Manipulationsverdacht
DFB ermittelt gegen Osnabrücker Spieler

(Symbolfoto: dpa)

Osnabrück – Auch das noch: Der Kontrollausschuss des DFB hat Ermittlungen gegen mehrere Spieler des VfL Osnabrück aufgenommen. Der Verdacht ist, dass die Spieler mit Paderborns Konkurrenten Werder Bremen II Kontakt gehabt hätten...

Das ist die Mitteilung des DFB:

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen anlässlich des Verdachts der versuchten Einflussnahme auf das Meisterschaftsspiel der 3. Liga zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Paderborn aufgenommen. Auslöser dafür war ein auf Grundlage der bestehenden Meldepflicht ergangener Hinweis an den Ombudsmann des DFB. Demnach sollen Spieler des VfL Osnabrück versucht haben, von der im Abstiegskampf befindlichen Mannschaft Werder Bremen II Gegenleistungen zu bekommen, wenn sie sich in ihrem Spiel gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Paderborner um einen Sieg bemühen. Nach Kenntniserlangung der Verdachtsmomente hat der zuständige 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch unverzüglich den Kontrollausschuss eingeschaltet und Ermittlungen veranlasst. Daneben wurde vom DFB eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt sowie die Ethikkommission informiert.

Der Kontrollausschuss des DFB hat am Freitag in Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften in Bochum und Osnabrück zur Sachverhaltsklärung den VfL Osnabrück im Rahmen eines Ortstermins aufgesucht. Vertreten wurde der Kontrollausschuss dabei durch Dr. Wolfgang Zieher und Dr. Björn Schiffbauer in Begleitung des Ombudsmannes Dr. Carsten Thiel von Herff. Zunächst wurde die Vereinsführung über die im Raum stehenden Verdachtsmomente informiert, danach kam es zu einer Einzelbefragung mehrerer Spieler durch die anwesenden Vertreter des Kontrollausschusses.

Die Mannschaft des VfL Osnabrück wurde vom Kontrollausschuss allgemein über den Anlass des Besuches informiert. Daneben wurde sie auf die möglichen Konsequenzen einer versuchten oder vollendeten Spielmanipulation sowie eine mögliche Strafbarkeit hingewiesen. Es wurde in der Ansprache deutlich gemacht, dass jegliche Form der Forderung oder Annahme einer Gegenleistung für eine Einflussnahme auf das Spielergebnis unsportlich und potenziell strafbar sei. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass es bei den vor Ort geführten Ermittlungen um eine Sachverhaltsklärung geht.

Im Nachgang der Einzelgespräche haben die Vertreter des Kontrollausschusses den Verantwortlichen des VfL Osnabrück die klare Empfehlung gegeben, drei tatverdächtige Spieler nicht einzusetzen. Dies wurde von Vereinsseite zugesagt, so dass der Kontrollausschuss davon abgesehen hat, eine vorläufige Sperre zu beantragen. Die Veröffentlichung der erfolgten Maßnahmen und der Hinweis auf laufende Ermittlungen des Kontrollausschusses wurden auf einen Zeitpunkt direkt nach dem Spiel festgelegt, um den sportlichen Wettbewerb nicht weiter zu beeinträchtigen. Der Kontrollausschuss wird auf Grundlage der bisherigen Gespräche und gewonnenen Erkenntnisse die Ermittlungen intensiv fortsetzen und allen Ansätzen zur Klärung der Vorgänge nachgehen.

 

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