Aufstiegsspiele zur 3. Liga
Unterhaching und CZ Jena fast durch – Waldhof oder Meppen?

Waldhof Mannheim und der SV Meppen trennten sich im Carl-Benz-Stadion torlos 0:0. (Foto: Ahlers)
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Am Sonntagnachmittag haben die sechs Regionalliga-Besten zum ersten Mal um drei vakante Aufstiegsplätze in die 3. Liga gekämpft. In den Hinspielen der Aufstiegsrelegation verschafften sich Unterhaching und Jena sehr gute Ausgangspositionen, zwischen Waldhof Mannheim und dem SV Meppen ist noch vieles offen.

Wer würde das Rennen machen, wer ging favorisiert in den Schlagabtausch? Wieder einmal wurde im Vorhinein viel diskutiert, natürlich wurden die Vertreter der Regionalligen West und Südwest wie gewohnt als heiße Kandidaten gehandelt. Es sind nun einmal die nominell am stärksten besetzten Staffeln, in denen eine ganze Reihe von Teams mit Millionen-Etats an den Start gehen.

Haching macht kurzen Prozess mit Elversberg

Doch nicht zum ersten Mal wurden manche Experten eines Besseren belehrt. Dafür reichte ein Blick nach Unterhaching: Die Spielvereinigung, die den Südwest-Meister SV Elversberg empfing, drehte in der zweiten Halbzeit förmlich auf. Deutete nach 45 Minuten noch alles auf eine enge und ausgeglichene Angelegenheit hin, schraubten Jim-Patrick Müller, Sascha Bigalke und Patrick Steinherr das Ergebnis binnen weniger Minuten auf ein überdeutliches 3:0 hoch.

Heißt: Verspielt Unterhaching nicht einen Drei-Tore-Vorsprung im Rückspiel, dürfen die westfälischen Drittligisten aus Lotte sowie Münster eine Tagestour nach München einplanen. Schießen die Hachinger, die erst 2015 aus der 3. Liga abgestiegen waren, einen Treffer in Elversberg, bräuchte die SVE derer fünf. Beste Chancen für die SpVgg, bei der Preußen Münster einst den Aufstieg in die 2. Bundesliga endgültig verspielte…

Carl Zeiss Jena kurz vor der Rückkehr

Auch Carl Zeiss Jena hat sich beste Perspektiven auf eine Rückkehr auf die nationale Ebene erarbeitet: Gegen ein ungewohnt fahriges und hektisches Viktoria Köln nutzte Timmy Thiele den ersten riesigen Patzer zur 1:0-Führung, Firat Sucsuz legte das 2:0 nach einem weiteren katastrophalen Fehler nach. Nach dem Seitenwechsel legte Thiele gar den dritten Treffer nach – die vermeintliche Entscheidung zugunsten der Ostdeutschen.


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Dann aber wurde Jena nachlässig. Mike Wunderlich verkürzte per Elfmeter auf 1:3, Dominik Lanius wenige Minuten vor dem Schlusspfiff sogar auf 2:3. Köln lebt vor dem Rückspiel, muss aber auf „Star“ Wunderlich verzichten: Der sah aufgrund einer Beleidigung in letzter Sekunde Rot und schwächt die Viktorianer entscheidend.

Torlos in Mannheim

Im dritten (und vielleicht spannendsten) Aufstiegsspiel standen sich Waldhof Mannheim und der SV Meppen im badischen Glutofen (32 Grad im Schatten) gegenüber. Das Ergebnis: Ein torloses Remis, auch weil beide Teams zu Beginn allerbeste Möglichkeiten vergaben.

Dann sah SVM-Akteur Martin Wagner binnen weniger Sekunden erst Gelb und dann Gelb-Rot, nach der Pause musste sich Meppen zwangsläufig zurückziehen und auf Konter lauern. Das Spiel plätscherte, bis Kevin Nennhuber fünf Minuten vor dem Abpfiff nach einer Notbremse ebenfalls vom Feld musste – Tore aber fielen keine mehr. Alles offen im Rückspiel, beide Traditionsvereine können den Sprung in die 3. Liga noch schaffen.

 


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