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Nach dem 3:1
Borussia siegt weiter - Schalke lässt Frust in Gladbach freien Lauf

Yann Sommer jubelt. (Foto: firo sportphoto)
Schalke nach Abpfiff bedient. (Foto: firo sportphoto)
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Mönchengladbach – Während die Spieler von Borussia Mönchengladbach lautstark und ausgiebig mit ihren Fans vor der Nordkurve feierten, bedankten sich die Schalker bei der Unterstützung ihrer mitgereisten Anhänger und verschwanden dann schleunigst unter die Dusche. Mit 3:1 gewannen die Hausherren das Spitzenspiel, das seinen Namen redlich verdiente. Es war eine Partie mit Feuer, Tempo, hochklassigen Spielzügen und völlig unerwarteten Wendungen. Nicht nur deshalb wird über diesen Sonntagabend noch zu reden sein.

Die Gäste aus Gelsenkirchen bekamen in der ersten Hälfte überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, die Borussia dominierte nach Belieben und hatte nicht nur die Feldhoheit, sondern auch das 1:0 auf dem Konto. Die Entstehung des Tores allerdings wurde nicht nur im Stadion heiß diskutiert. „Sie haben uns den Schneid abgekauft und sind auch verdient in Führung gegangen“, erklärte Schalkes Trainer André Breitenreiter nach der Partie, ärgert sich dennoch über „einen Elfmeter, der in meinen Augen keiner war.“ Schiedsrichter Wolfgang Stark zeigte nach einem Foul am überragenden Julian Korb auf den Punkt, Lars Stindl scheiterte erst an Knappen-Keeper Ralf Fährmann, eher er sich im anschließenden Kopfballduell gegen Benedikt Höwedes durchsetzen konnte (32.). 

Klar dominiert

„Wir haben das Geschehen klar dominiert“, analysierte André Schubert die Leistung seiner Mannschaft. „Wir hätten da das zweite oder sogar dritte Tor nachlegen müssen.“ Es kam anders. Mit dem Pausenpfiff gelang den Königsblauen der Ausgleich. So unverdient er zu diesem Zeitpunkt war, so ansehnlich war die Entstehung. Max Meyer brachte das Spielgerät nach einer Ballannahme zum Zunge schnalzen scharf vor das Tor von Yann Sommer und Andreas Christensen, bis dahin einer der besten Gladbacher, bugsierte den Ball ins eigene Tor. 

Das 1:1 zum berühmten psychologisch wichtigen Zeitpunkt und die Halbzeitansprache von Coach Breitenreiter sorgten für Selbstvertrauen beim Tabellendritten. Schalke spielte wie ausgewechselt und dominant. Vor allem im Mittelfeld waren die Gäste nun tonangebend - das 1:2 schien nur eine Frage der Zeit. Doch wieder kam es anders. Ausgerechnet in der Sturm- und Drangphase der Gäste zirkelte Raffael einen Freistoß der Marke „Tor des Monats“ in den Winkel zur erneuten Führung der Borussia. „Man sieht, dass uns Dinge, die uns zu Saisonbeginn vielleicht noch umgeworfen haben, nun eben nicht mehr umwerfen“, sagte Gladbachs Manager Max Eberl nicht ohne Stolz. Das Selbstvertrauen sei sichtlich gewachsen, sodass sich sein Team „mit hoher Flexibilität aus sehr vielen Situationen befreien könne". 

Schalke hatte nichts entgegenzusetzen

Diesem Rückschlag hatte Schalke nichts entgegenzusetzen. Nichts außer Frust. Johannes Geis ließ ihm freien Lauf und foulte den eingewechselten André Hahn so schwer, dass er mit schmerzverzehrtem Gesicht vom Platz getragen werden musste. „Wenn das ein Verschätzen ist, sollte er mit diesem Sport aufhören!“, entgegnete Fußballlehrer Peter Neururer bei Twitter eine Aussage von Christoph Metzelder („Geis verschätzt sich, mit brutaler Konsequenz für Hahn!“). „Der Frust spielt da schon mit, wir liegen zurück“, erklärte Klaas-Jan Huntelaar die Aktion seines Mitspielers. In so einer Situation gehe „man schon mal härter hin.“ Geis sah glatt Rot und Gladbach antwortete mit dem 3:1 durch Julian Korb in den Schlussminuten. 

„Es war unser Ziel, mit einem Sieg den Rückstand auf Schalke zu verkürzen“, freute sich Kapitän Granit Xhaka, der enorm glücklich sei, „dass uns das heute mit dem fünften Sieg in Folge gelungen ist.“ Trainer Schubert war stolz auf seine Mannschaft, betonte aber, dass die Gedanken jetzt vor allem bei André Hahn sind, "Wir hoffen, dass seine Schmerzen nicht zu groß sind und er schnell wieder fit wird.“ 

Bis Mittwoch wird Hahn sicherlich nicht wieder einsatzbereit sein. Dann sehen sich beide Mannschaften schon wieder in Gelsenkirchen - im DFB-Pokal. So lange wird man also über dieses Spiel doch nicht mehr reden können. 


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Sonntag, 21. Oktober, 18 Uhr

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