Fußball-Mix
Dortmund: Titelanwärter 2020?

(dpa)

Bereits in diesem Jahr ist es Borussia Dortmund gelungen, eine höchst erfolgreiche Saison zu feiern. Während in den Pokalwettbewerben ein früheres Aus hingenommen werden musste, konnten alle Kräfte für die Liga gebündelt werden, wo der FC Bayern stark unter Druck gesetzt wurde. Ist der BVB damit auch für die Saison 2019/2020 der Titelanwärter?

Mannschaft mit Potenzial


Derzeit verfügt der BVB über eine der deutlich jüngeren Mannschaften in der Liga. Viele junge Talente wurden in den letzten Jahren verpflichtet. Angesichts der Tatsache, dass gestandene Spieler mit internationaler Klasse nur noch für riesige Ablösesummen zu haben sind, handelt es sich um einen klugen Schachzug der Verantwortlichen. Sie sicherten sich so die Chance, stets Zugang zu jungen Talenten zu bekommen, die bei einem möglichen Abgang hohe Summen einbringen.

Bis auf Christian Pulisic, der zum FC Chelsea wechseln wird, können die wichtigen Stützen der Mannschaft wohl auch im neuen Jahr gehalten werden. Darunter befinden sich viele Spieler, die bislang noch nicht am Zenit ihrer Leistung angekommen sind und sich noch weiter steigern werden. Sie können dafür Sorge tragen, dass der BVB in der nächsten Saison mit einer noch stärkeren Mannschaft an den Start geht, sofern keine schmerzlichen Abgänge mehr hingenommen werden müssen.

Auch die Buchmacher wissen diese Stärke des BVB zu schätzen, wie ein Blick auf die Quoten zeigt. Für die Saisonwetten des nächsten Jahres deutet die niedrige Quote Borussia Dortmunds an, dass dem Team insgesamt eine hohe Qualität zugeschrieben wird. Einen Überblick über die aktuellen Quoten finden Sie unter wettquoten.de.

Das Trainerteam bleibt

Doch nicht nur in der Riege der Spieler wird es möglich sein, für Konstanz zu sorgen. Die Schwarz-Gelben verfügen andererseits über ein eingespieltes Trainerteam um Lucien Favre. Alle Verantwortlichen haben noch mehrere Jahre Vertrag und werden dadurch auch in der neuen Saison mit der Mannschaft zusammenarbeiten.

Aufgrund der Tatsache, dass der Kader immer mehr an die Vorstellungen Lucien Favres angepasst werden kann, wird sich auch dessen Spielstil weiter durchsetzen. Langfristig ist damit die Chance verbunden, an der Spitze weiter Boden gutzumachen und sich selbst in eine äußerst vielversprechende Position zu bringen.

Die Bayern müssen den Umbruch meistern

Abseits der Bayern wird es für den BVB auch in der neuen Saison wohl keinen ernstlichen Konkurrenten im Kampf um den Titel geben. Die Münchner selbst haben derweil mit einer Überalterung des Kaders zu tun, der sie sich erneut stellen müssen. Die Abgänge von Arjen Robben und Franck Ribéry sind inzwischen sicher. Auf der anderen Seite müssen junge Spieler erst an die Mannschaft herangeführt werden.

Bereits im Winter zeigte sich, dass es selbst dem großen FC Bayern schwer fällt, jene Talente an Bord zu holen, die ganz oben auf dem Wunschzettel stehen. Gleichsam werden all diese Spieler in den Kader integriert werden müssen, um an die Leistungen der Vorjahre anzuknüpfen. Der älteste Kader der gesamten Liga, den die Bayern nun bereits seit Jahren haben, könnte auf diese Weise zu einer besonders großen Herausforderung werden. Diese hielte wiederum dem BVB die Chance zum Wachstum und zur stetigen Verbesserung bereit.

Für die Liga selbst verspricht die neue Konstellation per se eine große Spannung. Wieder einmal könnte der Kampf um den Titel nach Jahren der Dominanz offener gestaltet werden, was vielen neutralen Zuschauern viel Hoffnung machen wird. Die Wahrnehmung der Bundesliga im europäischen Fußball wird dadurch wieder an Stärke gewinnen, was dem Fußball insgesamt helfen könnte.

 

Tabelle

34. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3488:325678
2Dortmund3481:443776
3RB Leipzig3463:293466
4Bayer 043469:521758
5M'gladbach3455:421355
6Wolfsburg3462:501255
7Frankfurt3460:481254
8Bremen3458:49953
9Hoffenheim3470:521851
10Düsseldorf3449:65-1644
11Hertha BSC3449:57-843
12Mainz 053446:57-1143
13Freiburg3446:61-1536
14Schalke 043437:55-1833
15Augsburg3451:71-2032
16Stuttgart3432:70-3828
17Hannover3431:71-4021
18Nürnberg3426:68-4219