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Zurück im Rampenlicht
So hat sich Mario Götze beim BVB zurückgekämpft

Nach schwerem Start hat sich Mario Götze in der Hinrunde als Stammkraft beim BVB etabliert. Foto: Bernd Thissen (Bernd Thissen)
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Dortmund – Nach einem schwachen Auftritt zum Saisonauftakt im Pokal gegen Fürth spielte Mario Götze in den ersten Bundesligaspielen des BVB keine Rolle. Erst am siebten Spieltag gegen Augsburg berücksichtigte ihn Favre wieder. Und diese Chance wusste der 26-Jährige zu nutzen. Im letzten Spiel des Jahres gegen Gladbach feierte Götze nicht nur seinen 200. Bundesligaeinsatz, sondern wohl auch seinen bisherigen Saisonhöhepunkt…

Gesundheitlich und sportlich waren die letzten Jahre für den einstigen WM-Helden Mario Götze nicht einfach. Unter Lucien Favre aber sollte nun alles anders werden. Und danach sah es auch in der Sommervorbereitung aus. In den Vorbereitungsspielen spielte Götze eine zentrale Rolle in Favres System. Dann aber folgte gleich im ersten Pflichtspiel der Saison der Rückschlag. Im Pokalspiel gegen Fürth überzeugte Götze ganz und gar nicht, musste deshalb schon nach 60 Minuten vom Platz. In den ersten Bundesligaspielen musste er sich daraufhin mit der Zuschauerrolle begnügen, mal von der Bank, mal sogar nur von der Tribüne aus.

Nach der vielversprechenden Vorbereitung gehörte Götze plötzlich zu den Härtefällen unter Favre. Der nächste Tiefschlag nach der verpassten WM. Aufgeben aber war für den 26-Jährigen nie eine Option: „Dafür liebe ich den Fußball zu sehr“, betonte Götze jüngst in einem Gespräch mit Eurosport. Stattdessen arbeitete er noch härter: „Ich wollte dem Trainer über noch mehr Motivation und Training zeigen, dass ich meinen Platz in der Mannschaft verdient habe“, so Götze ebenfalls gegenüber Eurosport.

Trainingseinsatz zahlt sich aus

Und die harte Arbeit auf dem Trainingsplatz zahlte sich tatsächlich aus: Im Spiel gegen Augsburg bekam Götze eine neue Chance und setzte sofort ein Ausrufezeichen: In der 77. Minute kam er für Julian Weigl aufs Feld, nur sieben Minuten später schoss er den BVB zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung. Seit diesem Spiel verpasste Götze nur noch eine einzige Bundesligapartie – und das aus gesundheitlichen Gründen. Am zehnten Spieltag gegen Wolfsburg legte ihn eine Bronchitis flach.

Dass er einen Platz in der Mannschaft verdient hat, hat er inzwischen eindrucksvoll bewiesen. Zwar reicht es häufig nicht für Einsätze über 90 Minuten, aber damit hat sich der 26-Jährige arrangiert. Das liegt an seiner neuen Rolle als „falsche Neun“, die er seit dem neunten Spieltag übernimmt. In vorderster Front ist Götze jetzt gefragt. Macht hier einen super Job. Und das ohne für große Torgefahr zu sorgen. Klingt komisch, ist aber so. Dafür ist Paco Alcácer zuständig. Dortmunds neuer Jocker, der in der Regel irgendwann im Spielverlauf für Götze aufs Feld kommt. Götze ist zuvor dafür zuständig, den Gegner müde zu laufen. So funktioniert die Arbeitsteilung der beiden in den meisten Spielen. Ein nicht unwesentlicher Faktor des derzeitigen BVB-Erfolges, wenngleich natürlich auch nicht der einzige.

Götze gegen Gladbach zunächst nur auf der Bank – dann aber Vollgasfußball

Ein wenig anders war es aber zum Abschluss der Hinrunde gegen Gladbach. Hier ließ Favre Alcácer beginnen. Götze musste sich erstmal mit der Bank begnügen. Nach einer halben Stunde ging es für den Spanier allerdings nicht mehr weiter: Oberschenkelprobleme. Die Zeit für Götze war gekommen. Und das im doppelten Sinn.

Klar überzeugte er vor allem durch seine Laufstärke schon in anderen Partien, nicht grundlos vertraute Favre so häufig eben auf die Arbeitsteilung von Götze und Alcácer. Im Spiel gegen Gladbach aber setzte Götze noch einen drauf. Er spielte mehr oder weniger sein Spiel der Hinrunde und machte damit seinen zugleich 200. Bundesligaeinsatz unvergesslich: Er war nicht nur an vielen Offensivaktionen beteiligt, sondern bereitete auch beide BVB-Tore vor. Erst legte er für Jadon Sancho auf (42.), danach für seinen Kumpel Marco Reus (54.). Und der Torjubel der beiden Freunde nach dem 2:1 erinnerte sogleich an die besten Zeiten der beiden unter Jürgen Klopp in der Saison 2012/13.

Ja, nach vielen Höhen und Tiefen in den letzten Jahren und insbesondere mit der verpassten WM auch in diesem Jahr hätte der Jahresabschluss für Götze wohl kaum versöhnlicher und schöner sein können…

 


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Samstag, 30. März, 15.30 Uhr
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Tabelle

27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern2668:274160
2Dortmund2664:303460
3RB Leipzig2644:202449
4M'gladbach2645:311447

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