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Trainerfrage
Stöger weg? BVB dementiert Meldung, aber...

Für Trainer Peter Stöger kommt wohl bei Borussia Dortmund zum Saisonende das Aus. Foto: Andreas Gebert (Andreas Gebert)
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Dortmund – Beim BVB klingelte am Montag offenbar etwas häufiger das Telefon. Anlass war eine "Bild"-Meldung, nach der sich der Klub zum Saisonende von Peter Stöger trennen werde.

Die "Bild" lehnt sich am Montag weit aus dem Fenster: Der Abschied von Peter Stöger sei beschlossen, am Saisonende sei Schluss. Die Niederlage im Derby gegen den FC Schalke 04 am Sonntag sei der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung gewesen, schreibt das Blatt. Der Österreicher Stöger müsse auch dann gehen, wenn er die Zielvorgabe, die Qualifikation für die Champions League, erreichen sollte. Der BVB ist momentan Tabellen-Vierter.

Der 52-Jährige, dessen Vertrag nur bis Sommer läuft, hatte nach der 0:2-Niederlage gegen Schalke wohl selbst nicht mehr mit einem Verbleib gerechnet. «Mein Dienstverhältnis geht bis zum 30. Juni - und das ist gut so», sagte er dem WDR.

Der BVB wollte davon nichts wissen. Noch am Montagmorgen verschickte der Klub eine Klarstellung an die berichtenden Medien - man habe immer betont, dass Peter Stöger erster Ansprechpartner sei. Es habe aber bisher kein Gespräch gegeben, eine Entscheidung könne "folgerichtig" nicht gefallen sein. Das sei einmal dahingestellt, denn die Entscheidung kann und wird der BVB allein treffen. Ob er mit Stöger weiteraarbeitet, ist wohl keine Sache, die in Verhandlungen ausdiskutiert wird, sondern die von der sportlichen Leitung beschlossen wird.

"Folgerichtig" ist nur, dass auf solche Dementis in aller Regel wenig zu geben ist. Es gehört zur Realität des Fußballs, dass die Klubs gerne die Deutungshoheit behalten möchten und dazu versuchen, die Debatte in eine gewünschte Richtung zu lenken. Die teilweise absurden Verläufe der Transfers von Götze, Hummels, Aubameyang und Co. sollten das hinreichend verdeutlichen.

Zumal Peter Stöger zwar den BVB insgesamt vor einem Absturz in der Liga bewahrt hat, das Team jedoch keineswegs entwickelt hat. Es ist schlichtweg schwer vorstellbar, dass der BVB ernsthaft Gründe finden würde, mit Stöger weiterzuarbeiten.

Wie auch immer: Top-Kandidat als Nachfolger ist Lucien Favre. Der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag mit dem französischen Erstligisten OSC Nizza. Auch RB Salzburgs Marco Rose (41) wird als Kandidat gehandelt. Der gebürtige Leipziger, der unter Jürgen Klopp 150 Liga-Spiele für den FSV Mainz 05 bestritt, steht mit Salzburg im Europa-League-Halbfinale. Rose hat allerdings noch einen Vertrag bis 2019.

Vor dem Spiel auf Schalke hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc eine weitere Zusammenarbeit mit Stöger in einem Interview der «Bild am Sonntag» nicht ausgeschlossen: «Wir haben immer gesagt, dass auch eine längere Zusammenarbeit mit Peter möglich ist. Wir sind ihm extrem dankbar.» Stöger hatte den BVB nach der Trennung vom Niederländer Peter Bosz im Dezember 2017 übernommen.

 


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Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
2Schalke 043453:371663
3Hoffenheim3466:481855
4Dortmund3464:471755
5Bayer 043458:441455
6RB Leipzig3457:53453

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