DFB
Neun Punkte endgültig futsch: Schiedsgericht weist Aalen-Klage ab

Der VfR Aalen hat Insolvenz angemeldet. (Foto: Schulte)
(Symbolfoto: dpa)

Der VfR Aalen hat gekämpft, durch alle Instanzen: Aber das "Ständige neutrale Schiedsgericht" des DFB hat den Punktabzug für Aalen am Donnerstag bestätigt.

Mitte Februar hatte der VfR Aalen ein Insolvenzverfahren beantragt. Grund: Den Klub drückten rund 3,6 Millionen Euro Schulden. Und mit einer geordneten Insolvenz sollte der VfR diese Altlasten endlich loswerden.

Die logische Folge in der Liga war ein Abzug von neun Punkten. Eigentlich ein guter Deal, denn früher wurden Klubs dafür direkt per Zwangsabstieg verabschiedet...

Aalen, in der Liga selbst sportlich stark, wehrte sich quer durch alle DFB-Instanzen. Aber nun ist alles entschieden: Das Schiedsgericht als letzte Spruchkammer hat bestätigt, dass es bei den 9 Punkten bleibt. Etwas anderes wäre ohnehin nur denkbar gewesen, wenn der VfR ohne eigenes Zutun - beispielsweise eine Insolvenz des Hauptsponsors - unverschuldet und plötzlich in Schwierigkeiten geraten wäre. Beim VfR resultierten die Schulden jedoch aus einer Zeit vor drei, vier Jahren. Nix mit "plötzlich und unerwartet".

Aber weil ein Zweitliga-Aufstieg die Probleme selbst erledigt hätte, hatte sich der VfR an die letzte Hoffnung geklammert. Aber da war nichts zu machen - schon aus Gründen der Gleichbehandlung. Aalen ist ja nicht der einzig betroffene Klub. In der Regionalliga West hat es Alemannia Aachen gleichermaßen erwischt. Und in der 3. Liga die Konkurrenz vom FSV Frankfurt. Insolvenzen in beiden Fällen, Punktabzug in beiden Fällen (auch wenn der Einspruch des FSV noch  verhandelt wird).

Aalen fällt nun mit 48 Punkten auf Rang 11 zurück - die letzte theoretische Hoffnung auf Platz 3 ist damit erledigt.

 

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