"Kicker": Arbeitsgruppe aufgelöst
Regionalliga-Reform schon beendet?

Klare Ansage. (Foto: Schulte)
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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekommt offenbar seine Regionalliga-Reform nicht hin. Wie der "Kicker" schreibt, habe sich die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe erst spät formiert, dann Mitte November direkt wieder aufgelöst.

Eigentlich sollte die Regionalliga und vor allem ihre hoch umstrittene Aufstiegsregelung ab 2020 deutlich verbessern. Aus den heute fünf Regionalligen sollten vier werden - dafür aber mit vier sicheren Aufsteigern. Die 3. Liga hatte diesen Weg mit vier Absteigern grundsätzlich auch schon als Diskussionsgrundlage akzeptiert. Dafür sollte der DFB der 3. Liga allerdings auch weiter entgegenkommen. Als höchste DFB-Liga und vom Verband oft gelobtes "Premiumprodukt" hatten die Klubs innerhalb des DFB auch mehr Mitsprache gefordert.

Nun sieht es so aus, als sei die ganze Regionalliga-Reform in der angedachten Form abgesagt. Wie der "Kicker" am Montag berichtet, habe sich die dafür vorgesehene Arbeitsgruppe Mitte November aufgelöst. Offenbar sei "politisch" nicht umsetzbar, was angedacht war. 

Die Reform scheitere vor allem an dem Versuch, aus fünf Regionalligen vier zu machen. Die heutige Struktur ist schwierig, weil sich in der Viertklassigkeit völlig gegensätzliche Klubs treffen. Da sind die ambitionierten Ex-Profiklubs aus Essen, Aachen, Mannheim, Saarbrücken oder Offenbach, daneben aber auch viele kleine Vereine wie Pipinsried, Garching oder Jeddeloh II, die keinerlei Ambitionen und Möglichkeiten für einen Drittliga-Ausflug besitzen. Für die es nur darum geht, in der höchsten Amateurklasse zu spielen - woran gar nichts auszusetzen ist. 

Eine Regionalliga-Reduzierung auf vier Staffeln ist aber de facto nur auf Kosten einiger Klubs und regionaler Kompromisse zu haben. Die Verbände aus Bayern oder dem Nordosten hätten diese Lösung abgelehnt, heißt es.

Angeblich gehe es jetzt wieder darum, wenigstens zwei sichere Aufsteiger (Südwesten und Westen) einzuführen und zwei weitere Aufsteiger in einer Extrarunde ermitteln zu lassen. Diese Lösung wäre das komplette Gegenteil der ursprünglichen Idee, dass Meister auch (direkt) aufsteigen müssten. Jetzt sollen sich die Regionalverbände selbst darüber einigen, so der "Kicker". Der DFB schiebt die Debatte also von sich und lässt die Betroffenen alleine damit. 

 


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