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Gladbach erwartet Schalke
Schubert und Breitenreiter verfeinern ihre Teams

André Schubert bringt Gladbach in Form. (Foto: firo sportphoto)
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Mönchengladbach – Wie eine Einheit marschiere die Mannschaft, sie sei ein Kollektiv und wiedererstarkt. Als André Schubert diese Worte sprach, lobte er nicht seine Elf von Borussia Mönchengladbach, die gerade bei Juventus Turin einen Punk erkämpft hatte. Er meinte den FC Schalke unter Trainer André Breitenreiter, der die Königsblauen wieder zu einem Topteam geformt hat.  

Natürlich kann der Interimstrainer der Borussia den kommenden Doppelpack-Gegner (Sonntag, 17.30 Uhr und im Pokal am Mittwoch um 20.30 Uhr) loben. Und natürlich hat er mit seiner Aussage recht - mit Schalke ist wieder zu rechnen. Allerdings hätte er dasselbe tatsächlich auch über seine eigene Mannschaft sagen können. Die Fohlen vom Niederrhein galoppieren wieder und haben den katastrophalen Saisonauftakt mit sechs Pflichtspielniederlagen vergessen gemacht.

Von Lucien Favre spricht dabei in Gladbach niemand mehr. Und doch trägt die Borussia immer noch die Handschrift des am 20. September plötzlich zurückgetretenen Schweizers. Schubert veränderte nur Kleinigkeiten - taktisch wie auch personell - und der Neue treffe in seiner Ansprache „den Nerv der Spieler“, lobte VfL-Manager Max Eberl. 

Doch wie hat Schubert die Rheinländer wieder in die Spur gebracht? Das liegt vor allem an zwei Spielern: Rafael und Mo Dahoud. Während der Brasilianer, zu Saisonbeginn noch Sinnbild der Gladbacher Krise, zu alter Stärke gefunden hat und zuletzt acht Scorerpunkte (drei Tore, fünf Vorlagen) auf seinem Konto verbuchen konnte, spielt sich Youngster Mo Dahoud im defensiven Mittelfeld fest. Klar, auch Favre wusste um die Qualitäten des 19-Jährigen, der Fußballlehrer hat ihn ausgebildet und über die Jahre protegiert. Doch zeigen durfte der Deutschsyrer sie unter dem Schweizer nur selten. 

 


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An der Seite von Mittelfeldstratege und Kapitän Granit Xhaka übernimmt Dahoud die Rolle, die in der vergangenen Erfolgssaison Christoph Kramer inne hatte. Dahoud ist Dauerläufer, Kreativspieler und offensiver Taktgeber der Borussia. „Mo ist einer wie ich“, adelte der Schweizer Nationalspieler seinen Nebenmann, „so war ich auch mit 19 Jahren.“ Er sei frech, selbstbewusst, habe Riesen-Potenzial und großes Vertrauen vom Trainer. „Mo wird seinen Weg in der Bundesliga gehen.“ Das zeigt Dahoud auf beeindruckende und unbekümmerte Art und Weise. 

Beim Champions-League-Spiel in Turin, immerhin Vorjahresfinalist, hielt das Duo Gladbachs Abwehrbollwerk zusammen. Gegen Schalke wollen sie zum zweiten Mal unter dem neuen Trainer zu Null spielen. Punktet die Borussia gegen die Königsblauen, wären es das nächste Argument für den Interimscoach, der Eberl die Entscheidung über den Chefposten im Klub nicht einfacher macht. Der Sportdirektor macht es richtig: Er spielt auf Zeit, spricht Schubert sein Vertrauen aus und macht sich keinen Druck bei der Suche nach einem neuen Trainer. Vielleicht darf ja sogar Schubert bleiben. 

Und Schalke? Dort hat der Sportdirektor ein ganz anders Problem. Ausführlich wurde über die Ablösung Horst Heldts diskutiert, der Mainzer Manager Christian Heidel stehe schon in den Startlöchern, hieß es zuletzt. Nun soll Heldt doch bis Saisonende weiterarbeiten dürfen. Gespräche aber zwischen ihm und der Vereinsführung stehen wohl noch aus. Die Mannschaft tangiert das kaum, Schalke hat sich in der Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt, steht auf Platz drei sogar vor Vizemeister VfL Wolfsburg. Zwar kamen die Knappen in der Europa League nicht über ein 2:2-Unentschieden gegen Sparta Prag hinaus, in der Liga aber überzeugte S04 zuletzt mit einem Last-Minute-Tor gegen Hertha BSC. 

Der FC Schalke marschiert, Borussia Mönchengladbach galoppiert und will mehr: „Wir haben im Moment eine große Euphorie“, sagt Xhaka. „Das müssen wir nutzen und in der Bundesliga den Abstand auf die Schalker verkürzen. Es ist angerichtet für ein spannendes Topspiel am Sonntag.

Sonntag, 17.30 Uhr

 


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Sonntag, 21. Oktober, 18 Uhr

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