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Beobachtungen
Aubameyang: Der "Teamplayer" mit dem ausgeprägten Torriecher

Pierre-Emrick Aubameyang (Foto: firo sportphoto)
Pierre-Emrick Aubameyang (Foto: firo sportphoto)
Pierre-Emrick Aubameyang bleibt ebenso wie Marco Reus, Shinji Kagawa und Joo-Ho Park zuhause in Dortmund. (Foto: firo sportphoto)
Pierre-Emrick Aubameyang (Foto: firo sportphoto)
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Dortmund – Als einige Fans von Borussia Dortmund bereits das Stadion verlassen hatten, Journalisten ihre Spielberichte gerade fertig hatten und auf der Südtribüne bereits auf das Revierderby gegen den FC Schalke (nächstes Heimspiel in der Bundesliga) eingestimmt wurde, war auf dem Platz noch einmal Hochbetrieb im Strafraum des FC Augsburg. Und mittendrin war Pierre-Emerick Aubameyang. Wie immer in dieser Saison.

Mit dem Schlusspfiff schoss er das fünfte Tor des Nachmittags. Es war sein Drittes und bereits das 13. In dieser Bundesligasaison. Damit hat er zu seinem Vorgänger im BVB-Sturm und aktuell wohl besten Stürmer der Welt aufgeschlossen: Robert Lewandowski. Doch anstatt nach dem Spiel eine Kampfansage im Rennen um die Torjägerkanone gen des Polen abzusetzen, blieb Aubameyang bescheiden. Er wolle einfach nur genauso gut werden wie "Lewy" und immer sein Bestes geben. 

Wahrlich, Aubameyang ist kein Lautsprecher. Zwar ist er ausgeflippt, fährt einen teuren Sportwagen, trägt auffällige Klamotten und postet gerne lustige Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken. Auf dem Platz und gegenüber den Medien ist er hingegen eher zurückhaltend, fast bescheiden. Aubameyang ist nicht der abgedrehte Stürmer, der jeden Ball fordert, seine Mitspieler übersieht und als eigennützig gilt.

Ein Ball für seinen Sohn

Nein, der Gabuner beweist das komplette Gegenteil. Er denkt zunächst an andere, bevor er seinen eigenen Vorteil sucht. Nach dem erneuten Dreierpack gegen Augsburg nahm er den Ball mit aus dem Stadion. Allerdings nicht, um ihn als Trophäe in sein Wohnzimmer zu stellen. Er nahm ihn mit für seinen Sohn, damit dieser damit im Kinderzimmer spielen kann. 

Genauso handelt Aubameyang auf dem Platz mit seinen Nebenmännern. Er ist um das Wohl derer besorgt, die mit ihm auf Torejagd gehen. Vor allem sein Kumpel Marco Reus bekam das in den vergangenen Spielen zu spüren. Als Schiedsrichter Tobias Stieler nur eine Minute nach Wiederanpfiff beim Auswärtsspiel in Mainz auf den Elfmeterpunkt zeigte, weil Aubameyang gefoult wurde, trat nicht der Gabuner an, sondern Marco Reus. Aubameyang, der eigentliche Elfmeterschütze der Borussia, befand sich zu diesem Zeitpunkt auf Rekordjagd, hatte er doch in neun Spielen in Serie getroffen. Ein Treffer im zehnten Spiel und er hätte Bundesligageschichte geschrieben. Doch anstatt das Geschenk anzunehmen, reichte er es weiter an Reus, damit dieser sein Selbstvertrauen aufbauen kann, was ihm nach einigen schwachen Spielen in Serie fehlte.

Es war nicht die einzige Aktion in diesem Spiel. Auch das 2:0 durch Henrikh Mkhitaryan legte er auf. In Aserbaidschan gegen FK Qäbäla bezog er seine Mitspieler immer wieder ein. Für die Tore beim 3:1-Auswärtssieg sorgte hingegen einmal mehr nur er.

Lob vom Trainer

Grund genug für Tuchel, seinen Star einmal zu loben – doch nicht aufgrund seiner Torquote. Eine Eigenschaft schätzt der Trainer noch viel mehr. "Wenn man sieht, wie sehr er sich freut, wenn wie in Mainz Marco Reus das Tor macht, wenn Micki das Tor macht und er sie beide aufgelegt hat, da geht mir das Herz auf. Er ist ein absoluter Teamplayer, er gibt viel in die Mannschaft und bekommt viel zurück. Das ist großartig", sagte Tuchel über den Dreifachtorschützen vom Wochenende.

Vor der Saison hatte Aubameyang angekündigt, die 20-Tore-Marke knacken zu wollen. In den bisherigen Pflichtspielen ist ihm das bereits gelungen. Genau 20 Treffer – in nur 17 Spielen. Doch anstatt sich nun aufs faule Ohr zu legen, konkretisierte er noch einmal seine Aussage: "Ich habe mit dem Trainer die Wette laufen, dass ich in der Liga 20 Tore erziele."

 

 

(Foto: firo sportphoto)

Wenn es nach seinem Mitspieler Matthias Ginter, der seit Wochen in ebenfalls guter Form spielt, geht, ist das kein Problem. "Auba ist wahnsinnig komplett. Mir fällt bei ihm keine Schwäche ein." Ähnlich sieht es BVB-Sportdirektor Michael Zorc: "Er hat sein Spiel stetig weiterentwickelt. Er macht nicht nur die Tore, er braucht viel weniger Chancen als zuvor. Aber auch spielerisch hat er sich deutlich entwickelt. Er ist ein Stürmer auf absolutem Top-Niveau."

Absage an andere Vereine

Kein Wunder, dass so ein Spieler bei Top-Vereinen in Europa Begehrlichkeiten weckt. Aktuell soll der FC Barcelona ein Auge auf ihn geworfen haben. Bereits im Sommer soll er bei Paris St. Germain und dem FC Arsenal ganz oben auf der Liste gestanden haben. Aber anstatt einen Wechsel in Betracht zu ziehen, verlängerte er seinen Vertrag beim BVB im Sommer. Und auch die Aussagen in der L´Equipe dürften die BVB-Fans und Verantwortlichen durchaus zufriedenstellen. "Ich weiß, dass ich gesagt habe, dass ich immer von der spanischen Liga geträumt habe, aber die Borussia ist meine zweite Heimat geworden. Ich liebe diesen Verein, seine Fans und diese Stadt. Ich denke, dass ich noch einige Zeit hier bleiben werde", sagte Aubameyang.

Gut für den BVB. Denn eine Wahrheit liegt eben auch in der totalen Dominanz des Gabuners: Sein potenzieller Ersatzmann Adrian Ramos konnte bisher noch nicht zeigen, warum Tuchel in der Sommervorbereitung so große Stücke auf ihm hielt.

 


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3488:325678
2Dortmund3481:443776
3RB Leipzig3463:293466
4Bayer 043469:521758

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