1_FC_Koeln Bayer 04 Leverkusen Borussia Dortmund Borussia Mönchengladbach Eintracht Frankfurt FC Augsburg FC Bayern München FC Schalke 04 FSV Mainz 05 Hannover 96 HSV Hertha BSC SC Freiburg SV Werder Bremen TSG Hoffenheim RB Leipzig VfB Stuttgart VfL Wolfsburg

Entscheidung steht
50 plus 1: Vereine bleiben die Chefs

(Foto: dpa)

Frankurt – In der Bundesliga drohen offenbar vorerst keine Horrorszenarien mit wilden Investoren im Fußball. Die Deutsche Fußball-Liga ist einem Antrag des FC St. Pauli gefolgt, die 50+1-Regel beizubehalten.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ist am Donnerstag einem Antrag des FC St. Pauli gefolgt - und hat sich für die Beibehaltung der 50+1-Regel ausgesprochen. Im Kern besagt die Regel, dass Investoren niemals die Stimm-Mehrheit in einre Kapitalgesellschaft erlangen dürfen. Sie dürfen zwar erheblich mehr Kapitalanteile besitzen, aber eben nicht mehr als 49 Prozent der Stimmen erhalten.

Damit bleibt der Fußball letztlich in den Händen der Vereine (bzw. einer sich in Vereinshänden befindlichen GmbH) - und kann eben nicht in die Hände von Investoren fallen. Entwicklungen wie in England, wo ausländische Geldgeber, Scheichs oder andere Investoren Vereine wie Gutsherren führen, kaufen und verkaufen, sind also in Deutschland vorerst ausgeschlossen.

Am Donnerstag rollte die Initiative "50plus1Bleibt" noch eine rund 30 Meter lange Petition mit über 3.000 Unterschriften aus. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Fußball in Deutschland noch etwas anders tickt...

Auf der anderen Seite bedeutet die Entscheidung aber auch, dass potenzielle Investoren weiter einen Bogen um die Klubs machen werden. Das große Geld fließt in Spanien, in England oder teilweise Frankreich oder Italien. Dort spielen die Weltstars. Kritiker der 50+1-Regel, vor allem aus München, sehen in dieser Regel eine Benachteiligung deutscher Klubs. Und tatsächlich spielen deutsche Klubs in Europa in den meisten Fällen nur eine nachrangige Rolle. Daran wird sich auch künftig wenig ändern.

Dennoch: Den sportlichen Nachteil kehren die deutschen Klubs mit bezahlbaren Eintrittspreisen, Stehplätzen und einem zumindest in weiten Teilen mehr regional geprägten Interessen in einen enormen Vorteil um. Zuschauerzahlen sind ungebrochen hoch, die Stimmung mehrheitlich noch gut. Und das macht den Fußball dann auch weder attraktiv für Sponsoren, die aber nicht über die Klubs bestimmen.

 

(Foto: dpa)

 

Bundesliga


Weitere Artikel: Bundesliga »

WESTFALEN-TERMINE

Bundesliga
12. Spieltag
Mainz - BVB (24.11.)
Schalke - Nürnberg (24.11.)
2. Bundesliga
14. Spieltag
Bielefeld - Duisburg (23.11.)
Bochum - Aue (24.11.)
Heidenheim - Paderborn (25.11.)
3. Liga
16. Spieltag
Lotte - Rostock (23.11.)
Münster - Braunschweig (26.11.)
Regionalliga West
18. Spieltag
Verl - Wiedenbrück (16.11.)
BVB II - Bonn (17.11.)
RWE - Rödinghausen (17.11.)
Lippstadt - Fortuna II (17.11.)
Gladbach II - Wattenscheid (17.11.)
Köln II - Kaan Marienborn (17.11.)

Tippspiel