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Champions-League-Gala
Der BVB-Rausch ist nicht zu stoppen - und das hat nicht nur einen Grund

(Foto: dpa)
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Dortmund – Was für ein Abend in Dortmund! Nicht nur in der Bundesliga dominiert der BVB aktuell, auch in der Champions League läuft es wie am Schnürchen. Atletico Madrid fegten die Schwarzgelben mal eben mit 4:0 aus dem Stadion. Der BVB spielt sich derzeit in jedem Spiel in einen regelrechten Rausch. Ein Ende deutet sich nicht an.

Was für ein Abend, was für ein Spiel! Der BVB selbst hatte sich ja ursprünglich mal zwei Jahre Zeit gegeben für den sogenannten Umbruch. Hat sich dabei aber wohl deutlich in der Zeit verschätzt. Binnen weniger Monate wurde aus einem immer wieder schwächelnden BVB ein bärenstarkes Team. Wenig erinnert an die schwankenden Leistungen aus der Vorsaison. Wie hatte sich der BVB da teilweise durch die Spiele gequält – insbesondere auf internationaler Bühne. Die Auftritte gegen Atalanta Bergamo und Salzburg waren alles andere als Lichtblicke. Und heute? 

Mit einer Leichtigkeit wirbelte der „neue“ BVB eine der besten Abwehrreihen Europas durcheinander, fügte Diego Simeone sogar die höchste Niederlage in seiner Amtszeit bei Atletico zu. Und diese währt immerhin schon sieben Jahre. „Dortmund hat sehr dynamisch gespielt. Sie sind stark im Ballbesitz und haben große Schnelligkeit“, lobte selbst Simeone die Leistung des gegnerischen Teams. Mehr noch: „Sie sind auf einem großartigen Weg. Hoffentlich können sie so weiterspielen, denn es macht großen Spaß ihnen zuzusehen.“ Wenn der Gegner schwärmt, macht man wohl etwas richtig. 

Überglücklich waren natürlich auch die BVB-Profis selbst: „Heute ist eine tolle Nacht für uns“, freute sich Mittelfeldakteur Axel Witsel nach der Partie. Und Thomas Delaney, der beim Spielstand von 0:0 verletzt vom Feld musste, sprach von einem großen Schritt für den BVB. Tja, es ist ja tatsächlich ein großer Schritt, denn das Spiel gegen Atletico war der erste richtig große Härtetest für das junge schwarzgelbe Team. Fünf Profis der Startformation waren unter 23, spielten aber abgezockt wie alte Hasen. Dabei hatte Lucien Favre doch stets betont, junge Spieler bräuchten Zeit. Gegen den spanischen Vizemeister aber hatten durchweg alle die Reifeprüfung bestanden. 

Mario Götze war auch zufrieden. In den entscheidenden Momenten habe das Team häufig zwar auch ein Quäntchen Glück gehabt, aber: „Wir arbeiten sehr sehr gut – sowohl defensiv als auch offensiv – und machen so dann diese Tore“, freute sich Mario Götze. Der durfte endlich sein erstes Spiel in dieser Saison über 90 Minuten bestreiten. Und weckte dabei tatsächlich Erinnerungen an den alten Götze, auch wenn beim BVB wirklich alle versuchen, diese Vergleiche abzuwehren. 

Dennoch war Götze gut. Für den verletzten Paco Alcácer rückte er in die Startformation und zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Zwar gelang ihm gegen Atletico kein eigenes Tor, dafür leitete er aber das 3:0 mit seinem Pass auf Hakimi ein. Zudem ackerte er auf dem Platz, behauptete viele Bälle und war stets anspielbar für seine Teamkollegen. Ein durchweg gelungener Auftritt, ganz einfach. 

Die gesamte Mannschaft hatte sich aber eine Bestnote für das Spiel gegen Atletico verdient. Was dieses Team aktuell auf dem Platz zaubert, ist bemerkenswert. Doch woran liegt das? Was machte den BVB so schnell wieder zu stark? Es gibt sicherlich verschiedene Gründe. Ein entscheidender ist das gute Näschen bei den Neuverpflichtungen. Beispiele sind Witsel und Delaney. Beide Verpflichtungen dürfen als Volltreffer gewertet werden. Als neue BVB-Doppelsechs harmonieren sie fantastisch, so als hätten sie schon jahrelang zusammengespielt. Witsel ist zugleich der neue Leader im Team. Jemand, der in der letzten Saison so fehlte.

Gleichzeitig hat sich Marco Reus ebenfalls zu einem echten Anführer entwickelt. Spieler, die Verantwortung übernehmen. Verantwortung, verteilt auf mehrere Schultern. Ein wichtiger Punkt mit Blick auf den derzeitigen Erfolg, aber sicherlich nicht der einzige. 

Einen ebenso guten Riecher wie bei Witsel und Delaney hatte der BVB natürlich auch bei anderen Neuverpflichtungen, wie beispielsweise bei Real-Leihgabe Achraf Hakimi. Der 19-Jährige Spanier machte gegen Atletico sein bislang bestes Spiel für den BVB. Gleich drei der insgesamt vier Treffer bereitete der 19-Jährige vor und sorgte immer wieder für Schnelligkeit auf der linken Seite. Dafür wurde er sogar von der UEFA zum „Man oft the Match" gekürt. Gut, hier mag sicherlich der Gegner Atletico noch aus anderen Gründen die Motivation nach oben geschraubt haben. Nichtsdestotrotz bringt Hakimi Qualität mit. 

Und dann ist da ja auch noch der Trainer: Nach dem weniger glücklichen Händchen bei der Trainerauswahl in der vergangenen Saison hat der BVB endlich wieder voll ins Schwarze getroffen. Vom Umgang mit jungen Spielern über Teambuilding bis hin zur taktischen Ausrichtung und einem guten Gespür für Einwechslungen: Lucien Favre macht einfach aktuell alles richtig. 

Ist der BVB also wieder da? Sicher ist: Er belebt die Erinnerungen an große Tage und das ist sicher nicht das Schlechteste für den Augenblick.

 


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22. Spieltag
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1Dortmund2154:233150
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3M'gladbach2141:212042

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