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SPIELANALYSE
Dreckiger Sieg gegen Mainz offenbart taktische Schwächen beim BVB

(Foto: dpa)
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Dortmund – Ein dreckiger 2:1-Sieg gegen Mainz und eine blamable 0:5-Klatsche in München eine Woche zuvor. Was auf den ersten Blick scheinbar nichts miteinander zu tun hat, lässt sich doch leicht verbinden: Taktische Schwächen gefährden aktuell den Dortmunder Erfolg. Trainer Favre hat es nicht leicht, Lösungen zu finden.

Der knappe Sieg des BVB gegen Mainz brachte nicht nur wichtige drei Punkte, sondern auch eine noch wichtigere Erkenntnis: Taktisch steht Borussia Dortmund einfach nicht sicher genug da. Bot die erste Halbzeit gegen den FSV noch dominanten Ballbesitzfußball, genügte eine einfache taktische Umstellung der Gäste in der Pause, damit der BVB die Kontrolle über das Spiel verlor. Nicht erst durch den Anschlusstreffer von Quaison (83.) gerieten die Hausherren mächtig ins Schwimmen.

Eine Woche zuvor bei den Bayern war das Ergebnis (0:5) ein völlig anderes, das Problem aber ähnlich: Dortmund fand keinen Zugriff auf das Spiel. Favre hatte sich vercoacht, personell und taktisch, seine Fehler zum Mainz-Spiel aber vermeintlich ausgebügelt. Damit hatte er bereits in der zweiten Halbzeit bei den Bayern begonnen, was beim Zwischenstand von 0:4 nur viel zu spät kam. Gegen Mainz war Dortmund von Beginn an besser eingestellt. Doch das offensiv ausgerichtete System hielt nur eine Halbzeit lang.

Mit der Raute aus der Flaute, so lautete wohl der Befehl von Sandro Schwarz in der Halbzeitpause.Diesen setzte das Mainzer Team bravourös um und hätte sich dafür auch fast belohnt. Neben Quaisons Treffer waren für Onisiwo zweimal der Pfosten (das erste Mal bereits im ersten Durchgang) und für Ujah gleich dreimal hintereinander Roman Bürki im Weg (87.). Die erste Halbzeit ließ diese Entwicklung nicht im Geringsten erahnen.

Im dominanten Dortmunder Spiel der ersten 45 Minuten eine Schwachstelle zu finden, war nicht leicht, doch Schwarz ist es gelungen. Und Favre hatte sichtlich Mühe, die entstandenen Löcher wieder zu stopfen. „Wolf und vor allem Diallo waren zu viel in Eins-gegen-zwei-Situationen“, sagte Favre.

 

Damit hatte er recht, doch es wäre seine Aufgabe gewesen, das noch im Spiel zu verhindern. Favre wechselte spät, und weder Philipp noch die Defensivspezialisten Zagadou und Toprak konnten das schwankende Dortmunder Spiel stabilisieren.

Der BVB-Coach analysierte den Two-Face-artigen Auftritt seiner Mannschaft gewohnt nüchtern und auf den Punkt. Dass die Mainzer Raute das Problem in der zweiten Halbzeit war, war ihm natürlich klar. Dass er dafür keine Lösung finden konnte, verschwieg er.

Die zu häufig erzwungenen Unterzahlsituationen hätten seiner Mannschaft zum Verhängnis werden können. „Das war sehr gefährlich für uns“, sagte der Schweizer, und gab zu: „Mainz hätte auch das 2:2 machen können.“

Wirklich beunruhigt wirkte Favre nach dem Spiel aber nicht. Wahrscheinlich ist es gut für die Mannschaft, dass der Chef die Ruhe behält. Das alleine reicht jedoch nicht. Kommende Woche in Freiburg und vor allem im Ruhrderby wird es auch auf taktische Feinheiten ankommen. Egal, ob diese Entscheidungen vor dem Spiel oder erst in der Halbzeitpause zu treffen sind.

 


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Sonntag, 21. April, 15.30 Uhr
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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3079:295070
2Dortmund3072:363669
3RB Leipzig3057:233461
4Frankfurt3058:352353

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