klaren Kopf bewahrt und sogar noch die Chance auf ein Unentschieden gehabt. Von den 15 Zählern die es noch zu holen gibt in dieser Gruppe, wird man am Ende einige auf der Habenseite stehen haben, da wird mir zu diesem Zeitpunkt noch absolut nicht Angst und Bange.

Das Verhalten des Jürgen Klopp an der Außenlinie.

Viel ist ja drüber gesprochen und geschrieben worden. Deswegen möchte ich mich nur der These "Das was er da macht schadet dem Fußball, weil er Millionen von Amateurfußballern ein schlechtes Vorbild ist" annehmen. In diesem Fall fühle ich mich nämlich selber angesprochen. Als im Amateurfußball aktiver Trainer einer Jugendmannschaft muss ich sagen, ich habe noch nie nach einem Vorbild gehandelt. Wenn ich beim BV Lünen an der Linie stehe und meine E-Jugend betreue, dann bin ich der Trainer Florian Dellbrügge, der gerade selber seine Erfahrungen macht, und nicht irgendeine schlechte Kopie eines Trainer im Profifußball.

Wer das versucht hat vom Start weg verloren. Ich kann meinen Spielern auch nicht vermitteln, dass irgendjemand jetzt spielt wie Nuri Sahin oder Mats Hummels. Vor mir steht Orhan, der E-Jugendspieler, dem ich helfe sich zu entwickeln und keine Kopie. Genauso steht Markus, der D-Jugend Torwart vor mir, der zwar seine Vorbilder hat, aber dennoch sein eigenes Spiel finden muss. In der zweiten Mansnchaft steht auch nicht Kai Lewandowski vor mir, sondern Kai, der in der Kreisliga C alles dafür tut, Tore zu erzielen.

Damit will ich die gelegentlichen Ausraster Klopps gar nicht klein reden, natürlich sieht das nicht gut aus was er da macht und natürlich muss er sich besser im Griff haben, aber dieses Gerede um eine Vorbildfunktion stört mich.

Das Remis in Nürnberg

Wie vermutlich jeder andere Schwarz-gelbe habe ich mich über das Remis in Nürnberg sehr geärgert. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich Erik Durm und Marvin Ducksch in der Startelf wiederfand. Aber die Rotation war genau zu diesem Zeitpunkt komplett richtig. Natürlich hat man nun zwei Punkte weniger als vor dem Spiel erhofft mit aus Nürnberg nach Hause genommen. Aber nach diesem Spiel in Neapel, der kurzen Pause und dem schon nahenden Pokalspiel muss man auch seinen Leistungsträgern eine Pause ermöglichen. Ein Blick auf die eh schon angespannte Personalsituation sollte zeigen, dass man es in einer Phase, in der gefühlt jeden zweiten Tag ein Spiel auf dem Programm steht, nicht gebrauchen kann noch weitere Schlüsselspieler zu verlieren. Umso ärgerlicher natürlich, dass man Marco Reus und Marcel Schmelzer zur Halbzeit rausnehmen musste.

Aber auch die Mannschaft, die da am Samstag auf dem Platz stand, kann in Nürnberg das Spiel gewinnen. Negativ fiel mir auf, dass man dem Gegner von Minute zu Minute zusehen konnte, wie das Selbstvertrauen zurück kam. Das darf nicht passieren. Einen angezählten FCN muss man schlagen. Um die Kolumne aber friedlich und mit einem Augenzwinkern zu beenden, nach dem ersten Ärger über das Unentschieden sehe ich ein, dass die Einhundert als erreichte Punktzahl am Ende der Saison auch nicht allzu schlecht aussieht...


Der Autor: Florian Dellbrügge

Alle BVB-Gastautoren hier!

 

Nächstes Liga-Spiel

Bundesliga, 30. Spieltag
SC Freiburg - BVB
Sonntag, 21. April, 15.30 Uhr
Liga-Spielplan | BVB-Spielplan
Kader | BVB-Forum

Weitere BVB-Termine

derzeit keine weiteren Termine

 

BVB


Weitere Artikel: BVB »