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ManCIty entführt Punkte
Elfer-Drama-Queen Gladbach - Borussia gibt Sieg aus der Hand

Stimmungsvoll... der Borussia-Park. (Foto: firo sportphoto)
Mönchengladbachs Lars Stindl (l) und Manchesters Martin Demichelis versuchen an den Ball zu kommen (Foto: dpa)
Mönchengladbachs Alvaro Dominguez Soto (r) und Manchesters Sergio Agüero kämpfen um den Ball (Foto: dpa)
Mönchengladbachs Lars Stindl (M) trifft gegen Manchesters Martin Demichelis (l) (Foto: dpa)
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Mönchengladbach – Christoph Kramer quälte sich mit seinem langen Herbstmantel unter der Absperrung in den hermetisch abgeriegelten Katakomben des Borussia-Parks hindurch. Ebenso gequält war sein Lächeln. Auch wenn die Freude groß war, seine alten Kollegen bei der Champions-League-Heimpremiere gegen Manchester City im ausverkauften Borussia-Park sehen zu können, vom Frust, ein Partie gegen einen europäischen Spitzenklub aus der Hand zu geben, konnte nicht nur  Kramer an diesem Abend ein Lied singen.  

Dazu: Interview mit Patrick Herrmann

 

Dabei begann der lang ersehnte Abend in der Königsklasse, der verdiente Lohn für eine überragende zurückliegende Saison, fantastisch festlich. Das komplette Stadion grüßte die Besten der Besten mit einer beeindruckende Choreographie und die Kicker mit der Raute auf dem Trikot wiesen den Milliardärsklub aus Manchester weitestgehend in seine Schranken. Auch wenn die Elf von City-Trainer Manuel Pellegrini den einen oder anderen Nadelstich setzen konnte, Mönchengladbach erinnerte im dritten Spiel unter Interimstrainer André Schubert streckenweise an die disziplinierte, schnelle, technisch starke Spielweise, die die Borussia unter dem einstigen Erfolgscoach Lucien Favre in der Vergangenheit zelebrierte. 

Gladbach presste den Gegner hoch, zwang die Engländer zu Ballverlusten und schaltete blitzschnell um. Ohne aber die verdiente Führung zu erzielen. Auch nicht in der 20. Minute, als sich Raffael den Ball schnappte, um Manchester-Keeper Joe Hart vom Kreidepunkt zu überwinden. Der Brasilianer gab nach dem Spiel zu, „etwas leicht“ im Strafraum gefallen zu sein. Hart parierte den Elfmeter; das Karma triumphierte in dieser Situation. 

Es war nicht die einzige Szene, in der die fünf Unparteiischen eine eher unglückliche Figur ablieferten. Kurz vor der Pause rückte das französische Schiedsrichterquintett wieder in den Mittelpunkt, als sie Lars Stindl für eine vermeintliche Schwalbe mit Gelb verwarnten. Diesmal allerdings war es ein glasklarer Elfer für die Borussia. Es kam noch dicker, denn auch ein klares Handspiel von Nicolás Otamendi im Sechszehner wertete Referee Clement Turpin nach dem Seitenwechsel anders (51.). 

Trotzdem bebte der Borussia-Park wenig später. Stindl brachte Gladbach mit einem satten Schuss in Front. Längst überfällig. Dass Trainer Schubert nach dem Abpfiff zugeben musste, „sehr enttäuscht“ zu sein, lag daran, dass sein Team nach der Führung für zu wenig Entlastung gegen die immer stärker werdenden Engländer sorgte. „Wir haben über weite Strecken sehr gut verteidigt, aber gegen solch ein Spitzenteam muss man über 90 Minuten hellwach sein“, ärgerte sich auch Kapitän Granit Xhaka, wohlwissend, dass die Borussia in mindestens zwei Situationen patzte. 

 

Stimmungsvoll... der Borussia-Park. (Foto: firo sportphoto)

Ausgleich schmeichelhaft, dann zu ungeschickt

Erst klärte Oscar Wendt nicht konsequent genug im eigenen Strafraum, Abwehrspieler Andreas Christensen fälschte einen Schuss von Otamendi zu schmeichelhaften Ausgleich unhaltbar ab,  dann setzte sich das Elfmeter-Drama der Borussia in dieser Saison fort. Fabian Johnson foulte Sergio Agüero in der Schlussminute im Strafraum. Mit dem neunten (!) Elfmeter im zehnten Pflichtspiel brachte sich die Borussia um den verdienten Lohn der Arbeit. „Es ist schwer, Spiele zu gewinnen, wenn wir in jedem Spiel einen Elfmeter verursachen“, analysierte Patrick Herrmann richtig. „Zu ungeschickt“ verhalte sich seine Mannschaft in diesen Situationen, erklärte der Coach die Szenen, für die seine Spieler kaum Worte fanden. 

Am Ende hätte ein Achtungserfolg mit einem Punktgewinn gegen den Scheichklub von der Insel stehen können. Am Ende lächelten die Gladbach-Spieler nur gequält in der Mixedzone. Mit null Punkten aus zwei Champions-League-Spielen wird ein Überwintern in der Königsklasse eine Mammutaufgabe. Immerhin: Der Bundesligist konnte City über eine Stunde die Stirn bieten und zeigte spielerisch einen klaren Aufwärtstrend. Gegen Vizemeister Wolfsburg gilt es den schon am Samstag zu bestätigen. 

 


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