Sehr geteiltes Echo
KFC Uerdingen ändert die Stadionaufteilung und senkt Preise

(Foto: Hein-Reipen)
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Krefeld – Der KFC Uerdingen reagiert auf die unbefriedigenden Zuschauerzahlen in der Schauinsland-Arena und ändert die Aufteilung und senkt die Preise. Das Hau-Ruck-Verfahren erhitzt jedoch die Krefelder Gemüter. Susanne Hein-Reipen mit den Einzelheiten.

Sportlich ist Aufsteiger KFC Uerdingen als Tabellenzweiter auch in Liga 3 sehr erfolgreich unterwegs, doch der Zuschauerschnitt bei den „Heim“spielen in Duisburg bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Durchschnittlich 3.874 Zuschauer in den bisherigen sechs Spielen sind nicht einmal die Hälfte des Gesamtschnitts (8.360) der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Kalkuliert waren 5 – 7.000 im Ausweichquartier für die renovierungsbedürftige heimische Grotenburg.

Neue Stadionaufteilung für bessere Stimmung und bessere Bilder

Der KFC reagiert nunmehr auf das relativ geringe Interesse und möchte die Zuschauer, die den Weg von Krefeld über den Rhein nach Duisburg finden, besser im Stadion bündeln, um „Stimmungslöcher“ und Bilder nahezu leerer Tribünen zu vermeiden. Dazu wird ab dem kommenden Heimspiel (27. Oktober gegen die Sportfreunde Lotte) die Stadionaufteilung dahingehend geändert, dass der Ticketverkauf für den Heimbereich auf die Sparkassen Tribüne mit den Eingängen Nord-West und Nord beschränkt wird. Die TV-Kameras können dann künftig von der Gegengerade auf die Haupttribüne filmen.

Dagegen regt sich auch kaum Widerstand, der Tenor in der KFC-Fanszene ist mehrheitlich „prima, dann ist das besser gebündelt“ oder „näher dran an unserer Trainerbank“ und „besser im Bild“. Die Parkplätze sind näher, man muss nicht mehr in die Sonne blinzeln, alles okay. Auch die mit der Neuverteilung einhergehende leichte Preissenkung wird gerne genommen.

„Zwangsverlegung“ und Umtausch

Deutlich kontroverser diskutiert wird jedoch die „Zwangsverlegung“ der Fan- und Dauerkartenblöcke: Die Fanblöcke sind zukünftig die Blöcke 6, 7 und 8, dazu werden die Sitzplatz-Blöcke D, E und F im Unterrang und je nach Aufkommen die Sitzplatz-Blöcke 3, 4 sowie 5 und ggf. 1 und 2 im Oberrang geöffnet. Der Haken: Nur die Dauerkarten für die Blöcke 11, 12, 13 behalten ihre Gültigkeit und werden 1:1 in die Blöcke 8, 7 und 6 verschoben, alle anderen Dauerkarten müssen ebenso wie bereits erworbene Tagestickets zwingend auf der Geschäftsstelle umgetauscht werden.

Die Geschäftsstelle erweitert dafür extra ihre Öffnungszeiten (15. bis 19. Oktober täglich von 10 bis 15.30 Uhr geöffnet, am Donnerstag bis 18 Uhr) und verspricht „als kleines Dankeschön“ zwei zusätzliche Freikarten für die Partie gegen die Sportfreunde Lotte, doch ein Umtausch am Stadion ist genauso wenig möglich wie eine gleichzeitige Nutzung der Sonder-Öffnungszeiten zum erstmaligen Kauf von Tickets und Merchandising-Artikeln – etwas was insbesondere externen KFC-Fans sehr sauer aufstößt.

Nicht nur, dass sie eigens zum Umtausch zu für Berufstätige nicht idealen Zeiten zur Geschäftsstelle pilgern müssen: Wenn sie schon einmal da sind, können sie noch nicht einmal gleichzeitig weitere Tickets oder Fanartikel kaufen?! Und was bitte soll man als Dauerkarteninhaber mit zwei weiteren Tickets?

Der KFC wäre gut beraten, für die Treuesten der Treuen noch flexiblere Lösungen anzubieten, denn sonst kann der Schuss, bessere Stimmung im Stadion zu haben, schnell nach hinten losgehen.

 


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