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BVB-Saison-Check
Alles Tuchel, oder was?

Thomas Tuchel und sein BVB vor dem Saisonstart (Foto: dpa)
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Dortmund – Endlich wieder Bundesliga! Das erste Topspiel der Saison hält gleich ein besonderes Aufeinandertreffen parat: Das Borussen-Duell zwischen dem BVB und Mönchengladbach. Nachdem die Schwarz-Gelben bereits drei Saison-Pflichtspiele in der Europa League und im DFB-Pokal bestritten haben, werfen wir einen Blick auf den Kader.

Aufbruchstimmung bei Borussia Dortmund: Dank Thomas Tuchel herrscht vor dem Bundesligastart eine neue Euphorie bei den Westfalen. In der Vorbereitung und den ersten drei Pflichtspielen in der Europa-League-Qualifikation und dem DFB-Pokal haben die Profis die Erwartungen bereits erfüllt. Drei Spiele, drei Siege, dreimal zu null – so hat es sich Tuchel vorgestellt. Doch ist die Mannschaft für die Saison gewappnet?

In den vergangenen eineinhalb Monaten der Vorbereitung hat sich bereits eine Stamm-Elf herausgebildet, auch wenn Tuchel bekannt dafür ist, häufiger zu rotieren. Er, der Erneuerer, arbeitete akribisch, selbstsicher und lässig mit seinen neuen Spielern. Gesetzmäßigkeiten will er nicht wahrhaben, er will schön, aber bissig spielen lassen. Am Ende soll es vor allem erfolgreich sein. Deshalb hat er im Trainingsbetrieb bereits viel verändert. Angefangen von der Videoaufnahme des Trainings bis hin zu einem neuen Koch - einiges mehr soll noch folgen. Am Ende wird aber auch er am Erfolg gemessen. "Ich möchte, dass wir uns am Ende der Saison in die Augen schauen und wissen, alles gegeben zu haben", sagte er im 1909-Talk der Ruhr Nachrichten.

Denn in Dortmund ist alles anders als in Mainz. Es ist größer, Tuchel bekommt mehr Aufmerksamkeit, muss aber Ergebnisse liefern. Dafür setzt er von Beginn an neue Akzente. Nach aktuellem Stand wird es einen neuen Mann zwischen den Pfosten geben. Noch duellieren sich zwar Neuzugang Roman Bürki und der erfahrene Roman Weidenfeller um den Platz zwischen den Pfosten, doch Tuchel will sich bis zum Bundesligabeginn entscheiden. 

"Es wird eine Entscheidung fallen", sagte Tuchel nach dem Sieg im DFB-Pokal gegen den Chemnitzer FC. In den bisherigen Test- und Pflichtspielen wechselten sich beide von Partie zu Partie ab. "Beide sind sehr wertvoll, auch dadurch, wie sie sich in der Mannschaft verhalten und wie sie ihre unterschiedlichen Rollen wahrnehmen", erklärte Tuchel. Dennoch deutet vieles auf den Schweizer Bürki als Stammkeeper hin: Er wurde auf Bestreben des neuen Trainers verpflichtet und stelle unter anderem im Pokal mit guten Paraden eindrucksvoll unter Beweis, warum. Denkbar ist ein Modell mit einem Pokal- und einem Ligatorhüter.

Vor dem heimischen Kasten wird sich ebenfalls ein neues Bild ergeben. Ob im 4-2-3-1, 4-1-4-1 oder doch 4-3-3-System - das ist noch die Frage. Oder doch nicht? Denn feststeht, dass der BVB unter Tuchel flexibler agieren wird. Seine Spielweise ist darauf ausgerichtet den Ball zu gewinnen und schnell vor das gegnerische Tor zu kommen. Ziel ist es den Gegner zu verwirren und diese Verwirrung auszunutzen. Eine Art Stammelf "wird sich möglicherweise erst im Laufe der Hinrunde" herauskristallisieren, sagte Tuchel – wenn überhaupt. 

Deutlich offensiver

Noch ein Änderung im System: Die Außenverteidiger stehen höher als noch unter Jürgen Klopp. Dadurch wird das Spiel deutlich offensiver und Marcel Schmelzer sowie Lukasz Pisczeck sollen häufiger Flanken und dadurch mehr Torgefahr bringen. Vor dem eigenen Tor sollen Mats Hummels und Sokratis im Verbund dafür sorgen, dass keine entsteht. Vor allem der Grieche sei ein "echter Mann". Mit ihm wird die Abwehr robuster und bisher stabiler als in der vergangenen Saison.

 


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Das neue Prunkstück des Kaders soll das Mittelfeld werden. Julian Weigl wird dabei schneller im Fokus stehen, als er es selbst erwartet hätte. Im System Tuchel, das auf Ballbesitz, sowie schnellem und präzisen Passspiel basiert, wird er eine tragende Rolle einnehmen, ist perfekt für das Spiel geeignet. Denn die Spieler im defensiven Mittelfeld sollen das Spiel lenken und leiten, nicht mehr Mats Hummels aus der Innenverteidigung heraus. Weigl tat das bisher ausgesprochen gut und erhält den Vorzug vor Sven Bender und dem anderen Neuzugang Gonzalo Castro. Marco Reus ist ohnehin gesetzt, genauso wie der wie befreit aufspielende Henrikh Mkhitaryan, dem der Trainerwechsel bisher richtig gutgetan hat. Ilkay Gündogan ist nach seiner Vertragsverlängerung ebenfalls wieder auf dem Weg sein Topniveau zu erreichen und wird - je nach Spielsystem - neben Weigl auf der Sechs spielen oder gar ein Stück weiter vorne. Einzig die rechte Mittelfeldseite scheint noch nicht abschließend besetzt: Jonas Hofmann, Shinji Kagawa, Jakub Blaszczykowski und Kevin Kampl kämpfen um die Position. 

Aber mit wem?

Und ganz vorne? Da kommt auch Tuchel nicht an dem Gabuner Pierre-Emerick Aubameyang vorbei. Er ist der unbestrittene Stammspieler im Sturmzentrum und hat sich ein großes Ziel gesetzt. Mehr als 20 Tore will er in dieser Saison erzielen. Hinten anstellen muss sich sein Kollege Adrian Ramos, auf den Tuchel allerdings große Stücke hält. Ob noch ein weiterer Stürmer kommt, ist bisher nicht klar. "Wir schauen uns den Markt weiterhin an, aber es muss natürlich auch sinnhaft sein. Wir müssen gar nichts ausschließen", erklärte Dortmunds Manager Michael Zorc. Denn mit nur zwei nominellen Stürmern ist der vordere Mannschaftsteil der Borussia eher dünn besetzt.

Das Team soll trotzdem verkleinert werden. Vor allem Moritz Leitner, Oliver Kirch und Kevin Großkreutz würde man keine Steine in den Weg legen. Und die Spieler müssen sich weiter an den neuen Trainer und dessen Anforderungen gewöhnen. Obwohl der BVB in den bisherigen Spielen nicht immer glänzte, ist er doch erfolgreich. Mit dem vorhandenen Spielermaterial, den taktischen Neuerungen und der Aufbruchstimmung im Rücken wird sich Borussia Dortmund deutlich stärker präsentieren als in der vergangenen Saison. Die Champions League ist allemal das Ziel. Ein Realistisches.

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3488:325678
2Dortmund3481:443776
3RB Leipzig3463:293466
4Bayer 043469:521758

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