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Nach dem knappen Sieg gegen Mainz
Marco Reus nennt möglichen Grund für Leistungsabfall

(Foto: dpa)
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Dortmund – Gut 60 Minuten war Borussia Dortmund im Spiel gegen Mainz die bessere Mannschaft, dann aber brauch das Team von Lucien Favre ein. Eine vogelwilde Schlussphase begann. Dank eines überragenden Roman Bürki sicherte sich der BVB aber dennoch die drei so wichtigen Punkte im Kampf um den Meistertitel. Bei allen Beteiligten überwog am Ende daher die Freude über den Sieg, wenngleich mit Blick auf die Schlussphase natürlich auch kritische Töne angeschlagen wurden…

Nach dem Abpfiff gegen Mainz feierten die BVB-Fans vor allem einen: Keeper Roman Bürki. Ihm hatte sein Team den Sieg am Ende schließlich zu verdanken. Dank einiger toller Reflexe des Schweizers in einer extrem wilden Schlussphase brachte der BVB die knappe 2:1-Führung über die Zeit und sicherte sich so die drei Punkte. „Ich musste mich erst ein bisschen beruhigen, aber dann konnte ich den Gang zu den Fans schon genießen. Es ist ja speziell und etwas Schönes von den Anhängern gefeiert zu werden“, sagte Bürki auf die Frage, wie er die ersten Minuten nach dem Spiel erlebt habe.

Dass er sich zunächst beruhigen musste, ist dabei mehr als verständlich. Seine Mannschaft gab das Spiel zum Ende völlig aus der Hand und Bürki wurde so immer wieder gefordert. „Ich bin über den Abpfiff ehrlich gesagt sehr erleichtert gewesen. Ich weiß nicht, ob es noch lange gut gegangen wäre“, so Bürki weiter. „Wir haben die letzten 20 Minuten überhaupt nicht mehr so gespielt, wie wir es gewohnt sind. Die Klärungsversuche sind uns meistens misslungen. Es hat sich angefühlt als wäre Mainz mit zwei Mann mehr auf dem Platz, weil sie immer wieder an den Ball gekommen sind.“

Eine Erklärung hatte der Keeper für den Einbruch seiner Mannschaft allerdings nicht, will deshalb aber in den kommenden Tagen das Gespräch mit seinen Mitspielern suchen. „Ich werde mit den Jungs auf jeden Fall noch sprechen. Ich will wissen, woran es ihrer Meinung nach lag, denn es kann nicht sein, dass wir gegen Mainz im eigenen Stadion so hinten reingedrängt werden und gar nicht mehr richtig spielen können.“

Einer Mannschaft mit Meisterambitionen darf dies wahrlich nicht öfter passieren. Gerade im eigenen Stadion muss so eine Führung ohne größere Not über die Zeit gebracht werden können, wenn man noch ernsthaft um den Titel mitkämpfen will.

Reus: „Natürlich spielt auch der Kopf eine Rolle“

Ähnlich wie Bürki äußerte sich deshalb auch Kapitän Marco Reus nach dem Spiel. „Wir haben das Spiel völlig unnötig aus der Hand gegeben und haben Mainz zu einfach ins Spiel kommen lassen. So etwas darf uns gerade zuhause nicht passieren.“ Im Gegensatz zu Bürki hatte Reus aber zumindest einen möglichen Erklärungsansatz. „Natürlich spielt der Kopf auch eine Rolle. Je näher es sich dem Ende neigt, je weniger Spiele es werden, desto mehr kommt der Kopf auch mit ins Spiel. Das ist klar.“ Mit der Niederlage in München aber habe der Einbruch seiner Meinung nach nichts zu tun: „Das Spiel gegen die Bayern haben wir abgehakt. Wir haben genug drüber gesprochen. Das Spiel darf nicht mehr in unseren Köpfen sein und war es auch nicht, sonst hätten wir in der ersten Halbzeit nicht so gut gespielt“, so der Kapitän.

Aber schwache Endphase hin oder her, das Wichtigste sei, so Reus, der Sieg. „Wir haben unsere Pflicht trotzdem erfüllt, haben gewonnen. Das war unser Ziel. Wir wollten schließlich den Druck auf Bayern erhöhen.“ Das haben die Dortmunder auf jeden Fall geschafft, denn jetzt muss der Rekordmeister am Sonntag nachlegen, um nicht wieder hinter den BVB zurückzufallen.

Während Reus, den Grund für den Leistungsabfall eher am Kopf festmacht, sprach Axel Witzel dagegen davon, zum Ende hin auch körperlich müde gewesen zu sein. Aber sicherlich gibt es hier auch eben nicht nur einen Grund.

Dass die Niederlage gegen Bayern aber sicherlich keinen Einfluss mehr hatte, wollte auch Michael Zorc noch einmal betonen. In der ersten Halbzeit sei es für ihn wichtig gewesen, zu sehen, dass München aus dem Kopf sei. „Im ersten Durchgang war es fußballerisch ein guter Auftritt von uns. Wir haben uns Chancen erspielt und Tore gemacht“, so Zorc. Mit dem Verlauf der zweiten Hälfte war er natürlich zwar auch nicht zufrieden, betonte aber auch, dass die Erleichterung über den Sieg aktuell bei ihm größer sei als der Ärger über das wackelige Ende.

Im Kampf um die Meisterschaft zählt definitiv jeder Punkt. Dass deshalb die Freude über den Sieg überwiegt, ist verständlich. In den kommenden Spielen muss der BVB aber daran arbeiten, solche Spiele souverän zu Ende zu spielen. Egal aus welchen Gründen dies gegen Mainz nicht passierte. Solche Einbrüche kann sich ein Klub, der um die Meisterschaft kämpft, nicht oft erlauben, sonst kann auch mal der Gegner am Ende der glückliche Gewinner sein und dann wäre der Traum vom Titel definitiv geplatzt.

 


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30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3079:295070
2Dortmund3072:363669
3RB Leipzig3057:233461
4Frankfurt3058:352353

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