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Keine schöne Reise nach Berlin
André Schürrle: "Wir haben es mal wieder vergeigt"

André Schürrle kommt einen Schritt zu spät... (Foto: dpa)
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Berlin – André Schürrle kommt bei Borussia Dortmund aktuell nicht über die Rolle als Edeljoker hinaus. Gegen Hertha BSC durfte er am Samstag das erste Mal seit vier Spielen wieder von Beginn an auflaufen. Im Interview nach dem Spiel sprach er über seine aktuelle Rolle bei Borussia Dortmund, Matthias Ginter und das DFB-Pokal-Spiel in Lotte...

André Schürrle, der 30-Millionen-Neuzugang aus dem Sommer, hätte in Berlin schon nach zwei Minuten ein dickes Ausrufezeichen setzen können. Doch freistehend verzog er seinen Schuss.

Von da an hatten die Dortmunder Probleme im Spiel gegen aggressive Herthaner - und verloren am Ende 1:2. Schürrle war zwar bemüht, seinen Startelfeinsatz zu rechtfertigen, ihm fehlte im Spiel aber etwas die Dynamik, um sich gegen die Defensivspieler der Herthaner durchzusetzen. Nur 47 Ballaktionen bei einer Passquote von 76 Prozent sind eher Durchschnitt. Seine Zweikampfquote von 38 Prozent sogar schlecht. Stefan Döring im Gespräch mit dem Dortmunder:

André Schürrle, Sie haben mit Borussia Dortmund 1:2 bei Hertha BSC verloren. Unnötig?

André Schürrle: Ja, wenn man die Chancen und gerade die zweite Halbzeit sieht, auf jeden Fall. Nach dem 1:1 hatten wir gute Möglichkeiten, waren am Drücker und hatten das Spiel unter Kontrolle. Leider haben wir es verpasst, die Chancen zu nutzen. Dann bekommen wir einen Freistoß, der, sagen wir mal, topgeschossen war. Das ist sehr ärgerlich für uns.

Dabei war vor allem die erste Halbzeit nicht das, was der BVB in den vergangenen Wochen gespielt hat.

Schürrle: Genau. Dabei haben wir eigentlich gut angefangen mit einer Riesenchance für mich, die ich leider daneben setzte. Wenn der reingeht, ist es für uns einfacher. Das war so nicht gewollt. Nach dem 1:0 haben wir uns schwerer getan, Hertha kam besser in die Zweikämpfe rein und wir haben die Räume nicht gefunden. Wir hatten wenige Tormöglichkeiten. Die zweite Halbzeit war besser. Wir waren frischer im Kopf und hatten Torchancen. Leider haben wir es nicht in Punkte ummünzen können.

Die ganz große Rotation ist trotz Ankündigung von Thomas Tuchel ausgeblieben. Wie hat es sich für Sie angefühlt - es sah ein wenig so aus, als würden Sie etwas in der Luft hängen.

Schürrle: Das sah ich überhaupt nicht so. Ich habe mich in der Mannschaft gut gefühlt, hatte viele Ballkontakte. Ich bin auf einem guten Niveau im Training und war es auch bei meinen Einsätzen in den vergangenen Wochen. Daher habe ich mich gefreut, wieder einmal 80 Minuten zu spielen. Ich kann nicht mehr machen, als alles zu geben - ob ich auf dem Platz stehe oder im Training bin. Ich bin in einer guten Form. Schade, dass ich heute kein Tor machen konnte, denn die Chancen waren da. Jetzt muss ich so weiter machen und die Chancen werden kommen.

Wie schwer fällt es Ihnen, aktuell nicht in jedem Spiel auf dem Platz zu stehen?

Schürrle: Natürlich will ich in jedem Spiel spielen. Ich sehe aber das Große und Ganze und weiß meine Rolle einzuordnen. Die Jungs, die in den vergangenen Wochen da vorne gespielt haben, haben topgespielt.

In welcher Rolle sehen Sie sich denn dann beim BVB?

Schürrle: Ich bin eher die Nummer neun für Pierre-Emerick Aubameyang, wenn er rausgeht. Ich habe mit dem Trainer darüber gesprochen und er ist mit mir zufrieden. Er sieht mich mehr in der Spitze. Von daher versuche ich meine Rolle so auszufüllen, dass es für die Mannschaft am besten ist. Natürlich will ich dabei so viel wie möglich spielen. Aber wenn der Trainer mich als Joker sieht, muss ich das akzeptieren und die Chancen nutzen. Das habe ich in den vergangenen Wochen meines Erachtens gut gemacht. Deswegen habe ich Geduld und es wird schon etwas Gutes für mich dabei herausspringen.

Mussten Sie Matthias Ginter besonders trösten, nachdem er bei vor beiden Gegentreffern eine unglückliche Figur machte?

Schürrle: Wir lassen in der Mannschaft niemanden hängen. Wir waren alle bei ihm. Aber eigentlich ist es ja das Schlimmste, wenn man es selbst weiß, und jeder kommt vorbei. Wenn er morgen aufwacht, wird alles wieder ok sein. Wir hatten die Möglichkeiten, dass alles auszumerzen - und das haben wir leider nicht geschafft.

Wie ärgerlich ist dieser Spieltag gerade mit Blick auf die anderen Ergebnisse?

Schürrle: Es wird wieder alles eng. Es ist alles für uns gelaufen - das wär schön häufiger in dieser Saison so. Wir haben es mal wieder vergeigt. Es ist total ärgerlich. Auf der anderen Seite kann man sagen, dass die Gegner unseren Fehler auch nicht nutzen konnten. Wir müssen in den nächsten Wochen wieder so konstant gut spielen, wie in den letzten Wochen - dann werden wir genug Punkte holen, um oben dabei zu sein.

Bereits am Dienstag geht es im DFB-Pokal gegen die Sportfreunde Lotte wieder weiter. Wie muss man dieses Spiel angehen?

Schürrle: Wir müssen es angehen, wie ein Bundesligaspiel. Wir wissen, dass wir von der Qualität besser sind. Wir wissen, dass sich Lotte in alles reinwerfen wird, was sich bewegt. Da müssen wir unsere Qualitäten ausspielen - und dann werden wir das Spiel auch gewinnen...


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3488:325678
2Dortmund3481:443776
3RB Leipzig3463:293466
4Bayer 043469:521758

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