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BVB nach der Zitterpartie mit Sorgen
Lucien Favre: „Haben da ein richtiges Problem“

(Foto: dpa)
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Dortmund – Das war knapp. Erst am Ende der Verlängerung machte der BVB das wichtige 3:2 und zog damit in die nächste Runde des DFB-Pokals ein. Wie schon vor zwei Jahren war Union Berlin ein unangenehmer Gegner. Und wer fulminanten Angriffsfußball von den Dortmundern erwartet hatte, wurde über weite Strecken enttäuscht. Dabei hatte sich der BVB das Leben selbst schwer gemacht, verteidigte nach dem glücklichen Weiterkommen aber seinen Kurs. Sorgen bereitet Lucien Favre etwas ganz anderes …  

„Wir haben da ein richtiges Problem“, machte Favre auf der Pressekonferenz nach der Partie gegen Union Berlin klar. Gemeint waren nicht die Defizite im gerade mühselig gewonnen Spiel. Diese Aussage bezog sich auf das immer größer werdende Lazarett in der BVB-Defensive. Schon nach wenigen Spielminuten musste Abdou Diallo aufgrund von Adduktorenproblemen im Pokalspiel den Platz verlassen. „Wir wissen noch nichts Genaues. Ich denke aber, er wird die nächsten Spiele fehlen, aber das ist nur meine Prognose“, so Favre. Adduktoren-Verletzung lautete später die Vermutung.

Damit reiht sich Diallo neben Manuel Akanji, Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek in die Liste der verletzten Verteidiger ein – die BVB-Defensive wird damit zur Baustelle vor den extrem wichtigen Spielen gegen Atletico Madrid und Bayern München. Aber zumindest liegt das Spielglück ja aktuell auf der Seite der Dortmunder. Zum Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale gehörte zumindest mächtig Dusel. Aber bei so vielen personellen Veränderungen auch kein Wunder, oder?    

Gleich auf sieben Positionen veränderte Lucien Favre seine Startformation im Vergleich zum Spiel gegen Hertha BSC. Sogar Kapitän Marco Reus und Anführer Axel Witsel verfolgten das Spiel zunächst von der Bank aus. Es rückten stattdessen lange nicht berücksichtigte Spieler in die Startelf wie beispielsweise Shinji Kagawa. Auch Keeper Roman Bürki verordnete Favre gegen Union eine Verschnaufpause, stattdessen stand Marvin Hitz zwischen den Pfosten, der damit sein Pflichtspieldebüt für die Dortmunder feierte.  

Dass mit vielen neuen Leuten nicht auf Knopfdruck sofort alles wie am Schnürchen läuft, war zu erwarten: „Wir trainieren zwar täglich zusammen, aber im Spiel ist das natürlich noch mal was anderes. Man hat schon gesehen, dass ein bisschen die Automatismen gefehlt haben und die Explosivität im Spiel. Aber das ist alles völlig normal, weil wir so noch nie zusammengespielt haben“, so Marco Reus, der in der 78. Minute für Shinji Kagawa aufs Feld gekommen war und den BVB am Ende zum Sieg schoss. 

Aber war diese Zitterpartie wirklich nötig, wäre es nicht auch mit etwas weniger Rotation gegangen? „Es geht nicht anders“, verteidigte Michael Zorc den Kurs von Trainer Lucien Favre. „Man kann nicht immer mit der gleichen Mannschaft spielen. Insofern zählt am Ende das Ergebnis und das ist positiv.“ Und genau das war am Ende auch der Tenor von Reus: „Natürlich müssen wir das Spiel analysieren. Aber am Ende ist es wichtig, dass wir eine Runde weiter sind.“ Morgen oder übermorgen spreche keiner mehr über das Wie, so Reus weiter. 

Lucien Favre selbst wollte die Zitterpartie aber nicht allein mit seiner XXL-Rotation begründen: „Der Gegner hat auch einen Teil dazu beigetragen. Sie haben sehr gut verteidigt, waren sehr kompakt und aggressiv.“ Union Berlin stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass sie bis dato nicht grundlos neben dem BVB in dieser Saison der einzige ungeschlagene Profiklub in Deutschland sind. Entsprechend stolz war Favres Landsmann und Gästetrainer Urs Fischer trotz Niederlage auf seine Jungs: „Nach so einer Leistung überwiegt der Stolz. Wir waren kurz vor der Sensation.“

Das waren die Berliner tatsächlich. Dabei hatte sich der BVB sicher schon kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit im Achtelfinale gesehen, stand es bis zur 87. Minute doch noch 2:1 für die Hausherren. Ein schwacher Abwurf von Hitz, mit dem er eigentlich das Spiel nur schnell machen wollte, ermöglichte den Gästen dann die Chance auf den Ausgleich. War deshalb zumindest die Torwartrotation ein Fehler? Nein, auch davon wollte man in Dortmund nicht sprechen. „Es sind da ein paar Fehler zusammengekommen“, so Favre auf der Pressekonferenz und stellte sich damit klar vor seinen Keeper.  

Gut, dass am Ende niemand mehr sprechen musste über die Wechsel. Erleichterung über das Weiterkommen überwog, bei Pokalspielen gilt umso mehr: Mund abputzen, weitermachen.

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3079:295070
2Dortmund3072:363669
3RB Leipzig3057:233461
4Frankfurt3058:352353

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