Borussia Dortmund bei Facebook

Unser Service... Alle BVB-Artikel exklusiv auf Facebook

Abschied als BVB-Legende
Niemals geht man so ganz - Mach's gut, Nuri!

(Foto: dpa)
4

Dortmund – Nuri Sahin verlässt Borussia Dortmnd zum zweiten Mal. Sieben Jahre nach dem ersten Wechsel zieht es den Mittelfeldspieler nun zu Werder Bremen. Dort erhofft sich Sahin größere Einsatzzeiten als in Dortmund. Es ist ein Wechsel der schmerzt. Florian Dellbrügge hat ein paar warme Worte für einen, der als junger Kerl ins kalte Wasser geschmissen wurde und nun als Vereinslegende geht.

Im August 2005 betritt ein junger Mann mit dem Namen Nuri Sahin die Bundesligabühne. Im Spiel beim VfL Wolfsburg setzt Trainer Bert van Marwijk den damals 16-Jährigen in der Startelf ein und macht ihn zum bis heute jüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Nuri Sahin, so heißt es damals, sei die Zukunft von Borussia Dortmund.

Und die Karriere von Sahin sollte mit einem steilen Anstieg beginnen. Schnell ging es in die türkische Nationalmannschaft - schnell wurde Sahin der jüngste Dortmunder-Bundesligatorschütze und auch in der Nationalmannschaft darf er das von sich behaupten.

In seiner Anfangszeit in Dortmund war er ein Versprechen auf eine bessere Zukunft in schwarzgelb. Der von finanziellen Problemen arg gebeutelte Klub lechzte nach neuen Helden, nach neuem Schwung. Doch so richtig sollte es nicht zünden. Bert van Marwijk war irgendwann Geschichte. Der große Förderer war weg und in der kurzen Zeit von Jürgen Röber und der längeren Zeit von Thomas Doll beim BVB war Sahin nicht immer erste Wahl.

Meisterschaft mit dem BVB

So führte ihn eine Leihe nach Rotterdamm, wo er indes schon zu überzeugen wusste. Im Sommer 2008 traf Nuri Sahin dann beim BVB auf einen Mann, der sich mit einer blutjungen Mannschafte aufmachte, eine neue Ära in Dortmund zu starten. Jürgen Klopp war der neue Chef an der Seitenlinie. Und Sahin wurde mehr und mehr zu seinem Chef auf dem Platz. Stetig steigerten sich die Leistungen des immer noch jungen Türken. Passspiel, strategisches Denken und gefährliche Standardsituationen - wann immer Nuri Sahin am Ball war, es wurde gefährlich für den Gegner.

Die Bundesliga eroberten er und seine Teamkollegen ab dem Sommer 2010 im Sturm. Fünf Tore und elf Vorlagen standen am Ende für Sahin zu Buche. Seine wohl beste Saison und die Krönung für einen, der in Dortmund groß wurde: Die Deutsche Meisterschaft mit dem BVB. Die Young Generation hatte ein kleines Fußballwunder vollbracht. Doch mitten in diese Zeit hinein war es Sahin, der die Liebe der Fans auf eine harte Belastungsprobe stellte.

Im Frühjahr 2011 gab er bekannt, von einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag Gebrauch zu machen und nach Spanien zu Real Madrid zu wechseln. Ein Schock für den BVB und seine Anhängerschaft. Das Gehirn der Mannschaft sollte gehen. Mit damals 22 Jahren war Sahin immer noch in der Frühphase seiner Karriere und die Vorzeichen für eine große Karriere waren da. Bei Real Madrid erhielt er die Nummer Fünf - unter anderem die Nummer des großen Zinedine Zidane bei Real. Doch es sollte anders kommen als geplant.

Nuri is back

Aufgrund von Verletzungen kam Sahin nie in Spanien an. Zwar durfte er 2012 mit Real die Meisterschaft feiern, sein Anteil daran aber war gewiss nicht sehr groß. So ging es im Sommer weiter nach England, in die Premier League. Per Leihe wurde Sahin zum FC Liverpool transferiert, fand jedoch auch dort keinen richtigen Anschluss. Und so kam es, dass im Januar 2013 Hans-Joachim Watzke die heute fast schon legendären Worte "Nuri is back" sagte. Nuri Sahin kehrte zurück zu Borussia Dortmund. Es sollte eben "Echte Liebe" sein.

Die Emotionen bei seiner Rückkehr waren groß, die Freude riesig und der Wechsel nach Spanien war verziehen. Eine Jugendsünde eben, so sagte man sich in Dortmund.

Fünfeinhalb Jahre ist das nun schon wieder her. Nuri Sahin wurde zwar nie wieder der Spieler, der er 2010 gewesen ist, doch spielte er für den BVB immer eine wichtige Rolle. Auf dem Platz als Statege oder in der Kabine als einer, der seine Erfahrungen an die neue Generation weitergibt. Und als Identitätsträger des BVB.

Doch sportlich reichte es zuletzt nicht mehr. Andere Spieler haben ihn überholt und die Aussicht auf Einsätze ist gering gewesen. Die Lust auf den Fußball, sie ist zu groß, als das sich Nuri Sahin mit der Rolle auf der Tribüne zufrieden geben kann.

Einmal Borusse, immer Borusse

Und so sehr es schmerzt, ein zweites Mal Abschied von Nuri Sahin nehmen zu müssen, so sinnvoll ist es sowohl für den Spieler als auch für den BVB. Nuri Sahin wird im September 30 Jahre alt und hat noch einige Jahre Bundesliga-Fußball in sich. Und der BVB spart einiges an Gehalt ein. So trocken, so traurig kann der Fußball eben sein.

Doch klar ist auch: Niemals geht man so ganz. Wenn einer 274 Pflichtspiele für den BVB gemacht hat, dann wird er immer ein Teil des Klubs sein. Wenn einer immer da war, in der schlechten und in der guten Zeit, dann werden die Fans ihn nicht vergessen. Die Erinnerung an eine großartige Zeit wird immer da sein. Die Erinerung an einen Helden, ja eine Legede im schwarzgelben Trikot. Die Erinnerung an Pässe aus dem Fußgelenk. An Freistoßtore gegen den FC Bayern. Schlicht die Erinnerung an einen großen Fußballer. 

Und für Nuri Sahin, wo auch immer er spielt, wird es hoffentlich immer heißen: Einmal Borusse, immer Borusse! 

 


Lade Forenbeiträge...

Nächstes Liga-Spiel


Es ist Sommerpause
Liga-Spielplan | BVB-Spielplan
Kader | BVB-Forum

Weitere BVB-Termine

derzeit keine weiteren Termine

 


Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3488:325678
2Dortmund3481:443776
3RB Leipzig3463:293466
4Bayer 043469:521758

BVB


Weitere Artikel: BVB »