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Kader
Kagawa oder Götze: Beim BVB ist nur Platz für einen

Shinji Kagawa. (Foto: dpa)
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Dortmund – Wenige Stunden vor Ablauf des Transferfensters stellen sich mit Blick auf den Kader des BVB noch Fragen. Bennet Wengatz schaut vor allem auf die schwierige Situation, die sich für Mario Götze, aber auch Shinji Kagawa. Warum der Japaner sogar eher eine Rolle spielen müsste ...

Der BVB startete mit einem 4:1-Sieg gegen Leipzig in die Saison und besiegte damit womöglich einen direkten Konkurrenten um einen Platz unter den ersten vier. Zumindest die Effizienz und das Spielglück sind also schon auf dem Level eines Topklubs. Anders kann man nicht erklären, dass sowohl das kurz vor der Pause gefallene 3:1, welches enorm wichtig war, um vor der Unterbrechung Klarheit zu schaffen, als auch das 4:1, welches gerade fiel, als sich die Leipziger noch ernsthafte Hoffnungen auf einen Anschlusstreffer machen konnten, zu den ersten vier Bundesligatoren der Borussia in der Saison 2018/19 gehörten.

Wichtig ist, dass abseits des Ergebnisses erkannt wurde, dass noch deutliche Verbesserungen in nahezu allen Bereichen von Nöten sind, um auf dem höchsten Level konkurrenzfähig zu sein. Die Ansprüche an das eigene Team dürfen niemals sinken.

Gerade weil das Transferfenster noch einige Stunden geöffnet ist, gibt es auch in Bezug auf den mittlerweile 30-köpfigen Kader großen Gesprächsbedarf. Die Zentrale kristallisiert sich sowohl defensiv als auch im Mittelfeld von Spiel zu Spiel weiter heraus. In der Innenverteidigung scheinen Akanji und Diallo gesetzt, in Toprak steht ein zuverlässiger und erfahrener Akteur als Backup bereit.

Die Mittelfeldachse aus Witsel, Delaney und Dahoud könnte ebenso zur neuen Stammformation gehören. Allenfalls die Position von Dahoud könnte im Rahmen der Rotation und aus taktischen Beweggründen regelmäßig neu besetzt werden. Neben Sergio Gomez stünden in Mario Götze und Shinji Kagawa noch zwei erfahrene Akteure zur Debatte. Gerüchte um einen möglichen Abgang Kagawas sind angesichts der nahezu identischen Vertragssituation von Mario Götze (beide bis 2020) unverständlich. Kagawa war bis zu seiner Verletzung im Februar klarer Stammspieler und konnte in der ingesamt schwachen Saison mit seinen 13 Scorerpunkten noch positiv herausstechen, scheint aber momentan komplett außen vor zu sein.

Immer wieder Ernüchterung bei Götze

Götze (9 Scorer) hingegen wurde auch in dieser Saisonvorbereitung wieder relativ früh über den grünen Klee gelobt. Man glaubt, bei ihm erneut einen deutlichen Fortschritt in Bezug auf seine Athletik und Spritzigkeit gesehen zu haben. Außerdem habe die Nicht-Nominierung für die WM 2018 mit Sicherheit positive Aufwirkungen auf die mentale Verfassung des 26-jährigen, der sich voll auf den BVB konzentrieren konnte. Ernüchterung folgte dann wieder einmal direkt im ersten Pfichtspiel. In Fürth schien ein tiefstehender Gegner auf dem Spielplan zu stehen, der Götzes Stärken am ehesten entgegenkommt. Weit gefehlt! Nach 63 Minuten wurde Götze nach einem tatsächlich unglücklichen Auftritt ausgewechselt und der Stammplatz scheint verspielt. Prompt folgte die Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft.

Mittlerweile fehlt der Glaube, dass Götze im Spiel der Dortmunder zu einem Stammspieler wachsen kann, der dem Spiel, der Position entsprechend, auch faktisch seinen Stempel aufdrücken kann. Zu häufig ist er in Pflichtspielen nur ein Mitläufer, wenn auch die Ballsicherheit noch immer zu seinen Stärken gehört. Ob man seinen hochdotierten Vertrag (ca. 7 Mio Euro/ Jahr) vor 2020 verlängern sollte, lässt sich durchaus diskutieren. Es scheint, als sei für Götze jede Saison aufs Neue die Entscheidende, die Wichtigste oder gar der Wendepunkt. Das Erkennen der Differenz von Anspruch und Wirklichkeit ist in diesem Fall sehr ermüdend. 

Neue Rolle für Kagawa

Problematisch könnte sich auch der Transfer von Pablo Alcacer auf Götze auswirken. Vorstellbar, dass Favre hinter dem Spanier auf Reus als "Neuneinhalb" setzt, sodass in der Mittelfeldzentrale nur noch die Plätze von Delaney und Witsel verbleiben. In dem Fall würde für zwei Spieler aus Kagawa, Dahoud und Götze wohl nur noch die Tribüne bleiben. Kagawa würde in diesem 4-4-2 jedoch noch eher (als Backup für Reus) infrage kommen, betonte Favre doch umlängst, dass er in ihm ebendiese "Neuneinhalb" sieht. Möglich also, dass die Alcacer-Verpflichtung eine neue Position für Kagawa frei macht. Den 29-jährigen Japaner möglicherweise auch über 2020 zu behalten, ergäbe im Vergleich auch aus finanzieller Sicht Sinn. Der möglicherweise vorletzte Vertrag des Fanlieblings, bevor er nochmal in seine Heimat zurückkehrt, würde mit Sicherheit mit einem Gehalt von etwa 4,5 Mio/Jahr einhergehen.

Klar ist, dass in der Mittelfeldzentrale des BVB nach wie vor ein Überangebot besteht. Sollte Kagawa nicht den Wunsch äußern, noch in diesem Sommer zu wechseln, wäre es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, ihm auch in diesem Jahr die Chance zu geben. Sein "Impact" war in der jüngeren Vergangenheit größer als der von Götze, weshalb ein Abgang Kagawas zugunsten von Mario Götze unverständlich wäre.

 


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3488:325678
2Dortmund3481:443776
3RB Leipzig3463:293466
4Bayer 043469:521758

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