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Zwischen Enttäuschung und Stolz
Marco Reus: „Borussia Dortmund gehört nach oben“

(Foto: dpa)

Mönchengladbach –   Borussia Dortmund gewinnt auswärts gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0 und schließt damit die Saison mit 76 Punkten ab. Für den Meistertitel hat es trotzdem nicht gereicht. Dennoch kann der BVB zu Recht stolz auf seine Saison sein. Unmittelbar nach dem Spiel überwog jedoch bei den meisten Spielern und Verantwortlichen die Enttäuschung …

Der BVB hat punktemäßig seine drittbeste Saison der Vereinsgeschichte gespielt und dennoch ist der Traum vom Titel geplatzt. Der FC Bayern München ist stattdessen nach dem 5:1-Erfolg gegen Frankfurt mit insgesamt 78 Punkten auf dem Konto zum siebten Mal in Folge Deutscher Meister geworden. Die Freude über den Sieg gegen Gladbach hielt sich deshalb beim BVB nach dem Abpfiff in Grenzen, stattdessen überwog etwas anderes. „Es ist eine große Enttäuschung, weil wir sehr nah dran waren“, so Keeper Roman Bürki, der anschließend aber noch hinzufügte: „Morgen oder übermorgen werden wir aber stolz sein auf das, was wir die ganze Saison über geleistet haben. Im Moment ist es enttäuschend, aber damit müssen wir umgehen. Und in der nächsten Saison gibt es dann eine neue Chance.“

Ähnlich äußerte sich auch Michael Zorc nach dem letzten Saisonspiel. „Im Moment überwiegt die Enttäuschung, nicht Meister geworden zu sein. Das realisiert man jetzt gerade. Während des Spiels hatte man immer noch Hoffnung und unter der Woche im Vorfeld auch. Aber wenn wir ab morgen das Gesamte bewerten, dann ist es schon so, dass wir sagen können, dass wir eine sehr gute Saison gespielt haben.“

Insbesondere mit Blick auf die vergangene Saison, in der der BVB mit vielen Problemen zu kämpfen hatte, war es zweifelsfrei eine hervorragende Saison. Auch das betonte übrigens Zorc und sprach in diesem Zusammenhang von einer fantastischen Entwicklung des Teams. Hieran solle in der nächsten Spielzeit angeknüpft werden: „Diese Saison ist eine Verpflichtung und auch eine Motivation, in der nächsten Saison wieder anzugreifen. Vielleicht dann mit einer noch besseren Mannschaft, einem qualitativ noch besseren Kader. Das ist jetzt die Aufgabe für die nächsten Wochen“, so Zorc.

Während bei Bürki und Zorc am Samstagabend klar die Enttäuschung überwog, zeigte sich Sebastian Kehl hin- und hergerissen zwischen Trauer und Freude. „Klar ist die Enttäuschung da, weil wir eine große Chance auf den Titel hatten. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass wir fantastische Spiele abgeliefert haben. Gerade in der Hinserie, die uns unglaublich beflügelt hat und super leicht war“, so Kehl, der ebenfalls betonte, dass die Mannschaft in dieser Saison doch im Grunde viel mehr erreicht habe als anfangs erträumt.   „Deswegen stecke ich auch ein bisschen im Spagat. Ich bin glücklich über das, was wir heute hier noch geschafft haben und dass uns ein würdiger Abschluss gelungen ist. Aber ich bin eben auch ein bisschen traurig darüber, dass wir nicht Meister geworden sind.“

Ja, der BVB durchlebt aktuell ein wahres Wechselbad der Gefühle. Nach der doch recht verkorksten letzten Saison überraschten die Schwarzgelben viele und sich offenbar zum Teil selbst mit vielen starken Auftritten. Am Ende aber so knapp das ganz Große zu verpassen, tut eben trotzdem weh. Aber ebenso wie Zorc glaubt Kehl an eine weitere Chance in naher Zukunft: „Ich glaube, die Mannschaft hat noch großes Entwicklungspotenzial. Und wir werden natürlich auch daran arbeiten, das Team weiter zu verstärken und so noch besser zu werden. Dass Borussia Dortmund Titel gewinnen kann, haben wir in den letzten Jahren gezeigt und das wird natürlich auch unser Anspruch in den nächsten Jahren sein.“

Als letzter stand am Samstagabend BVB-Kapitän Marco Reus den Journalisten Rede und Antwort. Auch er war natürlich betrübt, benannte aber zugleich, die in seinen Augen ausschlaggebenden Spiele: „Ich glaube, dass die Spiele gegen Bremen und gegen Schalke am Ende ausschlaggebend waren, weil wir sonst hier mit einem Punkteposter hingekommen wären.“ Nichtsdestotrotz habe sich das Team aber auch trotz der zwei Zähler Rückstand Hoffnungen gemacht, gibt auch Reus ehrlich zu. „Wir waren nah dran, aber in den entscheidenden Momenten war Bayern einfach einen Tick besser. Das muss man auch neidlos so anerkennen“, so der Kapitän weiter.

Bayern war einen Tick besser und das – so Reus – auch aufgrund ihrer Erfahrung. „In der Rückrunde hat uns dagegen in gewissen Spielen einfach die Erfahrung und auch die nötige Gier gefehlt, dass jeder einzelne weiß, dass dieses Jahr einfach unheimlich viel drin ist. Dann ist es auch für mich und für ein paar andere Spieler manchmal schwierig gewesen, da einzugreifen und in die Köpfe reinzukommen.“ Aber das sei alles ein Lernprozess, betonte der Kapitän, für den das Ziel der nächsten Saison vollkommen klar ist: „Borussia Dortmund gehört nach oben und wir werden in der nächsten Saison alles dafür tun, damit wir wieder ganz oben mit dabei sind und am Ende dann hoffentlich auch Meister werden.“  

 

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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3488:325678
2Dortmund3481:443776
3RB Leipzig3463:293466
4Bayer 043469:521758

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