Pressekonferenz
Trotz Termin-Panne: KFC Uerdingen darf in der 3. Liga spielen

(Foto: Schulte)
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Frankfurt – Der DFB hat am Montag beschlossen, dass der KFC Uerdingen trotz einer Terminpanne die Zulassung zur 3. Liga erhalten. Der DFB wertete das Verhalten des Klubs als so ausreichend, dass eine schärfere Entscheidung überflüssig sei. 

Der KFC Uerdingen darf im kommenden Jahr in der 3. Liga spielen, obwohl eine Summe von 1,2 Millionen Euro erst nach Fristende eingegangen ist. Der DFB wertete den Geldfluss als pünktlich und führte die "mögliche Fristüberschreitung" als "normalen" Geschäftsgang zwischen dem DFB und der Commerzbank. 

Die verspätete Überweisung könne nicht dem KFC vorgeworfen werden, daher sei ein Lizenzentzug nicht angebracht. 

Am Montag erklärte DFB-Vizechef Dr. Rainer Koch in seiner Funktion als Vorsitzender des Zulassungsbeschwerdeausschusses den Ablauf der ganzen Geschichte. Im Rahmen des Nachweises der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hatte der KFC Uerdingen eine Summe von 1,2 Millionen Euro hinterlegen müssen. Uerdingen hatte das getan, allerdings erst knapp vor dem 29. Mai und auch nur über eine normale Banküberweisung. Dennoch kam der DFB nach Prüfung des Geldflusses zu der Überzeugung, dass der Betrag rechtzeitig vor Fristende eingegangen war - dass stattdessen die Commerzbank als Partner des DFB diesen Betrag erst nach Ende der Frist "valutiert" hatte, also verbindlich als Eingang und damit "auf dem Konto" verzeichnet hatte.

Diese Zeitüberschreitung sei nicht dem KFC zuzuschreiben, so Koch nach der Prüfung. Und folgerichtig könne der KFC auch die Zulassung zur 3. Liga erhalten. Koch ließ aber anklingen, dass Uerdingen sich nicht gerade professionell verhalten habe. Der Stichtag sei eine Ausschlussfrist - und damit wäre bei Verschulden des KFC selbst mit einer Minute Verspätung nichts mehr zu machen gewesen.

So bleibt es dabei: Uerdingen steigt auf, Waldhof Mannheim als unterlegener Relegationsgegner scheitert auch im dritten Anlauf in Folge. 

 


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