Im Aufstiegsfall
Auch Kiel denkt über Stadion-Umbau und Neubau nach

Blick ins Stadion von Kiel. (Foto: Schulte)

Kiel – Das Stadion in Kiel ist schon etwas in die Jahre gekommen. Trotz mehrfacher Umbauten und Sanierungen muss Holstein Kiel seine Spielstätte im Aufstiegsfall deutlich aufrüsten. Oder ganz neu bauen...

Einst war das Holstein-Stadion eine dieser uralten Arenen aus den Anfangstagen des vergangenen Jahrhunderts. Weite Kurven trennten das Oval mit den Rängen vom Spielfeld. Eine winzige Haupttribüne war der einzig überdachte Schutz für die Zuschauer, die ansonsten auf tristen Stehrängen den Spielen der KSV zusehen mussten.

Im WM-Jahr 2006 wurde das Stadion erstmals großflächig umgebaut. Bis auf die Gästekurve verschwanden die alten Ränge. Einfache Stahlrohrtribünen entstanden, allerdings komplett überdacht. Gut 4.500 Plätze sind jetzt mehr oder weniger gut vor Regen geschützt - und Ausbaureserven sind bei beiden neuen Tribünen vorhanden. 

Jetzt "droht" der Zweitliga-Aufstieg. Und damit auch diverse Auflagen für das alte Stadion. Die schiere Zahl der Plätze muss erhöht werden. Und dafür gibt es einem Bericht der Kieler Nachrichten zufolge schon Pläne.

Kurzfristig könne das Fassungsvermögen des Stadions auf 15.000 erhöht werden (aktuell 10.000). Dafür würde in der heutigen Gästekurve eine neue Tribüne für bis zu 5.000 Fans errichtet werden. Rund 10 Millionen Euro wären dafür notwendig - die Finanzierung sei Sache von Land und Stadt, heißt es. Eigentürmer des Stadions ist die Stadt Kiel.

Sollte der rasche Umbau nicht gelingen, müsste Kiel in Ausweichstadien antreten - in Hamburg oder Lübeck. Schwer vorstellbar.

Angeblich liegen auch Pläne für einen kompletten Neubau für 25.000 Zuschauer in der Schublade. Eine solche Arena würde etwa 50 Millionen Euro kosten und könnte frühestens 2023 fertiggestellt werden.

Voraussetzung: Kiel etabliere sich in Liga 2 - und Stadt und Land würden sich an den Kosten beteiligen.

Überblick: So baut die 3. Liga...

Bereits moderne und/oder ausreichende Stadien verfügbar: MSV Duisburg, 1. FC Magdeburg, VfR Aalen, VfL Osnabrück, SG Sonnenhof Großaspach, SF Lotte, SV Wehen Wiesbaden, Hansa Rostock, SC Paderborn, FSV Frankfurt

Neubauten in jüngster Zeit: Jahn Regensburg, FSV Zwickau, Chemnitzer FC, Hallescher FC, RW Erfurt

Mehr oder weniger unveränderte Altbauten: Fortuna Köln, Preußen Münster

Nicht bewertet sind die Zweitvertretungen von Werder Bremen und Mainz 05.

 

3. Liga - Das sind die 20 Klubs