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BVB spielt 0:0 gegen Brügge
BVB weiter, aber gemischte Gefühle bei Roman Bürki und Marco Reus

(Foto: dpa)
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Dortmund – Borussia Dortmund steht im Achtelfinale der Champions League. Das torlose Remis gegen Brügge reichte dem BVB, um sicher in die nächste Runde einzuziehen. Für die meisten Spieler war es ein Grund zur Freude, aber nicht jeder Profi war am Mittwochabend glücklich darüber … 

„Ich hoffe, die Freude über den Achtelfinaleinzug kommt später noch. Gerade bin ich nicht zufrieden, weil wir nicht das gespielt haben, was wir eigentlich können“, so Roman Bürki nach der Partie in den Dortmunder Katakomben. Der Keeper war sogar weitaus mehr als nur unzufrieden: „Ja, Ich bin enttäuscht. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Wir hatten es in der Hand, weiter oben zu stehen. Jetzt haben wir den ersten Platz in der Gruppe abgegeben“, klagte Bürki.   

Der BVB ist zwar sicher im Achtelfinale. Durch das Remis am Mittwochabend sind die Schwarzgelben aber nur noch Gruppenzweiter, da Atletico zuvor 2:0 gegen Monaco gewinnen konnte. Zurück an die Tabellenspitze schafft es der BVB jetzt nicht mehr allein durch einen Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Monaco am 11. Dezember. Gleichzeitig dürfte Madrid gegen Brügge im Parallelspiel nicht gewinnen. 

Trotz des verlorenen ersten Tabellenplatzes, der die Aussicht auf einen vermeintlich leichteren Achtelfinalgegner erhöht, zeigte sich Kapitän Marco Reus weitaus positiver gestimmt als Bürki: „Eine Enttäuschung ist das Spiel heute für mich nicht. Wir können nicht jeden Gegner aus dem Stadion fegen. Das ist alles harte Arbeit.“ In der Kabine sei auch insgesamt eine Erleichterung vorhanden gewesen, das Ziel Achtelfinale erreicht zu haben, so Reus. Klar, könne man der Mannschaft heute vorhalten, dass sie ein bisschen wenig in der Offensive gemacht habe. „Aber solche Spiele gibt es halt auch“, so der Kapitän weiter. 

Wer sich auf ein erneutes Offensivfeuerwerk des BVB gefreut hatte, wurde am Mittwoch eher enttäuscht. Die Führung hatten die Schwarzgelben trotzdem zweimal mit hundertprozentigen Gelegenheiten im ersten Durchgang auf dem Fuß. Zuerst durch Pulisic (10.) und wenig später durch Reus selbst (32.). In beiden Situationen liefen die Spieler allein auf den Gästekeeper zu, nutzen diese Möglichkeiten aber nicht. Natürlich sei das ärgerlich, so Reus. „Wenn ich in der ersten Halbzeit das 1:0 gemacht hätte, wäre es sicher etwas einfacher geworden. Aber ich habe trotzdem schon schlimmere Tage erlebt.“ 

Roman Bürki kritisierte dagegen das etwas mutlose Spiel seiner Mannschaft deutlich: „Wir haben zu wenig aus dem Ballbesitz gemacht, zu wenig zielstrebig nach vorne gespielt. Vorne hatten wir dann zu wenig Bewegung.“ Statt ins Risiko zu gehen, sei oft einfach nur quer gespielt worden. „Wir hatten viel Ballbesitz, haben aber nichts damit anzufangen gewusst.“ 

Reus: „Es ist nicht immer clever, hohes Risiko zu gehen“ 

Auch was das nicht eingegangene Risiko betrifft, hatte Reus eine ganz andere Meinung als Bürki: „Es war nicht unser bestes Spiel. Das ist klar. Aber Brügge hat nach vorne selbst wenig bis gar nichts gemacht.“ Wenn der Gegner stattdessen mit elf Mann 30 Meter vorm eigenen Tor stehe, sei es auch nicht leicht Tempo aufzunehmen. „Dann ist es auch nicht immer clever, hohes Risiko zu gehen, weil wir dann nur in Kontersituationen laufen würden. In einem K.o-Spiel hätten wir vielleicht anders reagiert. Aber so war es in Ordnung.“ 

So wie Reus sah das Spiel auch der zum Schluss verletzt ausgewechselte Axel Witsel: „Wir können einfach nicht alle drei, vier Tage auf Topniveau spielen. Das Wichtigste ist, dass wir im Achtelfinale stehen.“ 

Das sah auch Trainer Lucien Favre so, der zudem froh ist, dass ihm Witsel schon gegen Freiburg wieder zur Verfügung steht. „Es waren nur Krämpfe“ sagte Favre. „Nichts Schlimmes.“ Gleiches gelte übrigens auch für Abdou Diallo, der ebenfalls kurz vor dem Ende mit Krämpfen den Platz verlassen musste. Das sind am Ende des Abends doch auch positive Nachrichten, auch wenn am Ende nicht alle glücklich nach Hause fuhren. 

So unterschiedlich können Gefühlslagen nach einem Spiel eben manchmal sein. Für den einen, ist es ein gewonnener Punkt mit dem Zugleich der Einzug ins Achtelfinale geglückt ist. Für den anderen sind es dagegen zwei verlorene Punkte und ein möglicherweise verschenkter Gruppensieg. Wer sich aber an die letzte Saison zurückerinnert, in der der BVB international desaströse Auftritte zeigte, kann mit diesem Remis gegen Brügge sicher am Ende doch leben...

 


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Tabelle

31. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3079:295070
2Dortmund3072:363669
3RB Leipzig3057:233461
4Frankfurt3058:352353

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