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BVB gewinnt in Gladbach
Roman Bürki: "Ich hatte am Schluss wieder echte Glücksgefühle"

(Foto: Weber)
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Mönchengladbach – Mit einem couragierten Auftritt gewinnt der BVB im Borussenduell gegen Gladbach und feiert anschließend endlich wieder ausgelassen. Die Festnahme des mutmaßlichen Attentäters wirkte ein bisschen wie eine Art Befreiung …

20:18 Uhr, Borussia Park, Mönchengladbach: Die BVB-Spieler feiern den 3:2-Auswärtserfolg ausgelassen vor dem Gästeblock. Szenen der Erleichterung, auf vielen Ebenen.

Aber das war noch nicht alles, denn anschließend ging die Party mit lauter Musik in der Kabine weiter. Vieles wirkte wieder ein bisschen unbeschwerter. Eben so wie vor dem Anschlag auf den BVB-Bus. Dass die Umstände des Angriffs langsam deutlicher werden, nahm sichtlich etwas Last von den Schultern.   

"Mir persönlich hat es geholfen, dass wir jetzt Klarheit haben und wissen, dass da nichts mehr kommen wird. Sor konnte ich mich heute auf ein Spiel über 90 Minuten richtig konzentrieren und hatte am Schluss endlich wieder echte Glücksgefühle. Nicht irgendwie erzwungen, sondern frei", so BVB-Keeper Roman Bürki nach dem Spiel in den Katakomben.

Dennoch, so stellt Bürki klar, sei der Anschlag etwas, das man nicht sofort vergessen könne. "Es ist etwas, dass einen vermutlich ein Leben lang begleiten wird." Die Mannschaft sei aber durch dieses ´ Ereignis noch mal mehr zusammengewachsen sei. "Ich glaube, dass schwierige Situationen eine Gruppe zusammenschweißen. Wir haben es auch heute gesehen. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft gibt einem Kraft." Das Team habe heute auswärts nach einem Rückstand einfach eine tolle Moral bewiesen.

Ähnlich fiel auch das Fazit von Marco Reus nach dem Spiel aus. Er selbst hatte zwar nicht im Bus gesessen, als der Anschlag passierte, wusste aber dennoch die Leistung seiner Teamkameraden mit Blick auf die letzten Wochen zu würdigen. "Nach allem, was passiert ist, in Gladbach nach einem Rückstand so zurückzukommen, hat gezeigt, wie viel Moral und wie viel Charakter in der Mannschaft steckt." Auf die laute Musik in der Kabine angesprochen, musste Reus schmunzeln: "Ja, wir freuen uns heute einfach, dass wir gewonnen haben. Besonders auch, weil Hoffenheim Punkte liegen gelassen hat und wir schließlich den dritten Platz wollen. Deshalb war es sehr wichtig hier heute zu gewinnen."

Warum er selbst immer so stark nach Verletzungspausen zurückkommen könne, erklärte Reus ebenso erleichtert: "In solchen Verletzungspausen versuche ich natürlich so hart an mir zu arbeiten, dass ich nicht lange brauche, um wieder bei 100 Prozent zu sein. Die 90 Minuten von Monaco haben mir zwar heute schon in den Knochen gesteckt, aber es war mir einfach wichtig, zu spielen. Mich freut es, dass ich so zurückkommen und der Mannschaft helfen kann."

Einen Wehmutstropfen gibt es trotz aller Euphorie nach dem Sieg über Gladbach: Die erneute Verletzung von Nuri Sahin. "Das ist extrem bitter für uns, weil auch er echt gut zurückgekommen ist und wichtig für unser Spiel ist", so Reus. Sahin musste das Spielfeld bereits in der 22. Spielminute verlassen. Im Zweikampf mit Tobias Strobl trat ihm dieser auf das Sprunggelenk. Die vorzeitige Diagnose lautet: Verdacht auf Außenbandriss im Sprunggelenk. Das wäre das vorzeitige Saison-Aus - nachdem er gerade erst wieder dabei war. Bitter.

Bayern München jetzt im Fokus

Nach dem Spiel in Mönchengladbach ist aber auch vor dem Pokalspiel beim FC Bayern München. Der Partie sehen sowohl Bürki als auch Reus trotz der 1:4-Pleite Anfang April durchaus optimistisch entgegen. "Das ist am Mittwoch anders als das Ligaspiel, weil es einfach ein ganz anderer Wettbewerb ist. Da kann immer alles passieren. Ein kleiner Underdog kann einen großen Verein rauswerfen...“, so Bürki mit Blick auf die bekannten Pokalphrasen. Denn: "Beim letzten Mal waren bei uns viele junge Spieler auf dem Platz, die zum ersten Mal in der Allianz Arena gespielt haben. Jetzt wissen die, wie es ist. Das ist sicher auch ein Punkt, der uns noch mal stärker machen wird." Nun denn.

Auch Marco Reus gab sich vor dem Spiel in München selbstbewusst: "Wenn wir im Halbfinale stehen, wollen wir auch ins Finale. Ob der Gegner jetzt Bayern München heißt oder anders, ist dann eigentlich egal,“ so Reus. Die Stärken der Münchner seien ihm durchaus bewusst, dennoch sehe er für sein Team eine realistische Chance. "Wir müssen einfach auf unsere eigenen Stärken gucken, dann ist alles möglich. Beim letzten Mal waren die Bayern klar besser. Die Chancen stehen 50:50."

Wer weiß: Vielleicht ist der BVB jetzt befreit und Fußball einfach wieder Fußball.

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1Hoffenheim00:000
1Bayer 0400:000
1Dortmund00:000
1M'gladbach00:000
1Düsseldorf00:000

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